VfB Stuttgart

Didavi sorgt für viel Wirbel, Kempf schwach: Die Einzelkritiken zur VfB-Niederlage gegen den BVB

Fußball VfB Stuttgart vs. BVB Dortmund
Brachte Schwung in die Partie und sorgte für den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich: VfB-Profi Daniel Didavi. © Pressefoto Baumann

Die Stuttgarter boten dem BVB in einem wilden Schlagabtausch lange Paroli, mussten sich nach starkem Kampf aber mit einer 2:3-Niederlage abfinden. Die Elf von Trainer Pellegrino Matarazzo ließ sich auch nach den beiden Nackenschlägen kurz nach der Pause nicht unterkriegen und glaubte weiter an ihre Chance. Eine knappe Niederlage gegen die Borussen, ein Punkt wäre verdient gewesen.

Wie sich die VfB-Profis geschlagen haben, erfahren Sie in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Musste gegen Dortmund öfter hinter sich greifen, als ihm lieb ist. War an keinem der Gegentreffer schuld, hielt was es zu halten gab - Note: 3

Marc Oliver Kempf: Führte den VfB als Kapitän aufs Feld. Hatte mit dem dritten Dortmunder Angreifer, Gio Reyna, mehr Probleme als seine Nebenmänner. Sah vor dem 2:1 nicht gut aus, als er sich billig tunneln ließ. Außerdem fällte er den jungen US-Amerikaner böse und sah zu Beginn der 2. Halbzeit Gelb. Leistete sich viele Unaufmerksamkeiten - Note: 4

Waldemar Anton: Hatte gegen Stürmerstar Erling Haaland alle Hände voll zu tun, versuchte das Norweger Kraftpaket durch frühes Pressing zu stören. Machte ein starkes Spiel im Zentrum, erstickte viele Angriffe der Dortmunder im Keim. Konnte seine Dreier-/Viererkette in der Schlussphase aber nicht mehr zusammenhalten. Starker Spieleindruck wird von schwacher Zweikampfquote getrübt (33 Prozent) - Note: 2,5

Dinos Mavropanos: Hatte mit Dortmunds Kapitän Marco Reus eine harte Nuss zu knacken, konnte den deutschen Nationalspieler aber meist unter Kontrolle halten. Seine Zweikampfquote war ausbaufähig (50 Prozent), wurde nach eine Stunde ausgewechselt - Note: 3,5

Borna Sosa: Wie schon im Spiel gegen Werder Bremen sorgte sein linker Zauberfuß für das 1:0: In der 17. Minute schlug er eine punktgenaue Flanke auf seinen Co-Star Kalajdzic, der zur Führung einköpfte. War aber zu oft im Vorwärtsgang, ließ Kempf gegen Reyna meist allein - Note: 2,5

Wataru Endo: War ungewohnt unauffällig gegen ein starkes Dortmunder Mittelfeld. Gewann nur 36 Prozent seiner direkten Duelle, konnte in der wilden Schlussphase nicht mehr als Stabilisator dienen. Schaltete sich ein paar Mal offensiv ein, es gab aber schon bessere Spiele des Japaners - Note: 3

Philipp Förster: War gewohnt viel unterwegs und verhinderte durch konsequentes Zulaufen der Schnittstellen den Dortmunder Spielaufbau. Wie so oft kam dabei spielerisch zu wenig herum - Note: 3

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Atakan Karazor: Rückte kurzfristig für den verletzten Kapitän Gonzalo Castro in die Startelf. Hatte zu Beginn Probleme, in den Spielrhythmus zu kommen. Störte vor dem 2:3 durch Knauff zu zögerlich, machte aber ein gutes Spiel und lief am meisten (11,97 Kilometer) - Note: 2,5

Tanguy Coulibaly: Hatte in der 66. Minute die dicke Chance auf den 2:2-Ausgleich, setzte den Ball aber völlig frei neben den Kasten von Marvin Hitz. War ansonsten bemüht, Silas Wamangituka zu ersetzen - das gelang ihm aber zu selten. Bemühte sich, es kam aber zu wenig dabei rum. Schöner Pass vor dem 2:2 - Note: 3,5

Mateo Klimowicz: Wirkte gegen die Dortmunder oft überfordert. Kam immer wieder gut in den Zwischenräumen an den Ball, oft scheiterte es am letzten Pass. Konnte zudem körperlich selten dagegenhalten, gewann nur 25 Prozent seiner Zweikämpfe. Wurde klassisch abgekocht, aus dem Spiel kann er lernen. Nach 60 Minuten ausgewechselt - Note: 4,5

Sasa Kalajdzic: Flanke, Kopfball, Tor – kein Satz beschreibt den Österreicher besser. Wieder mal sorgte der schlaksige Stürmer per Kopf für das 1:0. Hatte es in einem temporeichen Spiel als Wandspieler aber schwer, mühte sich gegen Akanji und Co. oft vergeblich ab. Hatte in Halbzeit zwei keinen Torschuss mehr - Note: 2,5

Daniel Didavi (ab der 61. Minute für Mateo Klimowicz):  Brachte gute Impulse nach seiner Einwechslung. Erzielte den Ausgleich mit einem schönen Linksschuss - Note: 2,5

Pascal Stenzel (ab der 61. Minute für Dinos Mavropanos): Agierte als Rechtsverteidiger in der neuen Viererkette. War offensiv mehr gefragt, als defensiv. Das 3:2 fiel aber über seine Seite - Note: Ohne Bewertung

Erik Thommy (ab der 68. Minute für Philipp Förster): Ohne Bewertung

Darko Churlinov (ab der 86. Minute für Marc Oliver Kempf): Ohne Bewertung

Philipp Klement (ab der 86. Minute für Tanguy Coulibaly): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form