VfB Stuttgart

Deniz Undav erzielt Siegtor gegen Ghana: Das DFB-Fazit für die fünf VfB-Profis

Deniz Undav jubelt nach seinem Tor zum 2:1 für Deutschland gegen Ghana (links im Bild).
Deniz Undav jubelt nach seinem Tor zum 2:1 für Deutschland gegen Ghana (links im Bild). © Volker Mueller

Stuttgart. Die Deutsche Nationalmannschaft hat das letzte Testspiel vor der Weltmeisterschaft im Sommer gegen Ghana mit 2:1 (1:0) gewonnen. Siegtorschütze: Deniz Undav. Vom VfB Stuttgart standen fünf Profis im DFB-Kader: Alexander Nübel, Angelo Stiller, Chris Führich, Josha Vagnoman und der eben erwähnte Torschütze zum 2:1. Im „Heimspiel“ gegen die Ghanaer in Stuttgart standen Nübel und Stiller in der Startelf, Undav, Führich und Vagnoman wurden eingewechselt. Wir erklären, wie erfolgreich (oder nicht erfolgreich) die Länderspiele für die VfB-Profis abliefen.

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VfB Stuttgart: Fünf Nationalspieler gegen Ghana im DFB-Kader

Alexander Nübel: Der VfB-Keeper wird als Nummer zwei zur WM fahren. Diese Rolle verfestigte sich in den beiden März-Länderspielen nochmals: Gegen die Schweiz startete Oliver Baumann, gegen Ghana bekam dann Alexander Nübel das Vertrauen von Julian Nagelsmann – als Belohnung für die guten Leistungen im VfB-Dress. Der Schlussmann der Schwaben konnte sich gegen Ghana zwar kaum auszeichnen und musste einmal hinter sich greifen, hat den Job als zweiter Keeper aber sicher. Alexander Nübel wird zur WM fahren.

Angelo Stiller: Der Denker und Lenker des VfB-Spiels wurde zunächst nicht von Nagelsmann nominiert, was auf viel Unverständnis stieß. Nach den Verletzungen von Nmecha und Pavolvic wurde Stiller nachnominiert – und startete sowohl gegen die Schweiz als auch gegen Ghana. Der VfB-Profi nutzte seine Chance, spielte mit viel Übersicht und Ruhe. Außerdem agierte als Ballverteiler im Mittelfeldzentrum der Nationalmannschaft und schlug gegen Ghana die Ecken. Stiller war also sofort ein Fixpunkt in der DFB-Elf und holte gegen Ghana sogar einen Elfmeter heraus. Der Stuttgarter zeigte (bis auf die Szene vor dem 0:1 gegen die Schweiz) zwei starke Leistungen und sollte bei der Weltmeisterschaft dabei sein. Vor allem, wenn Felix Nmecha länger ausfällt.

Deniz Undav: VfB-Stürmer bekommt nur 45 Minuten Spielzeit

Deniz Undav: Der VfB-Stürmer hatte sich die Länderspiele sicher anders vorgestellt. Als bester deutscher Stürmer (18 Ligatore) stand Undav erwartungsgemäß im Aufgebot von Julian Nagelsmann. Gegen die Schweiz verzichtete der Bundestrainer aber komplett auf den Angreifer, gegen Ghana wurde Undav erst zur zweiten Halbzeit für Kai Havertz eingewechselt. Der VfB-Profi hatte in der zweiten Halbzeit im Sturm einen schweren Stand, bekam kaum Bälle und wurde von seinen Mitspielern nicht in Szene gesetzt. Doch dann war er da: In der 89. Minute traf der Stürmer zum 2:1 für Deutschland. So ist er eben, der Deniz Undav – und deshalb muss der VfB-Angreifer mit zur WM. Ohne Wenn und Aber. Am Ende war es also dann doch eine erfolgreiche DFB-Zeit für Undav.

Chris Führich: Der Flügelspieler wurde für den verletzten Felix Nmecha nachnominiert. Schon vor den beiden Länderspielen war klar: Der VfB-Profi befindet sich „nur“ in der Rolle des Ersatzspielers und des Herausforderers. Dass Führich gegen die Schweiz nicht zum Einsatz kam, war wenig überraschend. Gegen Ghana wurde Führich dann aber für die letzten 30 Minuten eingewechselt, der VfB-Profi blieb aber weitestgehend blass. Sollte sich Führich im Training gut präsentiert haben, dürften die Chancen des Stuttgarters, zur WM zu fahren, trotzdem leicht gestiegen sein.

Josha Vagnoman: Etwas überraschend wurde der VfB-Verteidiger vom Bundestrainer für die März-Länderspiele nominiert. Nagelsmann stellte dem Stuttgarter auf der Pressekonferenz im Rahmen der Nominierung sogar in Aussicht, dass Vagnoman als Ersatz für Joshua Kimmich zur WM fahren könnte. Da beim Bundestrainer aber (verständlicherweise) die Devise „Kimmich spielt immer“ gilt, kam Josha Vagnoman nur gegen Ghana für rund 30 Minuten zum Einsatz. Der Verteidiger verlor vor dem 1:1 der Ghanaer den entscheidenden Zweikampf und verschuldete damit direkt den Ausgleich (70.). Das war nicht unbedingt ein Bewerbungsschreiben für einen Platz im WM-Kader. Klar ist aber auch: Anhand dieser einen Szene wird sich Nagelsmann nicht für oder gegen Josha Vagnoman entscheiden. Der VfB-Profi dürfte die kurze Heimreise daher mit gemischten Gefühlen antreten.

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