VfB Stuttgart

Enzo Millot in der VfB-Startelf: Kluger Mittelfeld-Schachzug gegen Augsburg

Fußball Bundesliga FC Augsburg vs. VfB Stuttgart
VfB-Stürmer Serhou Guirassy bedankt sich bei Enzo Millot für die Torvorbereitung. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat das Auswärtsspiel beim FC Augsburg mit 1:0 (0:0) gewonnen. Etwas überraschend stand Enzo Millot gegen die Fuggerstädter in der Startelf. Dafür saß Atakan Karazor nur auf der Bank. Wieso hat sich Sebastian Hoeneß für diese Variante entschieden? Der VfB-Trainer erklärte die Personalie Millot nach dem Spiel.

Enzo Millot bereitet Siegtreffer vor: Plan von VfB-Trainer Hoeneß geht auf

"Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss." Das altbekannte Sprichwort umschrieb den Auftritt des VfB Stuttgart in der WWK Arena nahezu perfekt. Die Hoeneß-Profis kontrollierten das Spiel über 96 Minuten, hatten 77 Prozent Balbesitz und ließen die Augsburger kaum in die Nähe des eigenen Tores. In der Offensive gab es einige Hochkaräter, am Ende reichte aber ein Treffer von Serhou Guirassy zum Sieg. Minimaler Aufwand, maximaler Erfolg. Und wer bereitete das entscheidende Tor vor? Enzo Millot.

Der junge Franzose rutschte vor der Partie etwas überraschend in die Startelf der Schwaben. An der Seite von Angelo Stiller spielte der hochbegabte Linksfuß im zentralen Mittelfeld. Dafür musste Atakan Karazor auf der Bank Platz nehmen. "Ata hatte schon neun Gelbe Karten", begründete Sebastian Hoeneß die Aufstellung.

Bei einer zehnten Verwarnung hätte Karazor das letzte Heimspiel gegen Gladbach verpasst. "Es war hier ein hitziges Spiel, ein Umschaltspiel. Da war das Risiko groß, dass er in so eine Situation reinläuft." Sprich: Karazor sollte gegen aggressive Augsburger vor der drohenden Gelbsperre bewahrt werden.

77 Prozent Ballbesitz für den VfB Stuttgart: Pure Ballkontrolle in Augsburg

Doch das war nicht der einzige Grund für den Personalwechsel: "Außerdem war es wichtig, auf der Doppelsechs mit Enzo nochmal einen richtig spielstarken Spieler zu haben." Der Linksfuß trug mit seinem umsichtigen Passspiel zu den 77 Prozent Ballbesitz bei. "Er und Angelo waren sehr ballsicher unterwegs. Das war ein Schlüssel für die Kontrolle, die wir heute hatten." Die Profis hatten durch das Mittelfeld-orientierte Pressing "nicht viel Zeit am Ball und ich finde, dass es beide richtig gut gemacht haben."

Enzo Millot hat das Vertrauen des Trainers - vor allem durch die Torvorbereitung - mehr als zurückgezahlt. Im letzten Saisonspiel gegen Borussia Mönchengladbach wird aller Voraussicht nach aber wieder Atakan Karazor im zentralen Mittelfeld starten. Die Gefahr auf eine Gelbsperre besteht jedenfalls nicht mehr. Aber wer weiß: Vielleicht plant Sebastian Hoeneß bereits die nächste Überraschung - und Enzo Millot kommt auf der Außenbahn für Jamie Leweling oder Chris Führich zum Einsatz.

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