VfB Stuttgart

Bittere 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig: Der VfB trifft das Tor nicht

Fußball VfB Stuttgart vs. RB Leipzig
Bitterer Nachmittag für Konstantinos Mavropanos und den VfB: Gegen Leipzig setzt es eine 0:2-Niederlage. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat sein Heimspiel am 19. Spieltag mit 0:2 gegen RB Leipzig verloren. Die Stuttgarter machten über weite Strecken der Partie den wacheren und griffigeren Eindruck, konnten ihre Überlegenheit und die Vielzahl an Torchancen aber nicht in Tore umwandeln. Damit bleiben die Schwaben im vierten Spiel in Folge ohne eigenen Treffer. Leipzig schlug durch André Silva (11.) und Christopher Nkunku (70.) zweimal eiskalt zu. Am Ende stehen die VfB-Profis trotz eines starken Fights mit leeren Händen da, ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen. 

VfB mit vier Wechseln vor der Partie - Leipzig schlägt früh zu

Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Greuther Fürth stellte Trainer Pellegrino Matarazzo seine Startelf auf vier Positionen um. Nicht nur, weil gegen den Tabellenletzten kein Treffer gelang. Sondern auch, weil es im Kader der Stuttgarter Spieler gäbe, die den Ernst der Lage noch nicht erkannt hätten, so Matarazzo auf der Pressekonferenz am Donnerstag (13.01.). Gegen Leipzig ließ der Coach seinen Worten Taten folgen: Roberto Massimo und Philipp Förster mussten auf der Bank Platz nehmen, Marc Oliver Kempf stand gar nicht erst im Kader. Auch Borna Sosa fehlte gegen die Leipziger mit Wadenproblemen, immerhin kehrte Konstantinos Mavropanos nach seiner Corona-Infektion zurück in die Dreier-Kette.

Welchen Matchplan der VfB in der Partie gegen den Tabellenneunten auch hatte – bereits nach elf Minuten war dieser hinüber. Christopher Nkunku tankte sich auf der linken Seite bis an die Strafraumkante und setzte zur Flanke an. Konstantinos Mavropanos wollte den Leipziger bei seiner Hereingabe behindern, bekam den Ball aber an die Hand. Referee Daniel Schlager entschied völlig zurecht auf Strafstoß, André Silva ließ Florian Müller im Stuttgarter Kasten keine Chance.

Die Schwaben fangen sich - und kommen zu Chancen

Mit der frühen Führung im Rücken überließen die Gäste den Schwaben das Spielgeschehen. Der VfB musste gegen tiefstehende Leipziger das Spiel machen und hatte viel Platz vor sich. Das Leipziger Offensiv-Trio Silva, Nkunku und Poulsen stellte die Räume zwischen der Stuttgarter Dreierkette und den Sechsern zu, somit war ein strukturierter Spielaufbau schwer möglich. Damit taten sich Orel Mangala und Co. sichtlich schwer, die Elf von Ex-VfBler Domenico Tedesco setzte auf Konter.

Trotzdem schafften es die Stuttgarter vor allem in der Schlussphase der ersten Hälfte, ein ums andere Mal vors Tor zu kommen. Wie in der 40. Minute, als Ito aus rund 25 Metern zum Abschluss kam. Im Nachgreifen konnte Leipzig-Keeper Gulasci den Ball vor dem heranstürmenden Coulibaly entschärfen. Auch kurz vor dem Halbzeit-Pfiff machte der VfB mit Chancen durch Coulibaly (43.), Endo (44.) und Kalajdzic (45.+1) klar, dass er die Partie keinesfalls herschenken will. Trotz dem Mini-Powerplay ging es mit dem 0:1 in die Pause.

Wir brauchen Ihre Zustimmung
Dieser Inhalt wird von Twitter bereit gestellt. Wenn Sie den Inhalt aktivieren, werden ggf. personenbezogene Daten verarbeitet und Cookies gesetzt.
Mehr erfahren

Beide Teams kamen ohne Wechsel aus der Kabine. Der VfB machte da weiter, wo er Ende der ersten Hälfte aufgehört hatte. Die Schwaben machten den wacheren und griffigeren Eindruck, Wataru Endo schoss den Ball aus aussichtsreicher Position über das Tor (51.). In der 55. Minute kam Sasa Kalajdzic nach einem Führich-Freistoß zum Kopfball, sein Abschluss war aber zu unplatziert. Mit etwas mehr Zielwasser hätte in der Szene der Ausgleich fallen können.

Der VfB trifft das Tor nicht - und Leipzig schlägt eiskalt zu

Es entwickelten sich nun turbulente Minuten. Erst verweigerte Schiedsrichter Schlager Alexis Tibidi einen Elfmeterpfiff, anschließend kam Leipzig durch Silva zur großen Chance auf das 2:0. Leipzig-Keeper Gulasci verhinderte in der 63. und 67. Minute mit zwei Glanzparaden den Ausgleich, der VfB drängte regelrecht auf den Ausgleich – und hätte diesen auch verdient.

Wie so oft im Fußball verwirklichte sich dann ein altes Sprichwort: Wer vorne keine Tore macht, fängt sich hinten eines ein – wie in der 70. Spielminute: Nach einer Balleroberung am eigenen Strafraum schalteten die Leipziger blitzschnell um. Christopher Nkunku wurde allein auf die Reise geschickt, ließ Hiroki Ito clever aussteigen und schoss ins rechte Toreck ein. Das 0:2 aus dem Nichts.

Trotz des bitteren Nackenschlags ließ der VfB nicht nach. Mit einem Vierfach-Wechsel versuchte Trainer Pellegrino Matarazzo, nochmal frischen Wind in die Partie zu bringen. Doch es wollte trotz weiterer Chancen wie durch Roberto Massimo (84.) einfach kein Tor gelingen.

VfB Stuttgart - RB Leipzig 0:2 (0:1)

Stuttgart: Müller - Ito, Anton, Mavropanos (81. Ahamada) - Nartey, Endo, Mangala, Tibidi (76. Klimowicz), Führich (81. Egloff) - Coulibaly (76. Massimo) - Kalajdzic

Leipzig: Gulasci - Gvardiol, Orban, Simakan - Angelino, Kampl, Adams, Klostermann - Poulsen (65. Henrichs), Nkunku (78. Novoa) - Silva

Tore: 0:1 Silva (11.), 0:2 Nkunku (70.)

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)

Zuschauer: 250

Gelbe Karten: Coulibaly (8.), Tibidi (53.), Kalajdzic (90.+2) / Poulsen (55.)

Besondere Ereignisse: VfB-Trainer Matarazzo sieht wegen Meckern die Gelbe Karte (54.)