VfB Stuttgart

Einzelkritiken zum VfB-Sieg gegen Hoffenheim: Kempf mit Köpfchen, Mavropanos mit Wucht

Fußball VfB Stuttgart vs. TSG 1899 Hoffenheim
Großer Jubel über sein zweites Saisontor: VfB-Abwehrspieler Konstantions Mavropanos. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat im Landesduell mit der TSG 1899 Hoffenheim seinen Negativlauf in der Fußball-Bundesliga beendet. Beim 3:1 (1:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim sorgten Marc Oliver Kempf (18. Minute), Konstantinos Mavropanos (60.) und Roberto Massimo (81.) am Samstag vor 24 211 Zuschauern für Erleichterung und Freude bei den Schwaben.

Die Stuttgarter Profis in den Einzelkritiken unserer Redaktion

Florian Müller: Klärte, was auf seinen Kasten kam. Aufmerksam gegen Kramaric (2./33.), im Glück beim Lattenknaller von Bebou (16.) und mit kleineren Ungenauigkeiten in der Spielöffnung. Zudem chancenlos beim Treffer von Bruun Larsen in der 84. Minute. Unter dem Strich ein ordentlicher Auftritt des Saarländers - Note: 3

Borna Sosa: Wie immer auf der linken Außenbahn unterwegs. Ließ sich aus der 3-5-2-Grundordnung situativ zurückfallen, sodass aus der Dreier- eine Viererkette wurde. Defensiv solide, ein wenig zurückhaltend im Angriff. In Durchgang zwei dann aber etwas mutiger - Note: 3

Waldemar Anton: Der Abwehrchef hatte seinen Laden weitestgehend gut im Griff. Ruhiger Spielaufbau, solide Zweikampfwerte, starkes Kofpballspiel. Bekam den Ball beim einzigen Gegentreffer an diesem Nachmittag unglücklich durch die Beine - Note: 2

Marc Oliver Kempf: Nach der Denkpause in Bochum wieder zurück in der Anfangsformation und direkt mit dem wichtigen Treffer zum 1:0 (18.). Setzte sich im Luftkampf gegen Adamyan durch. Bereits das dritte Saisontor des Verteidigers. So viele wie noch nie zuvor in seiner Karriere. Und auch sonst eine gute Partie des 25-Jährigen - Note: 2

Konstantinos Mavropanos: Weniger Risiko, mehr Stabilität. Dennoch nicht immer optimal postiert gegen den wendigen Sargis Adamyan. Dem luchste er aber in der 60 Minute kurz hinter der Mittellinie den Ball ab, sprintete anschließend wuchtig bis zum Sechzehner durch und knallte den Ball mit links zum 2:0 ins Hoffenheim Tor - Note: 2

Atakan Karazor: Diese Woche auf der Sechserposition vor der Abwehr. Wichtiger Mann im Aufbauspiel, allerdings mit dem einen oder anderen gefährlichen Fehlpass. Schwerstarbeit gegen den brandgefährlichen Kramaric und als Staubsauger vor der Kette gefordert, der viel Druck von Anton und Kempf nahm - Note: 3

Wataru Endo: Der Japaner wurde vom Gegner zuletzt im Spielaufbau immer wieder früh unter Druck gesetzt,. Gegen Hoffenheim war er nun einen Ticken offensiver positioniert und dementsprechend weniger in der Schusslinie. Auf der linken Achterposition im Mittelfeld stopfte er viele Löcher, riss gewohnt viele Kilometer ab und klärte mit einer starken Grätsche in höchster Not gegen Kramaric (38.). Zudem eine tolle Übersicht auf dem Feld - Note: 2

Orel Mangala: Als offensiver Achter gewohnt ballsicher unterwegs und an diesem Spieltag mit mehr Offensivdrang. Beispiel: Sein Abschluss aus 16 Metern (25.). Doch bei einhundert Prozent seiner Leistungsfähigkeit ist der Belgier nach seiner langen Verletzungspause noch nicht. Im letzten Drittel fehlte der Zug zu Tor, zudem kam nicht jeder Ball in die Spitze an - Note: 3,5

Tanguy Coulibaly: Auf der rechten Außenbahn häufig im Vorwärtsgang, aber immer wieder auch in der Abwehr gefordert. Verrichtete seine Aufgaben ohne wirklich zu glänzen, aber taktisch sehr diszipliniert. Offensiv dürfte es gerne aber etwas mehr Präzision sein - Note: 3,5

Omar Marmoush: Erster Pressingspieler in der Spitze. Sehr bemüht, aber häufig plan- und mitunter glücklos. Dem Wirbelwind fehlte zu oft die Klarheit in seinen Aktionen. Dafür und giftig in den direkten Duellen und mit gefährlichen Standards. So lieferte der Ägypter per Ecke die Vorlage für Kempf (18.) - Note: 3,5

Chris Führich: War auch bei seinem Startelf-Debüt mit seinen tiefen Laufwegen und seinen Dribbling ein belebendes Element im Stuttgarter Offensivspiel. Der Flügelflitzer kam viel über links, war häufig aber auch im Zentrum zu finden. Ein Abschluss aus spitzem Winkel (17.) und einer von der Sechzehnerkante (34.) - Note: 2

Einwechselspieler

Roberto Massimo (ab der 65. Minute für Chris Führich): Sortierte sich nach seiner Einwechsung auf der rechten Außenbahn ein, wodurch Coulibaly mehr ins Zentrum rückte. Dort erledigte der deutsche U-21-Nationalspieler seine Aufgaben defensiv wie offensiv zuverlässig. Die Krönung war sein erster Saisontreffer in der 81. Minute, der für die endgültige Entscheidung sorgte - Note: 2

Mateo Klimowicz (ab der 75. Minute für Omar Marmoush): Konnte nach seiner Hereinnahme keine Akzente mehr setzen- Note: -

Nikolas Nartey (ab der 75. Minute für Orel Mangala): Bundesliga-Debüt für den dänischen U-21-Nationalspieler - Note: -

Ohne Bewertung: Clinton Mola und Daniel Didavi (beide in der 89. Minute eingewechselt)

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form