VfB Stuttgart

„Einfach mal den Mund halten“: Das steckt hinter dem Torjubel von Deniz Undav

Deniz Undavs Torjubel gegen Gladbach war an seine Kritiker gerichtet.
Deniz Undavs Torjubel gegen Gladbach war an seine Kritiker gerichtet. © Julia Rahn

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat Borussia Mönchengladbach klar mit 3:0 besiegt. Nach einem gehaltenen Elfmeter von Alexander Nübel ließen die Stuttgarter im Borussia-Park nichts mehr anbrennen und konnten drei ungefährdete Punkte einfahren. Auch Deniz Undav erzielte ein Tor zum 3:0 und zeigte danach einen kuriosen Torjubel. Wir erklären, was dahinter steckt.

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VfB Stuttgart: Deniz Undav reagiert auf harte Kritik

In typischer Stürmermanier nahm Deniz Undav in der 75. Minute den Ball an, drehte sich aus rund 14 Metern auf und schoss den Ball zum 3:0 ins Gladbacher Tor. Borussia-Keeper Nicolas war zwar noch dran, konnte den Schuss aber nicht mehr um den Pfosten lenken. Danach lief der VfB-Stürmer zum Jubeln in die Fankurve – und machte dabei mehrmals eine kuriose Geste.

Mit der rechten Hand zeigte Deniz Undav die typische Handbewegung, die man macht, wenn man sich über das Gerede anderer Menschen echauffiert: Die Hand geht mit dem Daumen an den ausgestreckten Fingern auf und zu und steht sinnbildlich für Öffnen und Schließen des Mundes. Mit der linken Hand schlug der Stürmer immer wieder auf die rechte Hand und signalisiert damit: Euer Gerede interessiert mich nicht – eine deutliche Message.

Deniz Undav: Ich war bei Fans wieder „der schlechteste Stürmer“

Nach dem Spiel äußerte sich der Stürmer am Dazn -Mikrofon zu dem Torjubel und erklärte, dass er damit auf die harsche Kritik an seinen Leistungen in den Spielen gegen Union Berlin und AS Rom reagieren wollte. „Ich war wieder der schlechteste Stürmer nach zwei Spielen, nur weil ich ein paar Chancen nicht reingemacht habe. Welcher Stürmer macht denn jede Chance rein? Sowas passiert halt. Alle reden viel, auch die Medien.“

In den Wochen zuvor hat der Stürmer über zehn Tore erzielt und verstehe daher die Kritik nicht: „Was ich seit November gemacht habe weiß jeder.“ Doch nach nur zwei Spielen müsse sich Deniz Undav dann wieder Kommentare anhören wie „schlechtester Stürmer“ oder „der kann nichts“. Da der Nationalspieler nach seiner Einwechslung gegen Gladbach wieder einen Treffer erzielen konnte, wollte der Stürmer mit seinem Torjubel klar machen: „Einfach mal den Mund halten.“

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