VfB Stuttgart

Das wird aus den VfB-Leihspielern

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Carlos Mané wird nach seiner Knie-OP mindestens für sechs Monate ausfallen. © Danny Galm

Stuttgart. Neben den dem neuen Ausrüster, gab Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke am Montag auch einen Einblick in die weiteren Planungen für die neue Saison. Konkret ging es um die Zukunft der VfB-Leihspieler.

Grundsätzlich wird kein vom VfB verliehener Profi in die schwäbische Landeshauptstadt zurückkehren. „Für alle gibt es neue Lösungen“, verkündete Reschke.

Anto Grgic bleibt in der Schweiz

Der vom VfB an seinen Heimatverein Club Estoril Praia verliehene Linksverteidiger Ailton wird „aller Voraussicht nach“ in Portugal bleiben. „Wir sind mit einem großen portugiesischen Verein, der international spielt, sehr weit“, erklärte Reschke.

Der 23-jährige Brasilianer war im Sommer 2017 nach Stuttgart gekommen und wird seinen bis 2021 laufenden Vertrag wohl nicht erfüllen.

Mit Mittelfeldspieler Julian Green, den die Schwaben im Sommer 2017 an den Zweitligisten Fürth verliehen haben, plant Reschke ebenfalls nicht. „Wir haben mit der SpVgg Greuther Fürth schon erste Gespräche geführt. Es gibt aber auch einen weiteren Interessenten. Fürth hat ebenfalls schon großes Interesse angemeldet.“ Julian Greens Zukunft liegt nicht beim VfB.

Automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, hat sich die Leihe von Anto Grgic zum FC Sion. Der 21-jährige Mittelfeldspieler kam 2016 vom FC Zürich zum VfB Stuttgart und erhielt einen Vertrag bis 2020.

Im Sommer 2017 wurde Grgic von Ex-Sportvorstand Jan Schindelmeiser zum FC Sion ausgeliehen. Mit dem Team von Trainer Maurizio Jacobacci hat Grgic nun den Klassenverbleib in der Schweizer Super League perfekt gemacht, wodurch sich das Leihgeschäft um ein weiteres Jahr verlängert hat.

Was wird aus Jan Kliment?

Ein langfristige Lösung mit Brondby IF strebt Michael Reschke in der Personalie Jan Kliment an. Der 24-jährige Stürmer wechselte 2015 aus der tschechischen Liga zum VfB Stuttgart. 2016 wurde der Stürmer dann zu Bröndby IF ausgeliehen wurde.

Obwohl der Angreifer aktuell verletzt ist (Außenbandanriss) will Bröndby-Trainer Alexander Zorniger den Tschechen halten. Eigentlich müsste Kliment zum 30. Juni wieder zurück nach Stuttgart, doch Michael Reschke sucht nach einer Lösung. „Die Aussichten, dass Jan in Dänemark bleiben kann, sind sehr gut.“

Ebenezer Ofori, der im Winter 2018 an den New York City FC verliehen wurde, bleibt auf jeden Fall bis zum Jahresende in der Metropole an der amerikanischen Ostküste. Reschke: „Die ersten sportlichen Rückmeldungen sind sehr positiv. New York kann sich zudem eine längere Leihe vorstellen.“

Zimmer und Werner steigen in die Bundesliga auf

Auch die sportliche Zukunft von Abwehrspieler Jérôme Onguéné liegt nicht beim VfB Stuttgart. Aktuell ist der französische U-20-Nationalspieler an den FC Salzburg verliehen. Der Leihvertrag läuft noch bis zum 30. Juni, Salzburg besitzt eine Kaufoption.

Für die Salzburger kam der 20-Jährige in 23 Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte fünf Tore. „Wir sind mit Salzburg und zwei anderen Clubs im Austausch“, sagte Reschke.

Hans Nunoo Sarpei, der seit dem Sommer 2017 an den serbischen Erstligisten FK Senica verliehen ist, wird den VfB definitv zum 30. Juni diesen Jahres verlassen. „Auch für ihn gibt es Interessenten. Es ist noch nicht klar, ob er beim FK Senica bleibt“, erklärte Michael Reschke.

Tobias Werner (Nürnberg) und Jean Zimmer (Düsseldorf) sind mit ihren Leihvereinen in die Bundesliga aufgestiegen. Beide werden sicher nicht zum VfB zurückkehren. „In Zusammenarbeit mit dem 1. FC Nürnberg werden wir in den nächsten Wochen eine gute Lösung finden“, sagte Michael Reschke und erklärte in Bezug auf die Personalie Jean Zimmer: „ Es gab schon erste gute Gespräche mit Düsseldorf. In den nächsten Tagen wird es Vollzug geben.“

Asano zurück zu Arsenal

Doch der VfB Stuttgart hat nicht nur selbst Spieler verliehen, sondern hat gleich vier ausgeliehene Spieler in seinem Kader. Takuma Asano wird nach dem Ablauf der zweijährigen Leihe zu seinem Stammverein Arsenal London zurückkehren. „Takuma ist ein ganz wunderbarer Junge, wenn die Rückrunde auch für ihn sehr schwierig war“, lobte Michael Reschke den Japaner, der in den letzten Monaten kaum mehr eine Rolle gespielt hatte.

Mittelfeldspieler Dzenis Burnic wird wie vereinbart nach einem Jahr zurück nach Dortmund gehen. „Er hat eine gute Vorstellung hier bei uns abgegeben“, so Michael Reschke über den deutschen U-20-Nationalspieler.

Die Personalie Carlos Mané: "Das wird in jedem Fall schwer"

Ebenfalls von Borussia Dortmund kam im Winter 2018 der Däne Jacob Bruun Larsen. Auch der flexible Offensivspieler habe einen „herausragenden Eindruck“ hinterlassen. „Wie er im Training und von seiner Persönlichkeit aufgetreten ist, ist für sein Alter außergewöhnlich“, lobte Michael Reschke.

Eine weiteres Leihgeschäft wäre zumindet aus Stuttgarter Sicht denkbar. Der BVB lehnt aber zum jetzigen Zeitpunkt ab. „Wir wären froh, wenn er nächstes Jahr für den VfB aktiv wäre“, sagte Reschke.

Gleiches gilt für den seit 13 Monaten verletzten Carlos Mané. Sportvorstand Reschke hat schon zahlreiche Gespräche mit ihm und seinem Berater geführt. Im Sommer endet das Leihgeschäft zwischen dem VfB und Sporting Lissabon.

„Wir können uns gut vorstellen noch einmal eine Leihe mit Kaufoption auszuhandeln“, sagte Reschke. „Wir befürchten aber, dass es an den finanziellen Vorstellungen von Sporting scheitern könnte. Das wird in jedem Fall schwer.“