VfB Stuttgart

Klimowicz, Massimo und Co.: Diese VfB-Youngster könnten in der neuen Saison durchstarten

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Roberto Massimo, Darko Churlinov, Tanguy Coulibaly oder Mateo Klimowicz: Welcher VfB-Profi schafft den nächsten Schritt? © ZVW/Alexandra Palmizi

Spieler wie Silas Wamangituka, Borna Sosa oder Sasa Kalajdzic hatten einen großen Anteil an der starken Bundesligasaison des VfB Stuttgart. Der Grund: Alle drei hatten in der abgelaufenen Spielzeit eine Leistungsexplosion. Mit Blick auf die neue Saison und die zweite Reihe der Schwaben stellt sich die Frage: Welche VfB-Youngstars starten in der neuen Spielzeit durch? Eine Analyse.

Diese Spieler könnten durchstarten

Mateo Klimowicz

Der junge Argentinier weilt aktuell im Kreis der deutschen U21-Nationalmannschaft und steht mit seinem Team im Halbfinale der U21-EM. VfB-Coach Pellegrino Matarazzo sagte im Hinblick auf die Nominierung seines Schützlings: „Ich wünsche mir, dass er eine breitere Brust bekommt.“ Die hat dem jungen Angreifer in der abgelaufenen Saison gefehlt, oft agierte er zu zaghaft und unentschlossen. Während er zu Beginn der Saison oft als Einwechselspieler für Nicolas Gonzalez und Co. wirbeln konnte, startete er in der Rückrunde meist von Beginn an. Darunter litt sein Spiel, gute Leistungen blieben aus. Spielt Mateo Klimowicz eine gute EM-Endrunde und kann im Sommer ausreichend regenerieren, ist von dem 20-Jährigen der nächste Leistungsschub zu erwarten.

Tanguy Coulibaly

Ob der junge Franzose in diesen Artikel gehört, darüber lässt sich streiten. Manch einer behauptet, der Außenbahnspieler habe in der vergangenen Saison bereits den nächsten Schritt gemacht, vor allem mit Blick auf das 5:1 in Dortmund. Ja es ist richtig, der 20-Jährige hat bereits zwei Spielzeiten beim VfB auf dem Buckel. Ihn aber in einer Kategorie mit etwa Silas Wamangituka zu sehen, käme zu früh. Denn nach dem starkem Bundesliga-Start ließen auch seine Leistungen in der Rückrunde stark nach. Der Flügelspieler muss sich also weiter beweisen und den nächsten Schritt gehen.

Roberto Massimo

Der junge Flügelspieler ist einer der Gewinner des Bundesliga-Endspurts. Während der 20-Jährige zu Beginn der Saison nur als Einwechselspieler zum Zug kam, spielte er in den letzten fünf Partien immer von Beginn an. Während Massimo zu Beginn der Saison noch mangelnde Durchsetzungskraft und Konzentrationsfehler vorgeworfen wurden, steigerte er sich von Spiel zu Spiel. Der flinke Rechtsfuß muss weiter an seiner Fitness arbeiten und körperlich zulegen. Verbessert er dann noch seine Technik und seinen ersten Kontakt, ist ihm in der neuen Saison der nächste Schritt zuzutrauen.

Darko Churlinov

Von dem jungen Linksaußen ist auf jeden Fall eine Leistungssteigerung zu erwarten. Das hat zwei Gründe. Zum einen steht der 20-Jährige im EM-Aufgebot der Nordmazedonier. Dort kann er wertvolle Erfahrungen sammeln und reifer werden. Zum anderen steigerte er sich in der Rückrunde deutlich. Während er in der Hinrunde nur zu vier Kurzeinsätzen kam, wurde er in den letzten acht Bundesliga-Partien immer eingewechselt. Auf dem Zettel von VfB-Coach Pellegrino Matarazzo ist Darko Churlinov also definitiv weiter nach oben gerückt – auf unserem auch.

