VfB Stuttgart

Einzelkritiken zum VfB-Sieg gegen Augsburg: Bredlow bärenstark, Förster fleißig, Sosa schlampig

Fußball VfB Stuttgart vs. FC Augsburg
Zeigte gegen den FC Augsburg eine starke Leistung: VfB-Keeper Fabian Bredlow. © Pressefoto Baumann

Die Lage des FC Augsburg im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hat sich auch durch die Rückkehr von Markus Weinzierl nicht entschärft. Mit dem Trainer-Nachfolger von Heiko Herrlich verlor der FCA am Freitag mit 1:2 (0:1) beim VfB Stuttgart und wartet nun seit fünf Spielen auf einen Sieg. Philipp Förster (11. Minute) und Sasa Kalajdzic (74.) sorgten mit ihren Treffern für den Erfolg des Aufsteigers, der seine Mini-Chance auf die Teilnahme am Europapokal wahrte. Für Augsburg war der Ausgleich durch Florian Niederlechner (59.) zu wenig. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt vor den Spielen der Konkurrenz am 32. Spieltag drei Punkte.

Die Stuttgarter Profis in den Einzelkritiken unserer Redaktion

Fabian Bredlow: Da Stammkeeper Gregor Kobel aufgrund von Rückenproblemen passen musste, kam Bredlow am Freitagabend zu seiner Bundesliga-Premiere im VfB-Dress. Gute Parade gegen einen strammen Khedira-Schuss (19.), klasse im Duell mit Richter (26./45.) und ohne Probleme gegen Vargas (37.). Chancenlos beim 1:1 durch Niederlechner (58.). Ein bärenstarker Auftritt der etatmäßigen Nummer zwei - Note: 1,5

Marc Oliver Kempf: War an diesem Spieltag der beste Mann in der VfB-Abwehrkette. 90 Prozent Zweikampf-, 88 Prozent Passquote. Dennoch wackelte die Hintermannschaft einige Male bedenklich- Note: 3

Waldemar Anton: Vor dem 1:1 übte er keinen Druck auf Flankengeber Oxford aus, was zum insgesamt eher durchwachsenen Auftritt des Innenverteidigers passte. Nur magere 38 Prozent seiner direkten Duelle konnte er für sich entscheiden. Da geht deutlich mehr - Note: 4

Konstantinos Mavropanos: Kam direkt gut in die Partie. Musste nach einem Zusammenprall mit Massimo behandelt werden (15.), konnte aber zunächst weiter spielen. Zur Halbzeit aber blieb der Grieche wegen Adduktorenproblemen in der Kabine - Note: 3

Borna Sosa: Frisch eingebürgert wurde er auf der linken Außenbahn vom FCA häufig früh angelaufen. Vor dem 1:1 kam er gegen Richter zu spät, zudem leistete er sich einige schlampige Abspiele. Insgesamt ein unauffälliger Auftritt des Neu-Deutschen - Note: 3,5

Wataru Endo: Der Japaner ackerte gewohnt zuverlässig im Zentrum. Klärte Schüsse, stopfte Löcher und warf sich in die Zweikämpfe. Zudem sorgte ab und an mit mutigen Dribblings für Wirbel. Dennoch gelang es ihm häufig nicht, die FCA-Angriffe vor dem Strafraum zu brechen - Note: 3

Philipp Klement: Späte Startelf-Premiere für den Mittelfeldspieler, der in dieser Saison bislang kaum zu Zug kam. Gegen Augsburg durfte er auf der Doppelsechs an der Seite von Endo ran. Die Chance, sich mit einem guten Auftritt für weitere Einsätze auch im Hinblick auf die neue Saison zu empfehlen, konnte er nutzen. Immer wieder kamen gute Impulse für das Stuttgarter Offensivspiel, zudem scheute er keinen Zweikampf - Note: 2

Roberto Massimo: Zu zentraler Abschluss aus guter Position (3.), schöne Hereingabe vor dem 1:0 (11.). Dann war für den Youngster leider schon Schluss. Ohne Fremdeinwirkung zog er sich eine Oberschenkelverletzung zu und musste ausgewechselt werden - Note: -

Philipp Förster: Nutze seine erste Chance direkt und erzielte trocken aus zehn Metern sein 4. Saisontor (11.). Auch sonst legte er einen guten Auftritt hin. Ballsicher, immer anspielbar und fleißig im Rückwärtsgang. In Durchgang zwei dann etwas zurückhaltender. Fahrlässig vergab er zweimal das 3:1 (80./90.+1) - Note: 2,5

Daniel Didavi: Bekam hinter Sturmspitze Kalajdzic viele Freiheiten, startete schwungvoll, baute dann aber ab. Nach 64 Minuten war Schluss für den Routinier, der an diesem Abend weitgehend wirkungslos blieb - Note: 4

Sasa Kalajdzic: Ein stürmender Spielmacher. Ließ sich immer wieder tief fallen, tolle Ablage vor dem VfB-Führungstreffer auf Förster (11.). Ansonsten war der baumlange Österreicher Ziel- und erster Pressing-Spieler der Schwaben. Mit dem Treffer zum 2:1 belohnte er sich selbst für seinen fleißigen Auftritt (74.) - Note: 2

Einwechselspieler

Tanguy Coulibaly (ab der 22. Minute für Roberto Massimo): Kam für den verletzten Massimo in Spiel und fand sich auf der rechten Außenbahn zunächst nur schwer zurecht. Überhasteter Abschluss aus guter Position (46.). Bei einer Klärungsaktion wurde der junge Franzose von Iago mit der offenen Sohle getroffen, anschließend musste er mit einer Innenbandverletzung den Platz wieder verlassen - Note: -

Atakan Karazor (ab der 46. Minute für Konstantinos Mavropanos): Rückte für den angeschlagenen Mavropanos in die Abwehrkette und übernahm dort die zentrale Position, Anton rückte dafür auf die rechte Seite. Im Zentrum war Karazor nicht immer optimal positioniert, unter dem Strich aber ordentlich - Note: 3,5

Erik Thommy (ab der 64. Minute für Tanguy Coulibaly): Hatte direkt eine gute Abschlusschance aus spitzem Winkel (70.) - Note: -

Darko Churlinov (ab der 64. Minute für Daniel Didavi): Seine Einwechslung zahlte sich aus. Der Nord-Mazedonier legte Kalajdzic mit einer Flanke das 2:1 auf (74.) - Note: -

Luca Mack (ab der 85. Minute für Philipp Klement): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form