Ausgleich in letzter Minute: VfB Stuttgart spielt 2:2 gegen Paris FC
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat im Testspiel gegen Paris FC 2:2 (1:0) gespielt. Gegen den französischen Erstligisten hatten die Schwaben über die fast gesamte Spielzeit alles im Griff und zeigten eine ansprechende Leistung, kassierten in letzter Minute aber den Ausgleich. Das Besondere: Die Partie dauerte 105 Minuten, damit alle Spieler auf ihre Einsatzzeiten kommen. Die Tore auf dem Trainingsgelände M1 erzielten Lazar Jovanovic (15.) und Dan-Axel Zagadou (54.), für die Gäste trafen Luca Koleosho (71./105.). Wir waren beim Testspiel vor Ort und berichten vom ersten Härtetest.
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VfB Stuttgart gegen Paris FC: Führich auffälligster Profi
Sebastian Hoeneß musste gegen Paris FC auf Grischa Prömel verzichten. Der Neuzugang bekam im Training am Freitag einen Schlag auf die Wade und pausierte gegen den französischen Erstligisten. Ramon Hendriks hingegen stand wieder im Kader, auch Jeff Chabot war zurück im Kreis der Mannschaft. Bereits wenige Sekunden nach Anpfiff hatte Jovan Milosevic die erste Großchance: Nach einem Steilpass von Chris Führich tauchte der Stürmer frei vor Paris-Keeper Kevin Trapp auf, scheiterte aber aus spitzem Winkel.
Der VfB kontrollierte die Partie, die Gäste hatten aber oft den Ball, ohne wirklich gefährlich vors Stuttgarter Tor zu kommen. In der 14. Minute lief dann Chris Führich nach einem Steckpass von Milosevic allein aufs Tor zu, scheiterte aber mit einem unpräzisen Abschluss an Kevin Trapp. Eine Minute später machte es Lazar Jovanovic dann besser: Der Serbe traf mit einem trockenen Abschluss zum 1:0, Führich bereitete den Treffer vor (15.).
Mittelstädt verhindert den Ausgleich und verschießt einen Elfmeter
In der 26. Minute bewahrte Maximilian Mittelstädt seine Schwaben vor dem Ausgleich: Nach einem Konter kam Paris-Angreifer Moses Simon aus halblinker Position zum Abschluss und schlenzte den Ball schön ins lange Eck. Der VfB-Linksverteidiger rückte aber ins Tor ein und köpfte den Ball für seinen bereits geschlagenen Schlussmann Fabian Bredlow von der Linie. In der 31. Minute hatte Mittelstädt dann die große Chance aufs 2:0: Erst wurde der Linksfuß strafwürdig im Strafraum gefoult, trat dann selbst zum Elfmeter an – und verschoss. Zu unplatziert war der Abschluss, Kevin Trapp fischte den Strafstoß aus dem linken Eck.
Zum Start in die zweiten 45 Minuten nahm Trainer Sebastian Hoeneß einen Wechsel vor: Badredine Bouanani kam für Lazar Jovanovic in die Partie. Das änderte aber nichts daran, dass die nächsten beiden Chancen über die starke linke VfB-Seite zustande kamen: Erst parierte Kevin Trapp einen Abschluss von Yanik Spalt (49.), dann ging ein Schlenzer von Chris Führich knapp vorbei (50.). Kurz darauf scheiterte Tiago Tomas aus rund elf Metern, Dan-Axel Zagadou erzielte in der 54. Minute dann aber das inzwischen überfällige Tor zum 2:0: Einen scharf getretenen Freistoß von Chris Führich köpfte der Abwehrmann wuchtig in die Maschen.
VfB Stuttgart wechselt durch, Paris verkürzt auf 1:2
Pünktlich zur 60. Minute und zur Trinkpause kam er dann, der klassische Blockwechsel: Neun Profis tauschte Sebastian Hoeneß aus, nur Yanik Spalt und Badredine Bouanani blieben auf dem Platz. In der 71. Minute erzielten die Gäste dann den Anschlusstreffer: Christopher Olivier ließ im Rücken Luca Koleosho davonziehen, der Flügelspieler traf ins lange Eck zum 1:2. In der 87. Minute feierten dann Jeff Chabot und Leonidas Stergiou ihr Comeback.
Nach 90 Minuten war aber noch nicht Schluss: Zur Überraschung vieler Fans (und Journalisten) pfiff der Schiedsrichter die Partie nochmal an, es wurden weitere 15 Minuten gespielt. In der 105. Minute, als alle dachten, das Spiel sei vorbei, traf Paris dann zum Ausgleich: Luca Koleosho erzielte nach einem Konter das 2:2. Ein unnötiger Gegentreffer, denn: Der VfB hätte den Sieg verdient gehabt.
So spielte der VfB Stuttgart gegen Paris FC:
Bredlow – Mittelstädt (62. Vagnoman), Zagadou (62. Hendriks, 87. Chabot), Jeltsch (62. Al Dakhil), Nartey (62. Olivier) – Spalt (87. Stergiou), Chema (62. Yigit) – Führich (62. Malanga), Tomas (62. Ulrich), Milosevic (62. Rölke), Jovanovic (46. Bouanani)



