VfB Stuttgart

Aufholjagd gegen Gladbach: VfB dreht 0:2-Rückstand und landet Befreiungsschlag

Fußball VfB Stuttgart vs. Borussia Mönchengladbach
VfB-Angreifer Chris Führich sorgte für den zwischenzeitliche 2:2-Ausgleich. Am Ende konnten die Schwaben wichtige drei Punkte gegen Gladbach einfahren. © Pressefoto Baumann

Dem VfB Stuttgart gelang gegen Borussia Mönchengladbach der lang ersehnte Befreiungsschlag: Die Schwaben konnten ihr Heimspiel vor 25.000 Zuschauern mit 3:2 gewinnen. Beim ersten Sieg seit neun Spielen drehten die Schwaben einen 0:2-Rückstand und bewiesen große Moral. "Es freut mich, dass sich die Jungs endlich mal für eine gute Leistung beloht hat", so Trainer Pellegrino Matarazzo. "Die Mannschaft lebt und das hat man heute wieder gesehen." Von einem Wendepunkt im Abstiegskampf wollte der VfB-Coach aber noch nicht sprechen: "Mehr als drei Punkte gibt es für das Spiel nicht. Deshalb gilt es, nächsten Samstag gegen Union Berlin wieder zu punkten." Die Stuttgarter Tore erzielten Wataru Endo (38.), Chris Führich (51.) und Sasa Kalajdzic (83.). Für die Gäste trafen Alessane Plea (14.) und Marcus Thuram (35.).

VfB kommt gut ins Spiel, doch Gladbach schlägt zweimal zu

Erneut musste Trainer Pellegrino Matarazzo seine Mannschaft nach einem herben Rückschlag wieder aufbauen. In Hoffenheim verspielten die Stuttgarter in den Schlussminuten eine 1:0 Führung, es war bereits das neunte Spiel in Folge ohne Sieg. Gegen die Borussia stellte der VfB-Coach seine Startelf auf zwei Positionen um: Stürmer Sasa Kalajdzic startete in der Spitze, Borna Sosa kam nach kurzer Verletzungspause wieder als Linksverteidiger zum Einsatz. Orel Mangala saß nach seinem Bluterguss vorerst auf der Bank.

Der VfB hatte sich für das Duell mit der Borussia viel vorgenommen und kam gut in die Partie. Sowohl Borna Sosa (10.) als auch Tiago Tomas (12.) kamen in der Anfangsphase zu ersten guten Torchancen, ließen diese aber ungenutzt. Nach 14 Minuten passierte dann genau das, was zu der bisherigen Saison der Schwaben passt: Die Gladbacher gingen aus dem Nichts in Führung. Plea und Neuhaus kombinierten sich ohne Gegenwehr durch die Stuttgarter Defensive, die Direktabnahme des Gäste-Stürmers konnte Torhüter Florian Müller nicht entschärfen. Ein Tor, bei dem die Gäste wieder nur tatenlos zuschauten.

Trotz des frühen und erneuten Rückschlags spielte der VfB weiter forsch nach vorne, gepusht durch die 25.000 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena. Aber auch, weil die Gladbacher in den Verwaltungsmodus schalteten. In der 24. Minute hätte Stürmer Sasa Kalajdzic für das 1:1 sorgen müssen, der Stürmer köpfte aber aus fünf Metern am Tor vorbei. In der 35. Minute bestraften die Gäste die passive VfB-Verteidigung erneut und stellten abermals aus dem Nichts auf 0:2. Mavropanos ließ Plea auf seiner rechten Seite durchmarschieren, in der Mitte pennte Borna Sosa, Marcus Thuram musste nur noch einschieben. Kurze Zusammenfassung: einfach nur schlecht verteidigt.

VfB beweist Moral und dreht das Spiel 

Doch die Schwaben ließen nicht locker und kämpften sich nur drei Minuten später zum verdienten Anschlusstreffer. Tiago Tomas setzte sich auf der linken Seite durch und spielte den Ball scharf ins Zentrum. Gladbach-Verteidiger Bensebaini konnte den Ball nur ins Zentrum klären, wo Kapitän Wataru Endo den Ball zum 1:2 in die Maschen knallte (38.). Nach turbulenten 46 Minuten ging es mit diesem Zwischenstand in die Pause.

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Beide Teams kamen unverändert aus der Pause und wieder erwischten die Schwaben den besseren Start. Diesmal konnten sie sich aber direkt belohnen und erzielten in der 51. Minute den 2:2-Ausgleich. Nach einer Hereingabe von Tiago Tomas wurde Sasa Kalajdzics Schuss an den langen Pfosten abgeblockt, wo Chris Führich unbedrängt einköpfen konnte. Der VfB war nun drauf und dran, das Spiel komplett zu drehen. In der 66. Minute kam Tiago Tomas nach einer Kopfballablage von Kalajdzic völlig frei zum Abschluss, schoss aber Yann Sommer ab.

In den Schlussminuten warfen die Stuttgarter Profis aber nochmal alles nach vorne, die drei Punkte sollten in Bad Cannstatt bleiben. In der 83. Minute brachte Sasa Kalajdzic die Mercedes-Benz Arena zum Kochen: Nach einer Hereingabe von Borna Sosa kam der Stürmer aus halblinker Position zum Abschluss und schob den Ball cool ins lange Eck. In der 87. Minute traf Marmoush zum vermeintlich vorentscheidenden 4:2, Schiedsrichter Christian Dingert entschied zurecht auf Abseits. Der VfB rettete die Führung aber über die Zeit.

VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach 3:2 (1:2)

Stuttgart: Müller - Mavropanos, Anton, Ito, Sosa - Karazor, Endo - Marmoush (89. Coulibaly), Tomas, Führich (90. Förster) - Kalajdzic

Gladbach: Sommer - Bensebaini, Elvedi, Ginter, Scally - Koné (72. Embolo), Kramer, Neuhaus - Plea (84. Netz), Thuram, Hofmann

Tore: 0:1 Plea (14.), 0:2 Plea (35.), 1:2 Endo (38.), 2:2 Führich (51.), 3:2 Kalajdzic (83.)

Schiedsrichter: Christian Dingert (Gries)

Zuschauer: 25.000

Gelbe Karten: Anton / Bensebaini, Scally