VfB Stuttgart

Glückloser Auftritt und Chancenwucher: Der VfB muss gegen den VfL Wolfsburg viel Lehrgeld zahlen

Fußball VfB Stuttgart vs. VfL Wolfsburg
Wataru Endo und der VfB Stuttgart kamen gegen den VfL Wolfsburg und Maximilian Philipp gehörig ins Straucheln: Gegen die Wölfe setzte es eine herbe 1:3-Niederlage. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat sein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 1:3 verloren. Im Flutlichtspiel kassierten die Schwaben die dritte Niederlage in Folge, eine mögliche Teilnahme am europäischen Wettbewerb können die Stuttgarter wohl endgültig abhaken. Die Tore für die Gäste erzielten Xaver Schlager (12.), Wout Weghorst (29.) und Yannick Gebhardt (65.), Gonzalo Castro stellte den 1:3-Endstand her (90.+1). Dass der VfB gegen die Wölfe nur einen Treffer erzielte, lag vor allem an der kläglichen Chancenverwertung. Gegen effektive Wolfsburger mussten die jungen Schwaben viel Lehrgeld zahlen.

Bittere erste Hälfte: Wolfsburg bestraft abschlussschwachen VfB

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo musste seine Elf im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Union Berlin auf fünf Positionen umstellen. Dinos Mavropanos saß seine fünfte gelbe Karte ab, Marcin Kaminski fiel wegen häuslicher Corona-Quarantäne aus. Für ihn rückte Atakan Karazor eine Position zurück in die Dreierkette. Im Zentrum durfte der junge Franzose Naouirou Ahamada ran, für Kapitän Gonzalo Castro blieb wieder nur Platz auf der Bank. Auf der rechten Seite ersetzte Roberto Massimo den in Berlin glücklos agierenden Pascal Stenzel.

Trotz der stark veränderten Elf startete der VfB konzentriert und stellte die Wolfsburger schnell zu. Der Plan war klar zu erkennen, nach Ballgewinn wollten die Schwaben über Massimo, Coulibaly und Förster schnell umschalten. In der 9. Spielminute hätte es 1:0 für die Stuttgarter stehen müssen: Philipp Förster steckte den Ball auf Sasa Kalajdzic durch, der Österreicher scheiterte aber frei vor VfL-Keeper Casteels.

Nur ein paar Minuten machte es der VfL auf der Gegenseite besser. Xaver Schlager schweißte eine Kopfball-Abwehr von Kempf aus rund 20 Metern ins rechte Toreck. Gregor Kobel war chancenlos (13.). Rund 15 Minuten später wiederholte sich das Bild. Der VfB bekam einen von John Brooks verschuldeten Handelfmeter geschenkt, Philipp Förster ließ die Chance auf den Ausgleich in kläglicher Manier ungenutzt: Erst scheiterte er mit einem schwachen Schuss an Torwart Koen Casteels, dann setzte er den Abpraller völlig unbedrängt per Dropkick über das Tor (26.).

Chancenwucher beim VfB, Yannick Gerhardt macht den Deckel drauf

Nur drei Minuten später klingelte es auf der anderen Seite: Josip Brekalo konnte aus dem rechten Halbfeld unbedrängt flanken, Wout Weghorst konnte am Fünfmeterraum freistehend einnicken (29.).  Doch auch nach dem 2:0 durch die Wölfe kam der VfB zu guten Torchancen. In der 35. Minute machte Tanguy Coulibaly den Chancenwucher perfekt, völlig freistehend scheiterte der junge Franzose aus halblinker Position. Somit ging es mit einer 2:0-Pausenführung für die Gäste in die Kabine, es hätte genauso gut 3:4 stehen können.

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Zu Beginn der zweiten Hälfte übernahm wieder der VfB die Kontrolle, die Stuttgarter wollten nun den Anschlusstreffer erzwingen. VfB-Coach Pellegrino Matarazzo stellte bei eigenem Ballbesitz auf Viererkette um, fing sich in der 65. Minute aber einen Konter zum 0:3 ein. Atakan Karazor konnte einen hohen Ball am Mittelkreis nicht klären, Yannick Gerhardt schlenzte den Ball aus rund 16 Metern halbhoch ins linke Toreck – die Vorentscheidung. In das Bild des Abends passte auch, dass Roberto Massimo in der 80. Minute nur den linken Pfosten traf. Gonzalo Castro konnte in der Nachspielzeit nur noch Ergebniskosmetik betreiben, sein Treffer zum 1:3 war von Pongracic unhaltbar abgefälscht worden.

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 1:3 (0:2)

Stuttgart: Kobel - Anton, Karazor, Kempf - Massimo, Förster (71. Didavi), Ahamada (71. Castro), Endo, Coulibaly - Klimowicz (63. Churlinov) - Kalajdzic (81. Cissé)

Wolfsburg: Casteels - Roussilon, Brooks, Pongracic, Baku - Schlager (66. Guilavogui), Arnold - Philipp (66. Mehmedi), Gerhardt, Brekalo (76. Ginczek) - Weghorst (87. Bialek)

Tore: 0:1 Schlager (13.), 0:2 Weghorst (29.), 0:3 Gerhardt (64.), 1:3 Castro (90.+1)

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

Zuschauer

Gelbe Karten: Ahamada (63.), Castro (77.), Cissé (86.)