VfB Stuttgart

Allen Corona-Ausfällen zum Trotz: Der VfB erkämpft sich in Gladbach einen Punkt

Fußball Borussia Mönchengladbach vs. VfB Stuttgart
Der VfB Stuttgart und Atakan Karazor belohnen sich in Gladbach für ihren Einsatzwillen und kommen im Borussia-Park zu einem 1:1. © Pressefoto Baumann

Mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft hat sich der VfB Stuttgart im Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach einen Punkt erkämpft. Die Elf von VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo und die Fohlen-Elf trennten sich im Borussia Park in einer umkämpften und teilweise wilden Bundesliga-Partie mit 1:1. Die Schwaben trotzten den vielen Corona-Fällen und hielten stark dagegen, die Gladbacher konnten sich nicht für ihren Aufwand belohnen. Für den VfB traf Konstantinos Mavropanos sehenswert per Weitschuss zum 1:0 (15.), Jonas Hofmann stellte den 1:1-Endstand her (42.).

Gladbach mit Spielkontrolle, aber Mavropanos mit Traumtor zum 1:0

Das Momentum lag vor der Partie klar auf der Seite von Borussia Mönchengladbach. Die Elf von Trainer Adi Hütter gewann die letzten beiden Partien gegen Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg. Der VfB hingegen reiste mit großen Sorgen nach Gladbach, gleich vier Stammkräfte fehlten aufgrund einer Corona-Infektion. Mit Stammkeeper Florian Müller, Abwehrchef Waldemar Anton und Mittelfeldstratege Orel Mangala fiel die gesamte Achse des Stuttgarter Spiels aus. Trainer Pellegrino Matarazzo wollte trotzdem nicht jammern und eine schlagkräftige Truppe aufbieten. Mit Hiroki Ito, Nikolas Nartey und im Tor Fabian Bredlow sollte der formstarken Borussia Paroli geboten werden.

Die Gladbacher übernahmen direkt nach Anpfiff die Spielkontrolle. Der VfB stand in seiner gewohnten 3-5-2-Formation tief und ließ die Gladbacher zunächst kommen. In der Phase, als die Fohlen immer gefährlicher vors Stuttgarter Tor kamen, schlug der VfB eiskalt zu. Nach einem Konter über Tanguy Coulibaly kam der Ball über Borna Sosa und Omar Marmoush zu Konstantinos Mavropanos. Der junge Grieche nahm sich aus rund 30 Metern ein Herz und schweißte den Ball aus halbrechter Positions ins lange Eck der Gladbacher – Kategorie Traumtor.

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Coulibaly muss das 2:0 machen, Gladbach schlägt vor der Pause zurück

Durch den überraschenden Stuttgarter Führungstreffer verloren die Gladbacher ihre Struktur, die fortan wesentlich ungenauer und weniger spielbestimmend agierten. Außer ein paar Weitschüssen war kaum eine gefährliche Aktion dabei. Die Schwaben standen sicher, gewannen die wichtigen Zweikämpfe und fuhren immer wieder einen gefährlichen Konter. Nach 31 Spielminuten hätte der VfB auf 2:0 stellen müssen: Nach einem Zakaria-Fehlpass tauchte Tanguy Coulibaly frei vor Yann Sommer auf, scheiterte mit einem Lupfer aber kläglich.

Kurz vor der Pause spielten sich die Gladbacher vor dem Tor von Fabian Bredlow fest und kamen folgerichtig zum Ausgleich. Die Schwaben bekamen nach einer Ecke den Ball nicht geklärt, Jonas Hoffmann machte vom linken Strafraumeck den Mavropanos: Mit rechts nahm der Nationalspieler den Ball aus der Luft und zimmerte ihn ins lange Eck. Das verdiente 1:1 aus Gladbacher Sicht, die die erste Hälfte mit 66 Prozent Ballbesitz und 15 zu zwei Torschüssen klar kontrollierten.

Gladbach dominant, aber zu ungefährlich - VfB hält dagegen

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine, auch am Spielgeschehen änderte sich erst einmal nichts. Gladbach war das dominantere und spielbestimmende Spiel. Tanguy Coulibaly und Co. verloren zu leicht den Ball und luden zu gefährlichen Angriffen ein. Trotzdem schaffte es die Hütter-Elf zu selten, vor das Stuttgarter Tor zu kommen. Der österreichische Trainer wechselte daher mit Plea und Hoffmann zwei neue Offensivkräfte ein – dem Heimteam war das 1:1 zu wenig.

Mit viel Wut im Bauch drückte die Borussia nun auf das 2:1 und spielte sich immer mehr in der Stuttgarter Hälfte fest. Der VfB brauchte nun dringend mehr Entlastung im Angriff Trainer Pellegrino Matarazzo mit Philipp Förster und Wahid Faghir zwei neue Offensivleute brachte. Mit viel Kampf und Einsatz stemmten sich die Schwaben in den Schlussminuten gegen die Niederlage und wurden am Ende mit einem Punkt belohnt.

Borussia Mönchengladbach- VfB Stuttgart 1:1 (1:1)

Gladbach: Sommer - Beyer, Elvedi, Ginter - Netz (66. Herrmann), Koné (86. Neuhaus), Zakaria, Scally (80. Bennetts) - Stindl (66. Plea), Embolo, Hofmann

Stuttgart: Bredlow - Kempf, Ito, Mavropanos - Coulibaly (74. Förster), Karazor (89. Didavi), Endo, Nartey, Sosa - Führich, Marmoush (74. Faghir)

Tore: 0:1 Mavropanos (15.), 1:1 Hofmann (42.)

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Zuschauer: 40.000

Gelbe Karten: Koné (63.), Herrmann (80.), Bennetts (81.) / Karazor (45.), Führich (64.), Kempf (87.)