VfB Stuttgart

1:1 gegen Union Berlin: Wahid Faghir rettet dem VfB Stuttgart einen späten Punkt

Fußball VfB Stuttgart vs. 1. FC Union Berlin
Wahid Faghirs umjubelter Treffer zum 1:1 (90.+3) rettet dem VfB Stuttgart einen Punkt gegen Union Berlin. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart und Union Berlin trennen sich in einer umkämpften Partie mit 1:1. Gegen die Elf aus Berlin-Köpernick spielten die Schwaben über weite Teile der Partie schlampig und unkonzentriert, Offensivaktionen waren Mangelware. Atakan Karazor flog in der 56. Minute unnötig mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz, zu Zehnt taten sich die Schwaben lange schwer. In den Schlussminuten drängten die Schwaben auf den Ausgleich und belohnten sich durch Wahid Faghirs Treffer (90.+3) für eine aufopferungsvolle Leistung. Für Union Berlin traf Taiwo Awoniyi (31.).

Stimmung auf den Rängen, doch auf dem Rasen bleibt es lange ruhig

Herrliches Herbstwetter, die Cannstatter Kurve war das erste Mal seit knapp eineinhalb Jahren wieder voll besetzt – alles war angerichtet für einen tollen Fußballnachmittag. Trainer Pellegrino Matarazzo hatte seine Elf im Vergleich zum 1:1 bei Borussia Mönchengladbach auf einer Position umgestellt. Für den verletzten Stürmer Omar Marmoush rückte Hamadi Al Ghaddioui in die Startformation. Orel Mangala saß nach seiner Corona-Infektion zunächst nur auf der Bank, für ihn spielte erneut Nikolas Nartey im zentralen Mittelfeld.

Schon vor Anpfiff machte sich die Rückkehr der organisierten Fanszene bemerkbar: Die Stuttgarter Ultras sorgten mit ihren Fangesängen für gute Stimmung. Auf dem Rasen hingegen war kaum etwas los. Beide Teams standen gut und neutralisierten sich. Da sowohl den Schwaben als auch den Berlinern die nötigen Impulse in der Offensive fehlten, gab es kaum Torraumszenen.

Union kontert den VfB aus - Schwaben mit wenig Spielfluss

Nach 31 Minuten schlugen die Gäste dann aber eiskalt zu: Rani Khedira luchste Wataru Endo im Mittelfeld den Ball ab, über Sheraldo Becker ging es in sekundenschnelle vor das Tor von Fabian Bredlow. Den Querpass konnte Taiwo Awoniyi an der Strafraumgrenze völlig unbedrängt ins lange Eck schießen – 1:0 für die Elf aus Berlin-Köpernick. Ein typischer Union-Treffer. Kurze Zeit später hätte sogar das 2:0 fallen können (38.), doch der brandgefährliche Awoniyi scheiterte aus zentraler Position.

Bei den Stuttgartern lief in der Folge wenig zusammen, Berlin übernahm die Kontrolle der Partie. Dem VfB fehlte es an Struktur im Offensivspiel, um gefährlich vor dem Tor von Andreas Luthe aufzutauchen. Da Berlin die reifere Spielanlage auf den Platz brachte, ging das Team von Trainer Urs Fischer mit einer verdienten Führung in die Halbzeitpause.

Wir brauchen Ihre Zustimmung
Dieser Inhalt wird von Twitter bereit gestellt. Wenn Sie den Inhalt aktivieren, werden ggf. personenbezogene Daten verarbeitet und Cookies gesetzt.
Mehr erfahren

 

Berlin abgezockt, der VfB rennt vergeblich an - doch dann kommt Faghir

Der VfB kam unverändert aus der Kabine, auch am Spielgeschehen änderte sich wenig. Der VfB lief planlos an, Union stand sicher in der Defensive. Nach 55 Minuten brachte Trainer Pellegrino Matarazzo mit Orel Mangala und Wahid Faghir zwei frische Kräfte, das Offensivspiel der Schwaben sollte neu belebt werden. Nach 56 Minuten machte Atakan Karazor die Pläne seines Trainers aber zunichte. Innerhalb von 60 Sekunden sah der zentrale Mittelfeldspieler zweimal die Gelbe Karte und wurde völlig zurecht vom Platz gestellt.

Die Schwaben mussten dem 0:1-Rückstand nun zu mit einem Mann weniger hinterherrennen, ein fast aussichtsloses Unterfangen gegen abgezockte Berliner. Die Gäste ließen Ball und Gegner laufen und hielten die Matarazzo-Elf vom eigenen Tor fern. Als alles nach einer bitteren 0:1-Niederlage aussah, erlöste Wahid Faghir die Schwaben mit seinem Last-Minute-Ausgleichstreffer (90.+3).

VfB Stuttgart - Union Berlin 1:1 (0:1)

Stuttgart: Bredlow - Kempf (71. Didavi), Ito, Mavropanos - Coulibaly (82. Förster), Karazor, Endo, Nartey (55. Mangala), Sosa - Führich (82. Klimowicz), Al Ghaddioui (55. Faghir)

Berlin: Luthe - Baumgartl, Knoche, Jaeckel - Gießelmann, Prömel, Khedira (64. Öztunali), Haraguchi (90. Möhwald), Trimmel - Becker (74. Voglsammer), Awoniyi (74. Behrens)

Tore: 0:1 Awoniyi (31.), 1:1 Faghir (90.+3)

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)

Zuschauer: 32.595

Gelbe Karten: Nartey (55.), Karazor (56.) / Khedira (62.)

Besondere Ereignisse: Atakan Karazor sieht innerhalb von 60 Sekunden zwei Gelbe Karten und fliegt vom Platz (57.).