VfB Stuttgart

Einzelkritiken zum 0:3 bei Arminia Bielefeld: Beim VfB stimmen Aufwand und Ertrag nicht

Fußball Bundesliga DSC Arminia Bielefeld vs. VfB Stuttgart
Mateo Klimowicz und der VfB Stuttgart investierten gegen Arminia Bielefeld eine Menge, mussten letztlich aber mit leeren Händen nach Hause fahren. © Pressefoto Baumann

Armina Bielefeld hat den Siegeszug des VfB Stuttgart durch fremde Stadien vorerst gestoppt und einen weiteren Schritt Richtung Klassenverbleib getan. Mit dem 3:0 (1:0) über das bisher auswärtsstärkste Team der Fußball-Bundesliga festigten die Ostwestfalen im Aufsteiger-Duell ihre Position jenseits der Abstiegsplätze und erzielten erstmals in dieser Saison drei Treffer in einem Spiel. Beim VfB hingegen standen Aufwand und Ertrag nicht im richtigen Verhältnis.

Die Stuttgarter Profis in den Einzelkritiken unserer Redaktion

Gregor Kobel: Sicher mit dem Ball am Fuß, gute Abstimmung mit seinen Vorderleuten. Ansonsten wenig geprüft und chancenlos bei allen drei Gegentoren. Verhinderte mit einer Monster-Parade gegen Fabian Klos einen weiteren Gegentreffer (58.) - Note: 3

Pascal Stenzel: Schlechtes Stellungsspiel vor dem 0:1. Im Offensivspiel nur selten eingebunden. Ein dürftiger Auftritt - Note: 4

Waldemar Anton: Gutes Timing im Luftzweikampf. Im Glück, als der sich in der 29. Minute von Cordova vernaschen ließ. Konnte die an diesem Abend wackelige Stuttgarter Hintermannschaft nicht entscheidend stabilisieren - Note: 4

Marc-Oliver Kempf: Führte die Mannschaft in Ostwestfalen als Kapitän aufs Feld und spielte einige tolle Flugbälle. Unglückliches Eigentor kurz nach Wiederanpfiff und auch sonst mit einigen Wacklern - Note: 4

Borna Sosa: Gewohnt offensiv unterwegs, zudem mit ordentlichen Standards. Allerdings fehlte zu oft die Präzision. Verlor Klos vor dem 0:1 aus den Augen und agierte vor dem 0:2 viel zu passiv - Note: 5

Orel Mangala: Von Bielefeld gut aus dem Spiel genommen und daher kaum Impulse für die Offensive. Weiter mit einigen unnötigen Ballverlusten. Da geht deutlich mehr - Note: 4

Wataru Endo: Der Japaner hatte wie immer viele Ballaktionen. Zudem eine gute Übersicht, starke Zweikampfwerte und war immer anspielbar. Alleine Aufwand und Ertrag passten an diesem Spieltag - wie insgesamt beim VfB - nicht zusammen. Rückte in Durchgang zwei als Quarterback in die Dreierkette - Note: 3

Philipp Förster: Das Spiel lief lange Zeit am Mittelfeldspieler vorbei. Nach toller Vorarbeit von Klimowicz einen Schritt zu spät (24.), abgefälschter Schuss kein Problem für Bielefeld-Keeper Ortega (39.). Konnte so seine Chance in der Startelf nicht nutzen - Note: 4,5

Tanguy Coulibaly: Fleißig auf dem rechten Flügel- allerdings ohne Durchschlagskraft - Note: 4

Mateo Klimowicz: Bis auf ein tolles Solo (24.) erneut ein unauffälliger und wirkungsloser Auftritt des jungen Argentiniers. Tauchte in Halbzeit zwei ab, steckte aber zu keinem Zeitpunkt auf  - Note: 4

Sasa Kalajdzic: Ackerte nimmermüde in der Sturmspitze, war aber häufig von den Versorgungswegen abgekappt. Großchance in der 16. Minute versiebt. Rieb sich in zahlreichen intensiven Duellen auf und scheiterte in der 72. Minute noch einmal am bärenstarken Bielefelder Schlussmann Ortega - Note: 4

Einwechselspieler

Roberto Massimo (ab der 57. Minute für Pascal Stenzel): Belebte das Angriffsspiel mit seiner Unbekümmertheit. Gute Chance zum Anschlusstreffer (70.) - Note: 3

Philipp Klement (ab der 57. Minute für Tanguy Coulibaly): Fand sich nach seiner Einwechslung nur schwer zurecht und agierte vor dem 0:3 im Zweikampf gegen Doan zu passiv - Note: 4,5

Daniel Didavi (ab der 64. Minute für Philipp Förster): Brachte noch einmal frischen Schwung und neue Impulse für das Stuttgarter Offensivspiel, allerdings letztlich ohne Erfolg - Note: -

Darko Churlinov (ab der 64. Minute für Borna Sosa): Hatte kaum nennenswerte Aktionen - Note: -

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form