VfB Stuttgart

Das nächste Top-Talent des VfB: Startelf-Debüt für Naouirou Ahamada gegen den FC Bayern München?

Fußball VfB Stuttgart vs. TSG 1899 Hoffenheim
Das VfB-Talent Naouirou Ahamada kam gegen Hoffenheim für den verletzten Orel Mangala ins Spiel. Gegen den Rekordmeister aus München könnte der 18-Jährige sein Startelf-Debüt feiern. © Pressefoto Baumann

Das Verletzungspech von Mittelfeldspieler Orel Mangala ist womöglich die Chance für einen Teenager. Naouirou Ahamada könnte eine gute Woche vor seinem 19. Geburtstag erstmals in der Startelf des VfB Stuttgart stehen. Die Aufgabe am Samstag kann kaum schwieriger sein.

Der Plan mit Naouirou Ahamada scheint aufzugehen

Er könnte sich womöglich gleich mit dem noch jüngeren Ausnahmetalent Jamal Musiala messen. Er könnte gleich in Zweikämpfen mit 2014er-Weltmeister Thomas Müller verstrickt sein. Einen spannenderen Gegner als den FC Bayern München kann man sich für seine Premiere in der Startelf eines Fußball-Bundesligisten kaum wünschen. Genau das könnte der erst 18 Jahre alte Naouirou Ahamada im Auswärtsspiel des VfB Stuttgart am Samstag (ab 15.30 Uhr im ZVW-Liveticker) erleben.

«Ich kann nicht vorausschauen, ob Rino ihm einen Startelfeinsatz gibt gegen Bayern», sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat zur anstehenden Entscheidung von Trainer Pellegrino Matarazzo, traut dem Youngster die Herausforderung aber zu: «Das ist natürlich schon ein außergewöhnlicher Platz, um in der Bundesliga sein Startelf-Debüt zu feiern. Klar ist aber auch: Der Junge hat die Qualität, zu spielen.»

Den 48-Jährigen freut das «unheimlich», denn sein Plan mit dem jungen Franzosen scheint aufzugehen. Anfang Oktober - kurz vor dem Ende der Transferperiode - hatte Mislintat den defensiven Mittelfeldspieler von Juventus Turin zu den Schwaben geholt. Der VfB hat den französischen U19-Nationalspieler, 1,83 Meter groß, geboren in Marseille, der bei Juventus in der U23 spielte, bis zum Sommer ausgeliehen und sich eine Kaufoption gesichert. Mislintat rühmte ihn bei der Verpflichtung als «eines der Toptalente in Frankreich» im Jahrgang 2002.

Ahamada kam als ein Spieler für die Zukunft. Er soll sich entwickeln und in die Rollen von Wataru Endo und Orel Mangala im Mittelfeld hineinwachsen. Der Transfer gehört zu Mislintats Strategie, dass der nächste junge Spieler mehr ins Rampenlicht rückt, sollte ein anderer - etwa Mangala - abgeworben werden. Weil Mangala nun verletzt ausfällt, könnte der 26. Spieltag einen Eindruck auf die Zukunft geben und Ahamada nach zwei Einwechslungen erstmals von Beginn an spielen. Mangalas Muskelfaserriss ist vielleicht seine Chance.

Ahamada dürfte mit seinem Hoffenheim-Auftritt Pluspunkte gesammelt haben

Als sich die belgische Stammkraft beim 2:0 am Sonntag gegen die TSG 1899 Hoffenheim kurz vor der Halbzeit verletzte, brachte Matarazzo den Teenager, der am 29. März 19 Jahre alt wird. Bei seinem ersten Einsatz beim 2:5 in Leverkusen hatte sich Ahamada einen schwerwiegenden Fehlpass geleistet, nun bilanzierte Mislintat: «Ich glaube, dass er ein sehr, sehr schlaues Spiel gemacht hat.» Ahamada habe «eindrucksvoll bewiesen, dass er kicken kann». Er könne allerdings «noch ein wenig aggressiver» in Zweikämpfen sein.

Natürlich hat Matarazzo für Samstag Alternativen. Er könnte auch auf Atakan Karazor setzen oder Kapitän Gonzalo Castro ins defensive Mittelfeld schieben. Ahamada dürfte aber mit dem Hoffenheim-Auftritt Pluspunkte gesammelt haben. Der 18-Jährige habe «sehr mutig» gespielt und «gut verteidigt», meinte Matarazzo. Er habe zwar «vielleicht den einen oder anderen Abspielzeitpunkt verpasst», schränkte er ein, lobte aber: «Seine Körpersprache und seine Präsenz haben mir richtig gut gefallen.» Beides dürfte auch bei den Bayern wichtig sein.