VfB Stuttgart

Im Umfeld des VfB rumort es mal wieder kräftig

VfB Stuttgart Fußball Clubgelände Symbol Symbolbild
Symbolbild. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. An eine Zeit mit Ruhe auf allen Ebenen können sich beim VfB Stuttgart nur Menschen mit einem sehr guten Gedächtnis erinnern. Derzeit streitet sich der Club juristisch mit einem Dienstleister - und persönlich mit Vereinsikone Guido Buchwald.

Sportlich hat der VfB Stuttgart eine Antwort gefunden. Nach zuvor drei Niederlagen in der 2. Fußball-Bundesliga war das 2:1 im DFB-Pokal beim Hamburger SV ein wichtiger Schritt aus der ersten Krise unter Trainer Tim Walter. Ein Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten Dynamo Dresden könnte am Sonntag (13.30 Uhr/ZVW-Liveticker) für noch mehr Ruhe sorgen - allerdings nur bei den Profis.

Theater um Vereinsikone Guido Buchwald

Im Umfeld des Traditionsvereins rumort es mal wieder kräftig. Schuld daran ist neben einem juristischen Streit um die Verantwortung für die abgebrochene Mitgliederversammlung im Sommer auch das Theater um Vereinsikone Guido Buchwald. Der 58-Jährige wäre gern Präsident des VfB geworden, darf aber nicht - und unterstellt nun via Facebook seinem Herzensclub allerlei. Man wolle "beim VfB Stuttgart in der Vereinsführung keine Fachleute mit eigener Meinung" Rücksicht genommen auf "Ethik, Stil, Ehrlichkeit oder Moral" werde auch nicht, hieß es am Sonntag.

Am Mittwochabend dann der nächste Vorwurf: "Die Aussagen des Vorsitzenden des Vereinsbeirates dieser Tage vor der Presse entsprechen nicht der Wahrheit", schrieb Buchwald. Wolf-Dietrich Erhard hatte am Montag gesagt: "Wir haben das Amt im Ehren- und Nebenamt ausgeschrieben - dazu gehört auch ein enger finanzieller Spielraum bei dem Thema Aufwandsentschädigung. Da hatten Guido und wir als Vereinsbeirat unterschiedliche Vorstellungen."Im Klartext: Buchwald wollte zu viel Geld, um als Präsident seines Herzensclubs antreten zu können. Buchwald widersprach dieser Darstellung und beschrieb die Aufwandsentschädigung, die er genannt habe, "ungefähr auf dem Niveau des Gehaltes eines Spielers unserer zweiten Mannschaft." Schließlich sei der Präsident auch Aufsichtsratsvorsitzender und damit der wichtigste Mann im Verein. Eine Diskussion oder eine Verhandlung darüber habe es nicht gegeben, beteuerte der ehemalige Nationalspieler. Wer Recht hat, ist schwer zu beurteilen - es steht Aussage gegen Aussage.

WLAN-Panne hat ein juristisches Nachspiel

Dass es diesen Streit überhaupt geben kann, hängt mit der peinlichen Mitgliederversammlung im Sommer zusammen. Ein Antrag auf Abwahl von Präsident Wolfgang Dietrich kommt im Juli gar nicht zur Abstimmung, weil die Veranstaltung wegen Problemen mit der Technik - die Mitglieder sollten ihre Smartphones als Abstimmungsgerät nutzen können - vorzeitig abgebrochen wird. Die Schuldfrage dafür ist nun dass der Vereinsbeirat den Kandidatenkreis auf die vier Bewerber Martin Bizer, Christian Riethmüller, Susanne Schosser und Claus Vogt reduziert hat und Buchwald keine Chance erhält. Seither schießt der 58-Jährige gegen den Verein.

Auch Matthias Klopfer übt Kritik

Auch der Oberbürgermeister von Schorndorf, Matthias Klopfer, der seine Kandidatur am Freitag zurückzog, äußerte Kritik. Er monierte, dass Thomas Hitzlsperger vom Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden gemacht wurde, bevor der neue Präsident gewählt wurde und den Vorsitz in dem Kontrollgremium übernehmen konnte. "Das war eine Machtdemonstration. Der Tenor: Wir bestimmen - und dazu benötigen wir keinen Präsidenten", sagte Klopfer. Sportlich kann der VfB mit einem Sieg am Sonntag die meisten Kritiker wohl erst mal ruhig stellen. Abseits des Platzes aber wird es unruhig bleiben - der Wahlkampf hat schließlich noch gar nicht begonnen.


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