VfB Stuttgart

2:3-Niederlage gegen den SC Freiburg: VfB Stuttgart kann frühen Rückstand nicht aufholen

Fußball VfB Stuttgart vs. SC Freiburg
Verschliefen weite Teile der ersten Hälfte und konnten den 0:3-Rückstand nicht mehr aufholen: VfB-Verteidiger Dinos Mavropanos (rechts) und Waldemar Anton. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat das Baden-Württemberg-Duell gegen den SC Freiburg mit 2:3 verloren. Nach einem Katastrophen-Start und dem frühen 0:3-Rückstand kämpften sich die Schwaben zwar nochmal in die Partie, der Doppelschlag durch Mavropanos (45.) und Al Ghaddioui (45.+2) reichte aber nicht für einen Stuttgarter Punktgewinn. Damit verabschiedet sich der VfB mit der zweiten Niederlage in Folge in die nun anstehende Länderspielpause.

Stuttgart verschläft die Anfangsphase komplett – Freiburg schlägt eiskalt zu

Die Rollen waren vor dem Duell der beiden Teams klar verteilt. Während die Schwaben am vorherigen Spieltag beim 0:4 in Leipzig ihre Grenzen aufgezeigt bekamen, gelang den Breisgauern ein gefeierter 2:1-Heimsieg gegen Borussia Dortmund. Zudem fehlten mit Sasa Kalajdzic und Mohamed Sankoh die VfB-Stürmer Nummer eins und zwei, was die Stimmung in Stuttgart nicht gerade verbesserte. So stand wieder Hamadi Al Ghaddioui in der Startelf, ihn sollte Mateo Klimowicz unterstützen. Auch ansonsten vertraute Trainer Pellegrino Matarazzo derselben Elf wie gegen Leipzig.

Kaum hatte Referee Frank Willenborg die Partie angepfiffen, bestätigten sich die schlechten Vorzeichen aus Stuttgarter Sicht: Die VfB-Profis wirkten fahrig und orientierungslos – und wurden sofort bestraft. Nach nur drei Minuten durften sich die Freiburger völlig unbedrängt über die linke Seite kombinieren, die Flanke von Christian Günter landete punktgenau auf dem Kopf von Wooyeng Jeong. Der Angreifer stand völlig alleingelassen am Elfmeterpunkt und nickte problemlos zur 1:0-Führung ein.

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Nur ein paar Minuten bestrafte Jeong die Stuttgarter Schläfrigkeit erneut. Nach einer schwachen Eckballabwehr von Keeper Florian Müller zimmerte der Stürmer den Ball humorlos unter die Latte, das schnelle 2:0 für die Gäste. Doch es kam noch härter. Gerade, als sich die Schwaben etwas stabilisiert hatten, schlug der Sport-Club erneut zu. Ein langer Ball von SC-Keeper Flekken landete bei Roland Sallai, seine Flanke köpfte Lukas Höler wuchtig ins Netz - arg viel schlechter kann die Szene nicht verteidigt werden (28.).

Doppelschlag bringt VfB zurück ins Spiel – Freiburg verteidigt abgezockt

Somit lagen die Gäste früh und völlig verdient mit 3:0 in Führung, die Partie war eigentlich entschieden - eigentlich. Denn kurz vor der Pause fand der VfB zurück ins Spiel und bestrafte die Freiburger Passivität. Zuerst gelang Innenverteidiger Dinos Mavropanos nach einer schönen Kombination der Anschlusstreffer (45.), nur zwei Minuten später köpfte Hamadi Al Ghaddioui eine Endo-Flanke zum 2:3 in die Maschen – die Schwaben waren wieder im Spiel.

In der Pause reagierte Freiburg-Trainer Christian Streich auf das Stuttgarter Blitz-Comeback und stellte mit einem dreifachen Wechsel auf Dreierkette um. Das änderte nichts daran, dass der VfB mit viel Schwung aus der Kabine kam – und die Entschlossenheit auf den Platz brachte, die sie in den ersten 40 Minuten vermissen ließen. Das Stuttgarter Publikum war nun voll da und feierte jede gelungene Aktion ihrer Profis.

Doch nach einem rund zehnminütigen Sturmlauf ebbte die Stuttgarter Dominanz etwas ab, Freiburg verteidigte die Angriffe erfolgreich weg. Ab der 70. Minute warfen die Schwaben alles nach vorne, konnten aber nicht mehr gefährlich vor dem Gäste-Tor auftauchen.

VfB Stuttgart - SC Freiburg 2:3 (2:3)

Stuttgart: Müller - Kempf, Anton, Mavropanos (61. Ito) - Massimo, Förster (69. Didavi), Klement (77. Millot), Endo, Sosa - Klimowicz - Al Ghaddioui

Freiburg: Flekken - Günter, Lienhart, Schlotterbeck, Kübler - Grifo (46. Gulde), Höfler (46. Haberer), Keitel (46. Eggestein), Sallai (81. Schade) - Jeong (89. Demirovic), Höler

Tore: 0:1 Jeong (3.), 0:2 Jeong (9.), 0:3 Höfler (28.), 1:3 Mavropanos (45.), 2:3 Al Ghaddioui (45.+2)

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)

Zuschauer: 25.000

Gelbe Karten: Förster (13.), Klimowicz (55.) / Schade (89.)