Naouirou Ahamada

Wie der 19-Jährige mit dem Ball umgeht, ist eine Augenweide. „Naoui“ erinnert von der Spielweise her an Orel Mangala – nur noch schneller und explosiver. Während er in der abgelaufenen Saison bei seinen Startelf-Einsätzen gegen Bayern und Leipzig viel Lehrgeld zahlen musste, ist auch von ihm der nächste Leistungsschub zu erwarten. Zumal mit Gonzalo Castro ein erfahrener Spieler auf seiner Position Platz macht und der zentrale Mittelfeldspieler nachrücken kann. Außerdem gehört der junge Franzose nun fest zum VfB-Kader, durch den Nicht-Abstieg griff eine Kaufpflicht. Die Zeichen stehen also gut für Naouirou Ahamada.

Die Unvorhersehbaren

Ömer Beyaz

Der 17-Jährige gilt als eines der größten Talente des türkischen Fußballs. Mit Ömer Beyaz konnte „Diamantenauge“ Sven Mislintat also einen weiteren, hochgehandelten Nachwuchsspieler verpflichten. Wie der junge Türke sich beim VfB zurechtfinden wird, ist allerdings unklar. Obwohl der Mittelfeldspieler im vergangenen Jahr den Sprung zu den Profis bei Fenerbahce Istanbul schaffte und bereits auf fünf Einsätze in der U21 kommt, ist das Niveau in der Bundesliga nochmal eine andere Hausnummer. Ömer Beyaz könnte also direkt einschlagen und zum Profi-Kader gehören – oder noch ein Jahr Zeit brauchen.

Momo Cissé

Der 18-Jährige kam im vergangenen Jahr aus der zweiten französischen Liga zum VfB. Auch er gilt aus Perspektivspieler, in der abgelaufenen Spielzeit schaffte er es auf fünf Kurzeinsätze. Ob der flinke Mann aus Guinea in der kommenden Saison eine größere Rolle spielen wird, ist schwer vorherzusagen. Zu groß ist die Konkurrenz auf der Außenbahn, außerdem konnte Cissé aufgrund der Corona-Pandemie nie im Training beobachtet werden. Der 18-Jährige ist wohl die größte Wundertüte im Kader der Schwaben.

Clinton Mola

Der 20-Jährige ist die große Unbekannte im Kader des VfB Stuttgart. Der Abwehrspieler kam im Januar 2020 zu den Schwaben und hatte direkt großes Verletzungspech. Dadurch ist völlig unklar, welches Leistungsniveau er hat. Auch seine Krankenakte lässt grund zur Sorge, ob er den Sprung auf das nächste Level packen kann. Mola ist wie Momo Cissé eine Wundertüte.

Die Perspektivspieler

Mohamed Sankoh

Der junge Niederländer gilt als absolutes Toptalent, die Verpflichtung des 17-Jährigen sorgte im internationalen Fußball für Aufsehen. Der Stuttgarter Plan für Sankoh ist klar: Über die zweite Mannschaft soll der Stürmer langsam an die Profis herangeführt werden. In der abgelaufenen Regionalliga-Spielzeit deutete der Rechtsfuß bereits an, wozu er fähig ist. In 15 Spielen erzielte er neun Tore und bereitete drei weitere vor. Der Sprung zu den Profis kommt aber zu früh, ein weiteres Jahr in der Regionalliga wird dem Mittelstürmer guttun.

Alou Kuol

Der junge Australier ist im europäischen Fußball ein unbeschriebenes Blatt. Für die Central Coast Mariners ging der Mittelstürmer in der australischen ersten Liga auf Torejagd. In 23 Spielen erzielte Kuol sieben Treffer. Dass der 19-Jährige in der kommenden Saison direkt den Sprung zu den Profis schafft, gilt als eher unwahrscheinlich. Auch er soll über die zweite Mannschaft langsam an das europäische Niveau geführt werden.