VfB Stuttgart

Nach Frontalangriff auf Claus Vogt: Thomas Hitzlsperger bittet um Entschuldigung

Thomas Hitzlsperger
Thomas Hitzlsperger, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart, steht beim Interview vor einem Spiel. Foto: Tom Weller/dpa-Pool/dpa © Tom Weller

Nächstes Kapitel im Machtkampf beim VfB Stuttgart: In einer persönlichen Erklärung hat Thomas Hitzlsperger am Freitagnachmittag (15.01.) den amtierenden Präsidenten Claus Vogt um eine Entschuldigung gebeten. Am 30. Dezember hatte Hitzlsperger seine Kandidatur für das Präsidentenamt öffentlich gemacht und Vogt scharf attackiert. 

„Es tut mir aufrichtig leid, dass ich in meinem offenen Brief gegenüber Claus Vogt Worte gewählt habe, die nicht angemessen waren und ihn persönlich getroffen haben“, schreibt Hitzlsperger nun. Seine Kandidatur hält er derweil weiter aufrecht.

Er habe unterschätzt, „welche Wucht dieser offene Brief besitzt und wie stark ich Claus Vogt damit persönlich angehe. Es liegt mir fern, ihn als Person zu verletzen. Ich habe mich im Ton vergriffen.“ Für die kommenden Wochen wünscht sich der ehemalige Nationalspieler einen respektvollen Umgang: „Auch wenn es Differenzen in der Sache gibt, sollten wir unter VfBlern jetzt und in Zukunft respektvoll miteinander umgehen.“

Seit dieser Woche laufen die Gespräche zwischen dem Vereinsbeirat und den Bewerbern für das Präsidentenamt. Neben Hitzlsperger sind das Claus Vogt und der Remstäler Geschäftsmann Volker Zeh. Friedhild Miller, die sich ebenfalls beworben hatte, die Kriterien allerdings nicht erfüllt hat, gehört nicht mehr dazu. Der Beirat wird maximal zwei Kandidaten für die Wahl im Frühjahr auswählen.

Die Erklärung im Wortlaut

Liebe VfB Mitglieder, liebe Fans,

es tut mir aufrichtig leid, dass ich in meinem offenen Brief gegenüber Claus Vogt Worte gewählt habe, die nicht angemessen waren und ihn persönlich getroffen haben. Mit dem Brief wollte ich unseren Mitgliedern, Fans und der Öffentlichkeit meine Motive für die Kandidatur offen und ausführlich begründen.

Dabei habe ich unterschätzt, welche Wucht dieser offene Brief besitzt und wie stark ich Claus Vogt damit persönlich angehe. Es liegt mir fern, ihn als Person zu verletzen. Ich habe mich im Ton vergriffen. Deshalb möchte ich hiermit, wie bereits am Montagabend in einer Aufsichtsratssitzung angekündigt, bei Claus Vogt um Entschuldigung bitten.

Auch wenn es Differenzen in der Sache gibt, sollten wir unter VfBlern jetzt und in Zukunft respektvoll miteinander umgehen.

Mit sportlichen Grüßen

Thomas Hitzlsperger