VfB Stuttgart

5:1, 0:4 - und gegen den SC Freiburg? VfB-Keeper Florian Müller trifft auf seinen Ex-Club

Florian Müller
Spielt am Samstag gegen sein altes Team: VfB-Torhüter Florian Müller. © Danny Galm

Das Duell mit dem SC Freiburg ist für den VfB Stuttgart ein Prestigeduell. Für den neuen Torhüter Florian Müller kommt es zum schnellen Wiedersehen mit seinen Kollegen der vergangenen Saison. Im Januar hatte er noch eine wichtige Rolle beim Sieg des SC gespielt.

In der letzten Saison rettete Müller dem SC noch den Sieg 

Den Neuanfang von Florian Müller beim VfB Stuttgart als nicht-alltäglich zu beschreiben, ist noch untertrieben. Aufregend oder außergewöhnlich passt schon besser. Kaum war der Torhüter verpflichtet, reiste er schon zu den besonderen Olympischen Spielen in Pandemie-Zeiten nach Tokio. Dann begann die Saison in der Fußball-Bundesliga für Müller und die Schwaben mit einem seltenen 5:1 und einem heftigen 0:4. Und nun kommt es am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zum spannenden Wiedersehen mit seinem Ex-Verein SC Freiburg.

Vor einem guten halben Jahr war Müller einer der Sieggaranten der Badener gewesen, als er einen Elfmeter des mittlerweile abgewanderten Nicolas Gonzalez parierte und entscheidend zum 2:1 der Freiburger beitrug. Nun soll das Prestigeduell andersherum ausgehen.

Auch im Breisgau war Müller in der vergangenen Saison die Nummer eins. Unter Trainer Christian Streich war ihm gelungen, was nun auch die VfB-Verantwortlichen von ihm erwarten: Auf einer Schlüsselposition soll sich der 23-Jährige im Team trotz kurzer Eingewöhnung auf Anhieb zurechtfinden und konstant gute Leistungen bringen. Die ersten Eindrücke sind positiv.

Müller muss Kobel ersetzen - der Druck ist groß

Schließlich sei dem Torhüter das 0:4 bei RB Leipzig am vergangenen Freitag nicht anzukreiden, erklärte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: «Ich habe eine sehr, sehr gute Leistung gesehen», meinte der 48-Jährige: «Gerade in der ersten Halbzeit hat er uns geholfen, die schwere Druckphase zu überstehen.» Nach dem famosen Auftakt gegen Fürth war der Vizemeister schlicht ein zu starker Gegner.

Das Duell mit den Freiburgern dürfte ausgeglichener verlaufen. Und es sollte zumindest nicht von Nachteil sein, dass Müller die eine oder andere Vorliebe seiner Ex-Kollegen um Freistoßspezialist Vincenzo Grifo kennengelernt hat. Zu Beginn der vergangenen Saison war der 1,90 Meter große Torhüter nach Freiburg gewechselt. Problemlos vertrat er dort den verletzten Mark Flekken. In Mainz hatte Müller zuvor Konkurrent Robin Zentner nicht verdrängen können.

Bei den Stuttgartern trägt Müller die Last, den Schweizer Gregor Kobel ersetzen zu müssen, der in der überzeugenden ersten Saison nach der Erstliga-Rückkehr einer der Leistungsträger war. Ebenso wie Kobel nun die Champions-League-Auftritte mit Borussia Dortmund stuft Müller seinen Wechel zum VfB als nächste Stufe seiner Karriere ein. «Es war ein guter und logischer Schritt», hatte er nach seiner Verpflichtung vom FSV Mainz 05 für rund fünf Millionen Euro gesagt.

Zweifel, dass er beim VfB die Nummer eins wird und für den nicht immer fehlerfreien Fabian Bredlow wieder nur die Reservistenrolle bleibt, bestanden zu keinem Zeitpunkt. Daran änderte auch nichts, dass Müller die Saison-Vorbereitung für die Olympischen Spiele und das enttäuschende Vorrunden-Aus mit der deutschen Mannschaft sausenließ. Den Stammplatz im Olympia-Kader hatte sich Müller noch mit seinen Leistungen für den SC Freiburg verdient. Am Samstag will er mit dem VfB für die erste Saison-Niederlage der Badener sorgen.