VfB Stuttgart

Pechvogel Marc Oliver Kempf

Tausende VfB-Fans beim Saisonauftakt_0
Der aktuell verletzte VfB-Innenverteidiger Marc Oliver Kempf. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart
Mit großen Vorschusslorbeeren war Innenverteidiger Marc Oliver Kempf im Sommer ablösefrei zum VfB Stuttgart gewechselt. Seinen Start beim Bundesligisten hat sich der U21-Europameister von 2017 aber sicher anders vorgestellt. Nun fehlt der 23-Jährige auch im Duell mit seinem Ex-Klub Freiburg.

Der gebürtige Hesse hatte sich vor zwei Wochen im Training einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und wird nun einige Zeit ausfallen. Sein Trainer spricht von einem „kleinen Rückschlag“. 

Stammplatz ist das Ziel

Zu Beginn der Saison musste Kempf mit einem Platz auf der Bank respektive Tribüne vorliebnehmen. Trainer Tayfun Korkut erklärt: „Marc war seither noch nicht so weit, um von Beginn an zu spielen. Er braucht Zeit, um sich an das neue Umfeld zu gewöhnen“. Korkut macht dem Verteidiger aber Hoffnung, dass seine Startelf-Chancen in Zukunft steigen könnten: „Marc hat eine gesamte Vorbereitung mit seinen neuen Mitspielern absolviert. Das wird ihm mit Sicherheit helfen“.

Beim VfB musste sich der Ex-Freiburger also erstmal hinten anstellen. Weltmeister Benjamin Pavard gilt unter Tayfun Korkut als gesetzt. Hinter dem Franzosen liefert sich Kempf ein Duell mit Ex-Nationalspieler Holger Badstuber und Eigengewächs Timo Baumgartl, der zuletzt im Kader der U21-Nationalmannschaft stand.

Begehrter Jung-Nationalspieler

Kempfs Situation hat sich durch die Verletzung naturgemäß nicht gerade verbessert. Dennoch sind die Verantwortlichen beim VfB restlos überzeugt von den Qualitäten des Neuzugangs, der bisher noch ohne Pflichtspieleinsatz für den VfB ist. „Seine Entwicklung bei uns sehe ich absolut positiv“, so Korkut. Kempf gilt in der Bundesliga nicht umsonst als eines der größten Talente auf seiner Position und hatte vor seinem Wechsel an den Neckar auch Angebote renommierter Clubs aus Europa auf dem Tisch.

Korkut spürt, dass Kempf sich „wohlfühlt in Stuttgart“ und findet positive Worte für den Mann, der immerhin schon 43-mal in der Bundesliga für Frankfurt und Freiburg aufgelaufen ist: „Marc wird stärker zurückkommen und für den VfB in dieser Saison noch sehr wichtig werden."