VfB Stuttgart

Niederlage bei Union Berlin: Die vielen Ausfälle fordern ihren Tribut

Fußball Bundesliga Union Berlin vs. VfB Stuttgart
Unions Petar Musa (li.) erzielte das zwischenzeitliche 0:2. Die VfB-Abwehrspieler Konstantinos Mavropanos und Waldemar Anton sowie Keeper Gregor Kobel konnten den Einschlag nicht verhindern. © Pressefoto Baumann

War es am Ende womöglich der eine Ausfall zu viel beim VfB Stuttgart? Im Auswärtsspiel bei Union Berlin musste Trainer Pellegrino Matarazzo am Samstag (17.04.) neben den Leistungsträgern Marc Oliver Kempf (Gelbsperre), Nicolas Gonzalez, Orel Mangala (beide Muskelfaserriss) und Silas Wamangituka (Kreuzbandriss) kurzfristig auch auf Top-Vorlagengeber Borna Sosa (Kapselverletzung im Knie) verzichten. Zudem wurde Kapitän Gonzalo Castro nach muskulären Problemen nicht rechtzeitig fit für die Startelf. In der Konsequenz forderten die vielen Ausfälle ihren Tribut. 

Didavi bemängelt: „Es hat die Energie gefehlt“

Beim intensiven 1:2 (0:2) gingen die Schwaben an der Alten Försterei leer aus. In der Defensive standen die Stuttgarter nicht sattelfest, in der Offensive ging bei Didavi und Co. lange Zeit nur wenig zusammen. Union hingegen präsentierte sich angeführt vom bärenstarken Kapitän Christopher Trimmel griffig in den direkten Duellen und mit der besseren Spielanlage. Weiter blieben die „Eisernen“ vor dem gegnerischen Tor eiskalt. Im ersten Durchgang machten Grischa Prömel (20.) und Petar Musa (43.) aus zwei Chancen zwei Tore. „In der ersten Hälfte ist zu wenig von uns gekommen. Es hat die Energie gefehlt“, bemängelte VfB-Mittelfeldspieler Daniel Didavi.

Zwar versuchte VfB-Coach Matarazzo die drohende Niederlage mit einem dreifachen Wechsel zur Halbzeit noch abzuwenden, doch der Anschlusstreffer von Philipp Förster kurz nach dem Wiederanpfiff (49.) brachte nicht die erhoffte Wende. Försters Tor war bereits der 13. Joker-Treffer in der laufenden Spielzeit (Liga-Bestwert), allerdings auch der erste Schuss auf den Kasten von Union-Keeper Andreas Luthe. 

„Wir wollten in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht zeigen“

Letztlich wog die selbst verschuldete Hypothek aus der ersten Halbzeit zu schwer. Max Kruse verpasste per Kopf freistehend sogar die Vorentscheidung (73.). Immerhin setzten sich die Weiß-Roten bis zum Schluss zur Wehr. Auch im Hinspiel in Stuttgart hatte der FC Union mit zwei Toren geführt, sich am Ende aber mit einem 2:2 begnügen müssen. Dieses Mal brachten die Köpenicker ihren Vorsprung jedoch ins Ziel. „Wir wollten in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht zeigen, mutiger und kreativer auftreten. Das ist uns gelungen und insofern war es von der Leistung her in der zweiten Hälfte in Ordnung“, zog Pellegrino Matarazzo nach dem Schlusspfiff trotz der Niederlage ein halbwegs versöhnliches Fazit.

FC Union Berlin - VfB Stuttgart 2:1 (2:0)

Berlin: Luthe - Schlotterbeck, Knoche, Friedrich - Lenz, Andrich, Prömel (85. Griesbeck), Trimmel (85. Ryerson) - Gentner (62. Ingvartsen) - Kruse, Musa (70. Teuchert)

Stuttgart: Kobel - Kaminski (85. Cisse), Anton, Mavropanos – Stenzel (46. Massimo), Karazor, Endo, Thommy (59. Churlinov) - Coulibaly (46. Förster), Didavi (46. Klimowicz) - Kalajdzic  

Tore: 1:0 Prömel (20.), 2:0 Musa (43.), 2:1 Förster (49.)

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a.d. Pegnitz)

Zuschauer: -

Gelbe Karten: Coulibaly, Karazor, Mavropanos / Prömel, Trimmel