VfB Stuttgart

Neuzugang Chris Führich legt beim VfB los: Was den 23-jährigen Offensivspieler auszeichnet

Chris Führich
Führich war erst am Montag verpflichtet worden. Beim VfB hat er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025. © Danny Galm

Am Dienstagvormittag (20.07.) durfte Chris Führich zum ersten Mal mit seinen neuen Teamkollegen trainieren. Im Trainingslager des VfB Stuttgart in Kitzbühel präsentierte sich der Neuzugang aus Paderborn damit auch erstmals den mitgereisten Fans und Beobachtern. Sportdirektor Sven Mislintat erklärt, warum er den Offensivspieler unbedingt verpflichten wollte und warum so lange verhandelt werden musste.

Mislintat nimmt’s sportlich: „Das war ein schöner Fight“

Die Gespräche mit der Paderborner Verhandlungsdelegation zogen sich über mehrere Wochen. Ihren Top-Scorer der abgelaufenen Saison (13 Tore/7 Vorlagen) wollten die Ostwestfalen verständlicherweise nur ungern ziehen lassen. Hinzu kommt ein laut Sven Mislintat „richtig hoher Batzen“ Weiterverkaufsbeteiligung für Borussia Dortmund. „Das hat es uns nicht einfacher gemacht“, sagt der Stuttgarter Kaderplaner.

Letztlich einigte man sich auf eine Ablösesumme von rund 3 Millionen Euro. Und die intensiven Verhandlungsrunden mit Paderborns Sportchef Fabian Wohlgemuth nimmt Sven Mislintat sportlich: „So hätte ich es auch gemacht. Das war ein schöner Fight, hat Spaß gemacht.“

Lehrmeister Steffen Baumgart in Paderborn

Den Spieler kennt Mislintat aus seiner Zeit beim BVB. In die U16 der Borussen wechselte der damals 15-jährige Führich 2013, Mislintat arbeitet zu dieser Zeit als Chefscout und Leiter Profifußball. Doch in Dortmund ging es für den schmächtigen Blondschopf zunächst nicht wirklich voran. Es folgten Umwege über Bochum (U17), Oberhausen (U19) und Köln.

Chris Führich
Zuletzt war Chris Führich für den Zweitligisten SC Paderborn aktiv gewesen. © Danny Galm

Schließlich landete er 2020 zunächst als Leihspieler beim SC Paderborn. Im beschaulichen Ostwestfalen konnte der Spätentwickler seine Qualitäten zeigen. Dort profitierte er auch von einem kantigen Cheftrainer. „Steffen Baumgart hat ihm sehr in seiner Entwicklung geholfen und ihm zu den nötigen Skills verholfen, die du im Profifußball brauchst“, sagt Sven Mislintat, der Führichs Weg immer genau verfolgt hat.

Optisch und auf dem Platz: Parallelen zu Marco Reus

„Eine ähnliche Geschichte wie bei Marco Reus“, findet Mislintat. Doch nicht nur in seinem Werdegang und dem Aussehen ähneln sich Führich und der aktuelle BVB-Kapitän. Auch auf dem Platz sind Parallelen zu erkennen. Führich vereint Tempo, Technik und Torgefahr. Er ist spielintelligent und durchsetzungsstark im Eins-gegen-eins. Zudem fühlt sich der 1,78 Meter große Angreifer quasi auf allen Positionen hinter der Spitze wohl. „Er ist ein polyvalenter Spieler“, sagt Mislintat.

Als Ersatz für den nach Florenz abgewanderten Nicolas Gonzalez könnte Führich nun einen Platz in der VfB-Startelf ergattern. Er war von Anfang die Wunschlösung von Kaderplaner Mislintat - und nun darf er sich durch gute Trainingsleistungen auch Chefcoach Pellegrino Matarazzo für einen Stammplatz empfehlen.