VfB Stuttgart

Bundesliga-Auftakt: Wie sich der VfB ein Remis gegen RB Leipzig erkämpft hat

Fußball Bundesliga VfB Stuttgart vs. RB Leipzig
Viel Einsatz, viel Leidenschaft: Der erkämpfte sich zum Liga-Auftakt ein 1:1 gegen RB Leipzig. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat sich im ersten Bundesliga-Spiel der neuen Saison ein 1:1 (1:1) gegen das Spitzenteam RB Leipzig erarbeitet. Dabei präsentierten sich die Weiß-Roten am Sonntagnachmittag (07.08.) kampfstark und leidenschaftlich. Zudem konnten sich die Stuttgarter in den entscheidenden Spielphasen auf ihren starken Torhüter Florian Müller verlassen.   

VfB mit Kalajdzic im Sturm, Karazor auf der Bank

Trainer Pellegrino Matarazzo hatte seine Startformation im Vergleich zum Pokalerfolg in Dresden auf zwei Positionen verändert: Für „Copa-Keeper“ Fabian Bredlow kehrte Stammtorhüter Florian Müller zwischen die Pfosten zurück, im Angriff stürmte Sasa Kalajdzic für Darko Churlinov. Zudem nahm Atakan Karazor auf der Bank Platz. Der Mittelfeldspieler hatte weite Teile der Vorbereitung verpasst, weil er auf Ibiza festgenommen worden war und mehrere Wochen lang in U-Haft gesessen hatte.

Bei RB hatte es nach dem 3:5 gegen die Bayern im Super-Cup drei Wechsel gegeben: Novoa, Raum, Dani Olmo und André Silva ersetzten Simakan, Szoboszlai, Forsberg und Laimer, der aufgrund von Sprunggelenksproblemen gar nicht im Kader stand.

Fanmarsch vor dem Anpfiff, kalte Dusche in der 8. Minute

Mit einem Fanmarsch vom Cannstatter Bahnhof zur Mercedes-Benz-Arena hatten sich tausende Stuttgarter Fans vor dem Anpfiff auf den Liga-Auftakt eingestimmt. Und auf dem Rasen bekam die weiß-rote Anhängerschaft zunächst einen konzentrierten und griffigen VfB zu sehen. 

Doch in der 8. Minute gab es eine eiskalte Dusche: Christopher Nkunku nutzte die erste RB-Chance zur frühen Gästeführung. Ein echter Wirkungstreffer. Der VfB spielte im Nachgang verunsichert, Leipzig hingegen sehr präsent und ballsicher. Da Stuttgart das Zentrum nicht verdichtet bekam, konnte RB seine individuellen Qualitäten ausspielen. 

Ahamada trifft überlegt aus 16 Metern

Nach und nach arbeiteten sich die Schwaben aber zurück in die Partie - und belohnten sich für ihren Einsatz in der 31. Minute mit dem Ausgleichstreffer von Naouirou Ahamada. Der junge Franzose traf nach einem tollen Doppelpass mit Sasa Kalajdzic mit einem überlegten Abschluss in die rechte untere Ecke - sein erster Bundesliga-Treffer. In der Folge entwickelte sich eine munteres, abwechslungsreiches Spiel, das allerdings immer wieder von Schiedsrichter Tobias Stieler unterbrochen wurde. Ein krachender Pfostenschuss aus 20 Metern von VfB-Innenverteidiger Konstantinos Mavropanos bildete den Schlusspunkt der unterhaltsamen ersten Hälfte.  

VfB-Keeper Müller rettet zweimal stark

Die erste dicke Torchance der zweiten 45 Minuten gehörte dann ebenfalls den Gastgebern: Nach einem 60-Meter-Traumpass von Hiroki Ito stand Neuzugang Josha Vagnoman plötzlich frei vor RB-Keeper Gulacsi, vergab aber (49.). Auf der Gegenseite rettete Stuttgarts Schlussmann Florian Müller erst gegen Nkunku (66.) und dann bärenstark gegen Orban (72.). Und so entwickelte sich eine hochinteressante Partie zwischen dem amtierenden Pokal-Sieger und Champions-League-Teilnehmer und dem Fast-Absteiger aus dem Vorjahr.

Der Druck auf die VfB-Defensive nahm dabei kontinuierlich zu, doch die Schwaben verteidigten angetrieben von 46.000 Fans leidenschaftlich. Dringend benötigte Entlastungsangriffe wurden von Leipzig im Keim erstickt. Letztlich überstanden die Stuttgarter aber auch die sechsminütige Nachspielzeit und durften zum Liga-Start mit ihren Fans den hart erarbeiteten Punkt gegen RB Leipzig feiern.

VfB Stuttgart - RB Leipzig 1:1 (1:1)

Stuttgart: Müller - Ito, Anton, Mavropanos - Endo - Silas (90. Perea), Ahamada (90. Karazor), Führich (76. Millot), Vagnoman - Tomas (76. Mola), Kalajzic (64. Churlinov)

Leipzg: Gulacsi - Klostermann, Orban (85. Gvardiol), Halstenberg - Novoa (81. Simakan), Henrichs, Kampl (59. Szoboszlai), Raum, Dani Olmo (85. Forsberg) - Silva (85. Sortloth), Nkunku

Tore: 0:1 Nkunku (08.), 1:1 Ahamada (31.)

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Zuschauer: 46.000

Gelbe Karten: Silas / Tedesco, Sorloth