VfB Stuttgart

3:3 in wildem Spiel: VfB Stuttgart mit VAR-Pech beim Letzten 1. FC Heidenheim

Doppeltes Pech für Ermedin Demirovic: Zwei Treffer vom Bosnier wurden aberkannt.
Doppeltes Pech für Ermedin Demirovic: Zwei Treffer vom Bosnier wurden aberkannt. © Julia Rahn

Heidenheim. Der VfB Stuttgart hat in der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim 3:3 Unentschieden gespielt. Beim Tabellenletzten reichte es für die Hoeneß-Elf nicht zu einem Sieg – auch weil in einem zuweilen wilden Spiel der Videoassistent zwei Tore des VfB einkassierte. Dazu war die Hoeneß-Elf in den entscheidenden Aktionen nicht wach genug. Die Folge: An einem Spieltag, an dem alle anderen Champions-League-Anwärter nicht gewannen, verpasste auch der VfB den großen Schritt. Wir berichten vom Spiel.

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VfB Stuttgart: Wilde erste Halbzeit mit VAR-Aufreger

Mit fünf Änderungen in der Startelf hatte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß seine Mannschaft auf den regennassen Ostalb-Rasen geschickt. Unter anderem spielte Chris Führich von Beginn an – eine Entscheidung, die sich direkt bezahlt machte. Denn nach einer eigens initiierten Balleroberung lief Führich allein auf das Heimtor zu und blieb vor Diant Ramaj cool – die frühe Führung war die Folge (5.). Es war das schnellste Bundesligator dieser Saison für den VfB und gleichzeitig gegen die eklig zu erwartenden Heidenheimer ein wichtiges.

Die Gäste machten auch in der Folge das Spiel, ehe Heidenheim aus dem Nichts ausglich: Nach einem Gegenstoß fand Christian Conteh Eren Dinkci, der Maximilian Mittelstädt im Rücken entwischt war und unhaltbar einschoss (20.). Auch in der Folge kam Stuttgart zu Chancen, bevor es zu einer der wildesten Situationen der bisherigen Spielzeit kam: Nach einem Konter erzielte Ermedin Demirovic das vermeintliche Führungstor – im direkten Vorfeld hatte Mittelstädt aber Dinkci im vfB-Straraum zu Fall gebracht. Der VAR entschied: kein Tor Stuttgart, Elfmeter Heidenheim. Arijon Ibrahimovic verwandelte (34.). Doch der wilden ersten Halbzeit nicht genug – Chema Andrés holte auf der anderen Seite abermals einen Elfmeter heraus, den Mittelstädt zum 2:2-Pausenstand verwandelte (43.).

Auch zweiter Demirovic-Treffer wird aberkannt

Nach dem Seitenwechsel musste Alexander Nübel erstmal gegen Ibrahimovic halten (50.), ehe Mittelstädt und Undav jeweils von außerhalb des Strafraums knapp scheiterten (53./58.). Nachdem das Spiel durch Wechsel erst einmal ein wenig zur Ruhe kam, musste Ramaj bei Deniz Undavs Kopfball eingreifen (69.). Nach einem Freistoß von Stiller erzielte Demirovic sein zweites Tor des Tages – und wieder hatte der VAR etwas dagegen. Dieses Mal stand Demirovic knapp im Abseits (73.).

Dann der Nackenschlag: Nach einem Ballverlust von Ramon Hendriks war Ibrahimovics Schuss für Nübel noch haltbar, Sirlord Conteh staubte aber zum 3:2 ab (82.). Der VfB berappelte sich und glich durch Deniz Undavs platzierten Schuss noch aus und rettete den Punkt (88.). Undav hatte in der Nachspielzeit noch die hochkarätige Chance auf den Siegtreffer – Ramaj parierte aber. Kölle verpasste nach einem Eckball ebenso eine Großchance für die Hausherren (90.+5). So stand das 3:3 in einem Spiel, das die Ostalb so schnell nicht vergessen wird.

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