VfB Stuttgart

Ideenloser Angriff, stabile Abwehr: Die Einzelkritiken zum 1:0-Sieg des VfB

Fußball VfB Stuttgart vs. SV Werder Bremen
Ging gegen die Bremer (hier Milot Rashica) kompromisslos in die Zweikämpfe und agierte wesentlich ruhiger und abgezockter: VfB-Verteidiger Dinos Mavropanos. © Pressefoto Baumann

Geschenkter Heimsieg: Der VfB Stuttgart hat gegen Werder Bremen durch ein Eigentor glücklich mit 1:0 gewonnen. Während der Stuttgarter Angriff gegen die Gäste von der Weser kaum gefährlich vors Tor kam, stand die Defensive weitestgehend stabil. Torhüter Gregor Kobel musste kaum eingreifen, das Dreier-Gespann Anton/Kempf/Mavropanos wusste mit starkem Zweikampfverhalten zu überzeugen.

Wie sich die VfB-Profis geschlagen haben, erfahren Sie in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Der Keeper kehrte erst vor ein paar Tagen von seiner Länderspielreise mit der Schweizer Nationalmannschaft zurück. Machte direkt einen wachen Eindruck, parierte in der 9. Minute einen Schuss von Schmid. Hatte sonst aber einen entspannten Arbeitstag, musste kaum eingreifen - Note: 3

Marc Oliver Kempf: Ein ruhiges Spiel für den Vize-Kapitän, vor allem in Halbzeit eins hatte er den jungen Romano Schmid voll im Griff. Erst als in Halbzeit zwei Milot Rashica über seine Seite kam, wurde es brenzliger. Gewann 67 Prozent seiner Zweikämpfe, ein grundsolider Auftritt - Note: 2,5

Waldemar Anton: Nachdem der Abwehrchef gegen Bayerns Robert Lewandowski seine Grenzen aufgezeigt bekam, agierte er gegen Bremen wieder wie gewohnt als Leader in der Dreier-Kette. Brachte 90 Prozent seiner Bälle an den Mann und hielt den Kasten von Gregor Kobel sauber - Note: 2

Dinos Mavropanos: Hatte mit Milot Rashica den gefährlichsten Bremer auf seiner rechten Abwehrseite. Verhinderte in der 40. Minute mit einer perfekt getimten Grätsche den Bremer Führungstreffer. Gewann zwar nur 53 Prozent seiner Zweikämpfe, wirkte aber viel ruhiger und abgezockter als sonst - Note: 2,5

Borna Sosa: Wirkte zu Beginn der Partie fahrig und unkonzentriert, machte viele gute Torraumszenen mit schlampigem Passspiel zunichte. Sein sonst so starker linker Fuß ließ ihn ein ums andere Mal im Stich, schwache Passquote (69 Prozent). War dann aber in der 82. Minute für den Stuttgarter Siegtreffer hauptverantwortlich - Note: 3,5

Wataru Endo: War Stuttgarts „Mister Cool“ im Zentrum. Schmiss sich gegen aggressive Bremer in die Zweikämpfe und war wieder mal der Chef-Stabilisator zwischen Abwehr und Angriff. Legte mit 11,29 Kilometern die größte Strecke aller VfB-Profis zurück - Note: 2,5

Philipp Förster: Ersetzte im zentralen Mittelfeld den gegen den Rekordmeister aus München überfordert wirkenden Naouirou Ahamada. War der beste Stuttgarter in Halbzeit eins, war viel unterwegs und hatte den gefährlichsten Abschluss (25.). Wie so oft viele gute Ansätze des Mittelfeldspielers, meistens scheiterte es aber an der letzten Umsetzung - Note: 3

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Gonzalo Castro: Forderte viele Bälle im Zentrum, konnte dem Spiel aber nicht sein Stempel aufdrücken. Gewann 80 Prozent seiner Zweikämpfe und machte neben Endo die Stuttgarter Zentrale dicht. Unauffälliger, aber solider Auftritt - Note: 3,5

Tanguy Coulibaly: Kam für den schwer am Kreuzband verletzten Silas Wamangituka über die rechte Außenbahn. War in Halbzeit eins komplett von der Rolle, hatte Probleme, die einfachsten Pässe unter Kontrolle zu bekommen. Startete trotzdem in die zweite Halbzeit, konnte sich immerhin etwas steigern. Machte immerhin seine Seite dicht und gewann 67 Prozent seiner Zweikämpfe - Note: 4,5

Mateo Klimowicz: Rückte nach seiner Rückkehr von der deutschen U21 direkt in die Startelf und ersetzte seinen verletzten Landsmann Nicolas Gonzalez. Hatte den ersten Stuttgarter Abschluss (6.) und ließ immer wieder sein spielerisches Können aufblitzen. Zu oft verhindern fahrige Abspielfehler und fehlende Körperlichkeit einen besseren Auftritt des jungen Angreifers - Note: 4

Sasa Kalajdzic: Kehrte mit breiter Brust und als dreifacher Torschütze von der Nationalmannschaft zurück. Wurde von den knüppelharten Werder-Verteidigern aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, musste viel einstecken. Agierte mehr als Wandspieler und ackerte mehr, als dass er spielerische Akzente setzen konnte - Note: 4

Daniel Didavi (ab der 78. Minute für Philipp Förster):  Konnte in der hektischen Schlussphase kaum spielerische Akzente setzen, haute sich aber in jeden Zweikampf - Note: Ohne Bewertung.

Darko Churlinov (ab der 78. Minute für Darko Churlinov): Brachte ein wenig Schwung in die Partie und hatte einen guten Abschluss (86.)  - Note: Ohne Bewertung

Atakan Karazor (ab der 86. Minute für Gonzalo Castro): Ohne Bewertung

Pascal Stenzel (ab der 89. Minute für Tangu Coulibaly): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form