VfB Stuttgart

Bitteres 0:3: VfB Stuttgart verliert DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern

Maximilian Mittelstädt im Duell mit Michael Olise.
Maximilian Mittelstädt im Duell mit Michael Olise. © Hansjürgen Britsch

Berlin. Der VfB Stuttgart hat das DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München mit 0:3 verloren. Damit verpassten die Schwaben die Titelverteidigung. Es war ein Spiel, das eines Finals würdig war – eine ausgeglichene Partie, auch dank eines beherzten Auftritts der Hoeneß-Elf, am Ende unterlag der VfB Stuttgart Bayern höher, als es das Spiel hergegeben hat. Wir waren beim DFB-Pokalfinale in Berlin vor Ort und berichten von der Partie.

Sie wollen unseren VfB-WhatsApp-Channel abonnieren? Dann klicken Sie hier auf diesen Link .

VfB Stuttgart: Überragende 50 Minuten reichen nicht

Es war eine äußerst intensiv geführte Partie, beide Mannschaften beackerten sich mit maximalem Einsatz. Die Kräfteverhältnisse vor dem Spiel waren klar: Bayern Favorit, Stuttgart Underdog – trotz des Status als Titelverteidiger. Aber: Diese Erwartungen spiegelten sich zunächst ganz und gar nicht auf dem Platz wider.

Der VfB startete bockstark in die Partie, war von Beginn an griffig, bissig und ließ dem FCB kaum Platz zum Atmen. Mit dem Stuttgarter Mann-gegen-Mann-Pressing über das gesamte Feld hatte Bayern merklich Probleme, wodurch es zu guten VfB-Chancen kam: Undav (2.), Mittelstädt (9./17.) und Führich (27.) hatten gute Gelegenheiten zur Führung.

Harry Kane bringt den FC Bayern in Führung

Gegen Ende der ersten Halbzeit riss München die Partie aber immer mehr an sich, wurde seiner Favoritenrolle zwar nicht gerecht, aber bestimmte das Spiel deutlicher. Kanes ungefährlicher Kopfball war die erste Bayern-Chance der Partie (22.). Nübel parierte noch gegen Diaz (30.) und Stanisic (33.), ehe es in die Pause ging.

Auch in die zweite Halbzeit startete der VfB mindestens auf Augenhöhe – wenn nicht sogar leicht besser. Dann war es aber ein unaufmerksamer Moment, ein sauberer Angriff der Bayern, der den VfB in Rückstand brachte: Nach einem Freistoß flankte Olise von rechts in die Mitte, wo Harry Kane aus fünf Metern viel zu frei und unbedrängt einköpfte (55.). Der Top-Stürmer hatte sich seiner Manndeckung von Jeff Chabot entzogen, wurde von der restlichen VfB-Defensive aber auch zu allein gelassen. Von einer unverdienten Bayern-Führung zu sprechen, wäre zu viel – aber sie kam sicherlich nicht in eine Phase, in der München am Drücker war.

VfB hat nicht mehr die richtige Antwort

Nach einer Pyro-Unterbrechung hatte der FCB direkt die Riesenchance, endgültig auf die Siegerstraße einzubiegen. Diaz zwang Nübel zu einer Parade, Laimer schoss aus sechs Metern über das leere Tor (62.). Jetzt hatte der FC Bayern den VfB dort, wo er ihn haben wollte, konnte die durch Stuttgarter Risiko bedingten Lücken aber erst nicht ausnutzen und hatte Glück, dass Chema Andrés nicht per Kopf ausglich (76.).

Dann war es abermals Harry Kane, der den Unterschied ausmachte: Erst traf er aus 22 Metern noch die Latte, in derselben Aktion spielte Diaz nochmal auf den Stürmer quer. Kane drehte sich um Chema herum und traf zum 0:2 aus Sicht der Stuttgarter (80.). Dieser Treffer kam der Vorentscheidung gleich. Das Ergebnis wurde durch einen Handelfmeter von Kane noch weiter in die Höhe getrieben (90.+2): In der Nachspielzeit sprang Angelo Stiller eine Olise-Flanke an die Hand, Kane verwandelte den fälligen Strafstoß zu einem Endstand, der definitiv zu hoch ausfiel.

VG WORT Zahlpixel