„Musste ihn nicht überzeugen“: Das sagt VfB-Coach Hoeneß über Lewelings Verbleib
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat in der Transferphase seine Leistungsträger halten können. Am Deadline Day verließ zwar Chema Andrés den Verein gen Brighton, noch schmerzhaftere Abgänge wie die von Jamie Leweling oder Bilal El Khannouss kamen aber nicht zustande, weil die Spieler den Verein laut Medienberichten nicht verlassen wollten. Ein starkes Zeichen, viele VfB-Fans waren aber von der Vehemenz irritiert, mit der die Verantwortlichen einen Transfer forcierten, um die benötigten Einnahmen zu generieren. Sebastian Hoeneß äußerte sich auf der Pressekonferenz zur Transferperiode und dem Verbleib der Stars. Wir fassen seine Aussagen zusammen.
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VfB Stuttgart: Leweling und El Khannouss dürfen weg, wollen aber nicht
Es waren wahrlich verrückte letzte Stunden des Transferfensters, die sich rund um den VfB Stuttgart abgespielt haben. Laut übereinstimmenden Medienberichten wollten die Schwaben spät noch einen Spieler verkaufen – doch die wenigsten Akteure wollten tatsächlich den Verein verlassen. Bilal El Khannouss schlug ein Angebot aus Saudi-Arabien aus, Ermedin Demirovic schob einem Wechsel nach Istanbul früh einen Riegel vor, Jamie Leweling ließ sich trotz intensivster Bemühungen nicht von der AS Rom locken.
Besonders bei Leweling überschlugen sich die Ereignisse: Die Vereine waren sich einig, Leweling sagte am Dienstagvormittag ab. Rom setzte am Nachmittag mit verbessertem Gehalt allerdings nochmal nach, selbst ein Privatjet war schon in Stuttgart, um Leweling abzuholen. Doch der 25-Jährige entschied sich für den VfB.
Das sagt VfB-Coach Hoeneß zur Transferphase
Auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart wurde Trainer Sebastian Hoeneß darauf angesprochen, ob er in diesen turbulenten Stunden Jamie Leweling vom Verbleib überzeugen musste: „Nein, musste ich nicht. Der VfB ist eine sehr attraktive Adresse und ein unheimlich spannender Club.“ Auch in diesem Jahr habe man die Möglichkeit, Champions League zu spielen. „Die Jungs denken an ihre Karriere und an ihre nächsten Schritte und haben sich wahrscheinlich genau deswegen auch für den VfB Stuttgart entschieden.“
„Nicht einfach für uns“ – Hoeneß richtet Blick nach vorne
Zu weiteren Transferthemen wollte sich der VfB-Trainer allerdings nicht äußern, hielt sich bedeckt: „Es war einfach unruhig – wir brauchen jetzt Ruhe und Fokus und müssen schauen, dass wir den Blick nach vorne richten.“ Es sei in den vergangenen Tagen „nicht einfach für uns und die Mannschaft“ gewesen. Aber: Der Kader steht durch die ausgebliebenen Abgänge gut da, das weiß auch Hoeneß: „Ich bin sehr zufrieden mit den Spielern, die wir geholt haben. Wir haben in der Offensive eine große Auswahl und hohe Konkurrenzsituation.“
Nicht angenehm dürfte für den Coach derweil die Beobachtung gewesen sein, dass die Bosse um Alexander Wehrle und Fabian Wohlgemuth augenscheinlich intensiv nach Abnehmern für schwäbisches Tafelsilber gesucht haben. Das Resümee bleibt jedoch: Einen Leistungsträger musste Sebastian Hoeneß nicht abgeben, auch nicht Jamie Leweling – der Kader des VfB Stuttgart scheint so gut aufgestellt wie lange nicht mehr.



