8:1-Sieg gegen Kickers Offenbach: So lief das Testspiel des VfB Stuttgart
Offenbach am main. Der VfB Stuttgart hat sein Testspiel beim Regionalligisten Kickers Offenbach mit 8:1 gewonnen. Dabei ging das Team von Trainer Sebastian Hoeneß den nächsten Schritt in der Saisonvorbereitung und zeigte bis auf schwächere zehn Minuten vor der Halbzeit einen standesgemäßen Auftritt. Wir waren beim Testspiel in Offenbach vor Ort und berichten von der Partie.
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VfB Stuttgart: Intensives Testspiel in Offenbach
Im altehrwürdigen Stadion am Bieberer Berg sollte Kickers Offenbach der erste kleinere Härtetest für die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß werden – die Siege gegen die TSG Balingen und den FSV Hollenbach hatten geringe Aussagekraft. Der hessische Regionalligist war zwar noch lange kein echter Gradmesser, aber eben die nächste Stufe in der Saisonvorbereitung.
In weiterer Abwesenheit der Nationalspieler und von Nikolas Nartey veränderte Hoeneß die Startelf auf drei Positionen im Vergleich zum Hollenbach-Test. Der erst am Dienstag aus dem Urlaub zurückgekehrte Kapitän Atakan Karazor fehlte ebenso noch im Kader wie die angeschlagenen Jeff Chabot und Ramon Hendriks. Auch Neuzugang Leo Sauer – wenige Stunden vor Anpfiff wurde sein Wechsel von Feyenoord Rotterdam bekannt – war noch nicht im Aufgebot.
VfB-Youngster aus der Distanz: Christopher Olivier trifft zur Führung
Besonders in den Anfangsminuten wurde dem VfB klargemacht, dass hier kein gewöhnliches Testspiel wartet – von der Mannschaft, aber auch von den lautstarken Anhängern des OFC (Zuschauerschnitt 2025/26 in der Regionalliga: über 6000). So dauerte es ein paar Minuten, bis sich die Stuttgarter aus dem Kampf der Offenbacher befreien konnten – die erste Torannäherung brachte aber gleich die Führung. Eine in den Rückraum geklärte Ecke landete bei Youngster Christopher Olivier, der mit vollem Risiko abzog. Der abgefälschte Schuss landete im Netz (6.) – in Hollenbach war Olivier mit drei gefährlichen Distanzschüssen noch erfolglos.
Die Führung sollte der Dosenöffner sein: Wenig später erhöhte Chris Führich am Ende einer Dreifachchance, Grischa Prömel und Badredine Bouanani waren zuvor gescheitert (10.). Die Offenbacher Gegenwehr war gebrochen, in der 18. Minute erhöhte Tiago Tomás auf 3:0 aus VfB-Sicht, nachdem Chris Führichs Hereingabe von der linken Seite punktgenau seinen Fuß gefunden hatte. Nach einer Ecke verpasste Finn Jeltsch freistehend per Kopf (23.), zeigte ansonsten aber einen starken und reifen Auftritt. In der 27. Minute zwang Führich den OFC-Keeper Johannes Brinkies mit einem Schuss ins lange Eck zu einer Glanzparade, auch kurz darauf blieb Brinkies gegen Maxmilian Mittelstädt der Sieger (29.).
Erst Gegentreffer, dann Lupfertor: Laurin Ulrich trifft für den VfB
Im Anschluss schlichen sich bei den Schwaben ein paar Ungenauigkeiten ein, das Spiel flachte etwas ab – bis die Gastgeber nach einem Aufbaufehler des VfB zum Anschlusstreffer kamen: Benedikt von Hagen war der Schütze des vom Publikum umjubelten Tores (42.). In der Folge war der VfB wieder aktiver und stellte den alten Abstand noch vor der Pause wieder her. Chris Führich scheiterte nach Vorlage von Laurin Ulrich noch am Außennetz (45.). Laurin Ulrich machte es dann schließlich mit einem sehenswerten Treffer selbst: Finn Jeltsch bediente ihn mit einem starken langen Ball hinter die Kette, den Ulrich mit dem ersten Kontakt per Lupfer über den Torhüter verwandelte (45.+1).
Nach der Halbzeit wechselte Sebastian Hoeneß die komplette Mannschaft und brachte größtenteils Herausforderer aus der zweiten Reihe oder gar der zweiten Mannschaft. Josha Vagnoman, Ameen Al-Dakhil, Lazar Jovanovic und Jovan Milosevic waren die einzigen Spieler aus dem angestammten Kader der ersten Mannschaft. Da auch Offenbach fleißig durchwechselte, bekam das Spiel letztendlich doch Testspielcharakter – die Akteure auf Feld setzte dennoch Akzente.
Blockwechsel zur Halbzeit: Auch die zweite VfB-Garde überzeugt
So erzielte Lazar Jovanovic schnell das 5:1, kam mit einem starken Solo in den Strafraum und spitzelte den Ball ins Tor (52.). Offenbach hingegen hatte durch Maximilian Wolfram eine gute Gelegenheit, doch Marius Funk parierte (58.). Dem setzte Stuttgart das 6:1 entgegen: Nach einem schön ausgespielten Konter bediente Rechtsverteidiger Josha Vagnoman sein linkes Pendant Yannik Spalt, der einschob (62.).
Jovanovic schnürte als einziger Spieler an diesem Tag den Doppelpack, traf nach Vorlage von Jovan Milosevic zum 7:1 (76.). Fast hätte es auch noch zum Dreierpack gereicht, doch sein Distanzschuss traf nur die Latte (87.). Milosevic markierte nach einer Jovanovic-Ecke per Kopf den Endstand (89.).
So spielte der VfB Stuttgart:
1. Halbzeit: Bredlow – Olivier, Jeltsch, Zagadou, Mittelstädt – Chema Andrés, Prömel – Bouanani, Ulrich, Führich – Tomás.
2. Halbzeit: Funk – Vagnoman, Al-Dakhil, Herwerth, Spalt – Yigit, Penna (83. Stange) – Jovanovic, Milosevic, Malanga – Rölke (83. Majchrzak).




