VfB Stuttgart

Borna Sosa und Sasa Kalajdzic: Auf letzter Mission für den VfB Stuttgart

Fußball FC Bayern München vs. VfB Stuttgart
Der VfB Stuttgart liegt vor dem letzten Spieltag der Bundesliga drei Punkte hinter Hertha, wittert plötzlich aber die große Chance. © Pressefoto Baumann

Sasa Kalajdzic und Borna Sosa werden den VfB Stuttgart im Sommer mit ziemlicher Sicherheit verlassen. Davor haben die beiden aber noch eine letzte Mission zu erledigen. Am Samstag will das Traumduo gegen den 1. FC Köln noch einmal abliefern. Und anschießend mit den Fans den Klassenerhalt in der Bundesliga feiern. 

Sasa and Sosa in Love

Es muss Liebe sein. Oder? Zumindest eine wunderbar herzliche Fußballer-Bromance. In München hatte Sasa Kalajdzic auf Vorlage von Borna Sosa das 2:2 erzielt, als die beiden an der Außenlinie gemeinsam jubelten und sich dabei ganz tief in die Augen blickten. Als wollten sie sich noch einmal ihrer besonderen Verbindung zueinander vergewissern. Womöglich auch in dem Wissen: Oft werden wir nicht mehr gemeinsam auf dem Platz stehen.

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Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich Sosa am Samstagnachmittag ein letztes Mal im VfB-Dress nach vorne spielen, mit seinem feinen linken Fuß eine Flanke ins Zentrum auf den Kopf von Kalajdzic schlagen und anschließend mit dem Zweimetermann jubeln wird. Beide stehen nach der Saison vor dem Absprung. Und beide wollen das Kapitel VfB Stuttgart auf keinen Fall mit einem Abstieg beenden. 

Mislintat muss auch in diesem Sommer ein Transfer-Plus erwirtschaften

Im Winter schon gab es konkrete Anfragen für Sosa. Der kroatische Nationalspieler lehnte allerdings ab. Unter der Voraussetzung: Sollte im Sommer ein Klub 25 Millionen Euro auf den Verhandlungstisch legen, darf er den VfB nach vier Jahren verlassen. So zumindest die mündliche Zusage von Sportdirektor Sven Mislintat. Der soll auch in diesem Transfer-Sommer wieder ein Plus von rund 30 Millionen Euro erwirtschaften. Und um diese Summe zu erreichen, wird wohl auch mit dem Einnahmen aus dem Verkauf von Sasa Kalajdzic gerechnet. 

Dass der sympathische Wiener das Schwabenland wieder verlassen wird, scheint ausgemachte Sache. Top-Klubs aus England, Deutschland und Italien gehören zu den Interessenten. Gespräche über eine Vertragsverlängerung beim VfB wurden zuletzt vertagt - und schließlich abgebrochen. Da sein Arbeitspapier auf den 30. Juni 2023 datiert ist, könnte Mislintat also nur noch in diesem Sommer eine Ablösesumme generieren. 20 Millionen Euro schweben den Stuttgartern offensichtlich vor. 

Flanke Sosa, Kopfball Sasa - Tor: Der Stuttgarter Signature Move 

Mit Geld nicht aufzuwiegen sind hingegen die Sympathiepunkte, die sich das kongeniale Duo in den letzten Jahren erarbeitet hat. Flanke Sosa, Kopfball Sasa und Tor - der beliebteste Evergreen der VfB-Fans. Vier der bislang fünf Saisontore von Kalajdzic hat Sosa vorbereitet. Im Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Samstag (14.05.) könnte dieser Stuttgarter Signature Move nun ein letztes Mal zu bestaunen sein. 

Das Stadion ist ausverkauft. „Zusammen mit den Fans werden wir den Kessel brennen lassen“, verspricht Sven Mislintat. Mit einem Sieg gegen die Rheinländer bei einer gleichzeitigen Niederlage der Berliner Hertha in Dortmund wäre der VfB direkt gerettet. Andernfalls geht es mit ziemlicher Sicherheit in die Relegation. 

Zur Not müsste das Duo „Sasa & Sosa“ also noch eine Zugabe geben. Auch damit Trainer Pellegrino Matarazzo mit seiner Prognose aus dem Februar Recht behält: „Sasa weiß, dass er unser Stürmer ist, der uns zum Klassenerhalt schießen wird.“ Am liebsten natürlich auf Vorlage von Borna Sosa. Ein letztes Mal.