VfB Stuttgart

Nach schwerer Knieverletzung: So ist der Stand bei VfB-Stürmer Mohamed Sankoh

Mohammed Sankoh
VfB-Stürmer Mohammed Sankoh macht nach seiner schweren Verletzung die wohl schwerste Phase seiner noch jungen Profi-Karriere durch. © Danny Galm

Bei Betrachten der TV-Bilder wird wohl jedem Fan des VfB Stuttgart schlecht: Mo Sankoh, 17-jähriges Ausnahmetalent der Schwaben, stürmt beim Bundesliga-Auftakt auf den Fürther Keeper Sascha Burchert zu, beide Spieler prallen unglücklich zusammen. Der Stürmer hält sich das Knie und muss mit einer Trage vom Platz getragen werden. Die niederschmetternde Diagnose nach dem Spiel: Schwere Knieverletzung, Ausfallzeit sechs Monate oder länger. Wie ist der Stand bei dem jungen Niederländer?

Operation von Sankoh am Freitag - Bänder und Kapsel kaputt

Wie Trainer Pellegrino Matarazzo auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen RB Leipzig verkündete, wird der 17-Jährige am Freitag (20.08.) operiert. "Fakt ist: Kapsel und Bänder sind kaputt. Es wird länger dauern, bis er wieder auf dem Platz steht", so der VfB-Coach. Eine genau Diagnose könne und wolle man aber noch nicht preisgeben.

"Nach der OP können wir mehr ins Detail gehen, auch zum Verletzungsverlauf." Es sei durchaus möglich, dass eine zweite Operation nötig sei. Operiert wird der junge Stürmer von Mannschaftsarzt Dr. Raymond Best in der Sportklinik in Bad Cannstatt

Matarazzo besucht Sankoh in der Klinik: "Er wird stärker zurückkommen"

Bitterer hätte Sankohs erster Auftritt in der Mercedes-Benz Arena nicht enden könne, auch die VfB-Verantwortlichen lässt die schwere Verletzung nicht kalt. Die Szene rund um den Zusammenprall sei "ein extrem bitterer Moment gewesen", so der Trainer. Um in den wohl schwersten Stunden seiner noch jungen Karriere nicht alleine zu sein, bekomme Mo Sankoh viel Unterstützung vom Trainerteam und allen Spielern.

"Ich habe mit ihm an dem Tag telefoniert und ihn ein Tag später in der Klinik besucht, um ihm Unterstützung zu schenken und für ihn da zu sein", schildert Pellegrino Matarazzo die Stunden nach der Verletzung. Er habe mit dem Spieler auch über den Moment gesprochen, als die Verletzung passierte, um für die Zukunft aus dieser Situation zu lernen. Für Matarazzo sei es nur menschlich, für Sankoh "da zu sein, ihm zuzuhören und ihn auf seinem weiteren Weg zu unterstützen."

Was die mentale Situation des Angreifers angeht, gehe es bei dem 17-Jährigen schon wieder in eine positive Richtung. Daher ist sich der VfB-Coach sicher: "Er wird noch stärker zurückkommen. Der Junge ist nicht nur athletisch eine Maschine, sondern hat auch eine sehr positiv ausgerichtete Persönlichkeit."