VfB Stuttgart

Deftige 0:4-Niederlage: VfB Stuttgart gegen starke Leipziger chancenlos

Fußball Bundesliga RB Leipzig vs. VfB Stuttgart
Für Mateo Klimowicz und den VfB Stuttgart gab es in Leipzig nichts zu holen: Gegen die Roten Bullen setzte es eine deftige 0:4-Niederlage. © Pressefoto Baumann

Nach dem Traumstart gegen Greuther Fürth ist der VfB Stuttgart bei seinem Auswärtsspiel gegen RB Leipzig hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Gegen das Team von US-Trainer Jesse Marsch hagelte es eine deutliche 0:4-Niederlage. Gegen starke Leipziger waren die Stuttgarter über die gesamte Spielzeit ohne Chance. Für das Heimteam trafen Dominik Szoboszlai (38./52.), Emil Forsberg (46.) und André Silva (65.), vom VfB kam offensiv so gut wie nichts.

Leipzig dominant, Fehler von Kempf leitet das 1:0 ein

Trotz dem starken Saisonstart der Gäste aus Stuttgart waren die Rollen vor dem Auswärtsspiel klar verteilt: Das Heimteam aus Leipzig war Favorit und wollte nach der Niederlage in Mainz endlich die ersten Punkte der Saison einfahren. Zudem konnten die Roten Bullen um Coach Jesse March aus dem Vollen schöpfen, während der VfB in Karazor, Coulibaly, Katompa Mvumpa und Mangala auf namhafte Spieler verzichten musste. Mit Stürmer Sasa Kalajdzic war immerhin der Stuttgarter Toptorjäger wieder im Kader.

Dass die Leipziger etwas gutzumachen hatten, merkte man schon in den ersten Spielminuten: Das Heimteam dominierte die Anfangsphase deutlich und kam durch Emil Forsberg (5.) und André Silva (8.) zu ersten Chancen. Das Problem der Schwaben: Sie wirkten zu schläfrig, kamen kaum in die Zweikämpfe und liefen dadurch oft hinterher. Zudem funktionierte das Gegenpressing der Roten Bullen, zu schnell gaben die Stuttgarter den Ball wieder her.

So kam Leipzig in der Folge zu vielen Chancen, ein Tor der Heimmannschaft lag in der Luft. Einzig Torhüter Florian Müller war es zu verdanken, dass die Null noch stand. Das änderte sich nach 38 Minuten, als Dominik Szoboszlai nach einer missglückten Abwehraktion von Marc Oliver Kempf freie Bahn hatte. Sein Schuss von der rechten Strafraumkante schlug im linken Toreck ein, Keeper Müller war chancenlos. Folglich gingen die Leipziger mit einer hochverdienten 1:0-Führung in die Pause, 16 zu vier Torschüsse standen nach 45 Minuten zu Buche. 

Leipziger Doppelschlag bricht VfB das Genick

Egal, welche Pläne Trainer Pellegrino Matarazzo in der Pause schmiedete - nach 16 Sekunden in Halbzeit zwei konnten die Stuttgarter diese schon wieder abhaken. Nach einer traumhaften Kombination über Nkunku und Silva spitzelte Emil Forsberg die Kugel an Keeper Florian Müller vorbei zum 2:0. Nun hatte Leipzig Blut geleckt: Nur ein paar Minuten später klingelte es erneut im Kasten der Gäste. An der linken Seitenlinie trat Dominik Szoboszlai aus rund 30 Metern zum Freistoß an, sein scharf getretener Ball landete ohne Berührung im langen Eck. Dem Torhüter kann hier zumindest eine Teilschuld gegeben werden.

Anstatt sich mit der souveränen Führung zufrieden zu geben, spielte Leipzig einfach weiter. Der oft unglücklich wirkende Marc Oliver Kempf bekam einen Schuss im Strafraum an den linken Arm, Referee Florian Badstübner zeigte sofort auf den Punkt. Torjäger André Silva trat zum Elfmeter an und stellte zielsicher auf 4:0.

Gut für den VfB, dass Leipzig-Coach Jesse Marsch in der Folge durch viele Wechsel Tempo aus dem Spiel nahm. Auf Stuttgarter Seite kam Sasa Kalajdzic nach seiner Corona-Erkrankung zurück aufs Feld, Neuzugang Enzo Millot durfte seine ersten Bundesliga-Minuten schnuppern. In der Nachspielzeit blieb den VfB-Fans kurz die Luft weg: Stürmer Sasa Kalajdzic blieb nach einer Leipziger Ecke mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. Erste Diagnose: Schulter asugekugelt. Aus Stuttgarter Sicht kann man nur hoffen, dass Kalajdzic nach der schweren Verletzung von Mo Sankoh schnell wieder auf die Beine kommt.

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RB Leipzig - VfB Stuttgart 4:0 (1:0)

Leipzig: Gulasci - Klostermann, Orban (76. Mukiele), Simakan, Gvardiol - Adams, Haidara (68. Laimer) - Szoboszlai (68. Sabitzer), Forsberg, Nkunku (82. Poulsen) - Silva (68. Hwang)

Stuttgart: Müller - Kempf, Anton, Mavropanos (84. Stenzel) - Massimo, Förster (81. Thommy), Klement (73. Millot) , Endo, Sosa - Klimowicz (73. Kalajdzic) - Al Ghaddioui (46. Didavi)

Tore: 1:0 Szoboszlai (38.), 2:0 Forsberg (46.), 3:0 Szoboszlai (52.), 4:0 Silva (65.)

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)

Zuschauer

Gelbe Karten: / Kempf (64.), Förster (68.), Mavropanos (71.)