Panne beim VfB Stuttgart: Daten von Mitgliedern geleaked – das steckt dahinter
Stuttgart. Beim VfB Stuttgart ist es zu einem Datenschutzvorfall gekommen. Das teilte der Bundesligist am Dienstagabend (03.02.) in einer Mail an seine Mitglieder mit. Unter anderem schalteten die Schwaben den Datenschutzbeauftragten und dessen Behörde ein. Worum geht es bei der Daten-Panne? Und was müssen Fans und Mitglieder jetzt beachten? Wir klären auf.
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VfB Stuttgart informiert Fans über Datenschutzvorfall
Viele Mitglieder des VfB Stuttgart bekamen in den letzten Tagen eine Mail, die seltsam anmutete. Warum? Weil Mitglied Markus plötzlich mit dem Namen Bettina (ein Beispiel) angeschrieben wurde. Hintergrund: Die Mails wurden mit falscher Anrede verschickt, Vorname und Nachname wurden dadurch für nicht berechtigte Personen sichtbar. Die Schwaben verschickten daher am späten Dienstagabend eine erneute Mail – und klärten die Mitglieder über einen Datenschutzvorfall auf.
In der Mail heißt es: „ Liebe VfBlerin, lieber VfBler, wir informieren dich hiermit über einen Datenschutzvorfall, der im Zusammenhang mit dem von uns am Freitag, 30.01.2026, versendeten Mailing zum Ticketvorverkauf für das UEFA Europa League Playoff-Rückspiel gegen Celtic FC aufgetreten ist.“ Demnach hat der Bundesligist am Freitag (30. Januar) eine Mail an die Ticketkäufer versendet, die das sogenannte „4er-Paket“ für die Heimspiele der Europa League gekauft hatten. Dort sei es „ zu einer fehlerhaften Zuordnung des Datenfeldes „Vor- und Nachname“ zu den jeweiligen E-Mail-Adressen “ der einzelnen Empfänger gekommen.
Falsche Mail leaked Vorname und Name von VfB-Mitgliedern
Der VfB Stuttgart schreibt in seiner Erklärung zum Datenschutzvorfall, dass folgende Szenarien eingetreten sein könnten:
- In der E-Mail wurde eine falsche Anrede angezeigt, da Name und E-Mail-Adresse des jeweiligen Empfängers nicht korrekt zugeordnet wurden.
- Der Vor- und Nachname wurde einem anderen Empfänger des Mailings angezeigt.
Der VfB Stuttgart macht ebenfalls klar: „ Betroffen waren ausschließlich folgende personenbezogene Daten: Vor- und Nachname. Weitere Daten (z. B. E-Mail-Adressen, Kunden-/Mitgliedsnummern, Kontakt-, Adress- oder Bezahldaten etc.) wurden nicht an andere Empfänger offengelegt.“ Da etwa keine Zahlungsdaten geleaked wurden, schätzen die Stuttgarter das Risiko der Daten-Panne für die einzelnen Mitglieder als gering ein. Trotzdem bittet der Bundesligist seine Mitglieder darum, die Mail mit der fehlerhaften Anrede zu löschen.
VfB meldet Datenschutzvorfall an Aufsichtsbehörde
Der VfB Stuttgart hat als unmittelbare Reaktion auf die Daten-Panne nun folgende Schritte eingeleitet:
- Sofortige Analyse und Korrektur des Fehlers im Mailing-Prozess.
- Einführung zusätzlicher Qualitäts- und Prüfprozesse, um vergleichbare Fälle künftig auszuschließen.
- Meldung der Datenschutzverletzung an die zuständige Aufsichtsbehörde.



