VfB Stuttgart

Personelle Konsequenzen aus der Daten-Affäre: Oliver Schraft und Uwe Fischer müssen gehen

Oliver Schraft bei einer Pressekonferenz
Oliver Schraft bei einer Pressekonferenz. Foto: picture alliance / Christoph Schmidt/dpa/Archivbild © Christoph Schmidt

Der VfB Stuttgart hat sich im Zuge der Daten-Affäre von zwei weiteren Mitarbeitern getrennt: Kommunikationschef Oliver Schraft und Marketingleiter Uwe Fischer wurden am Donnerstag (25.02.) entlassen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die arbeitsrechtliche Bewertung des Esecon-Berichts durch die Kanzlei Osborne Clarke, wie VfB-Vorstandschef Thomas Hitzlsperger am Freitag in einem Pressegespräch verkündete.

Durch das Gutachten der Anwälte sei nun klar, dass Weitergaben der Mitgliederdaten aus den Jahren 2016, 2017 und 2018 rechtswidrig war. Bei weiteren Mitarbeitern gebe es „keine arbeitsrechtliche Grundlage, die Zusammenarbeit zu beenden“, so Hitzlsperger auf eine Nachfrage zur künftigen Rolle von Rainer Mutschler, der ebenfalls in die Daten-Weitergabe involviert gewesen sein soll.

Tobias Kaufmann wird neuer Kommunikationschef

Weiter gab Hitzlsperger bekannt, dass Tobias Kaufmann der neue Kommunikationschef beim Bundesligisten werden wird. Der 44-Jährige soll den Posten ab dem kommenden Montag (01.03.) übernehmen.

„Wir wollen uns in der Kommunikation weiterentwickeln. Tobias Kaufmann verfügt nicht nur über große fachliche Fähigkeiten, sondern auch über die nötige Erfahrung in der emotionalen Fußballbranche“, sagte Hitzlsperger. Kaufmann war zuletzt mehr als sieben Jahre beim Liga-Rivalen 1. FC Köln tätig, im vergangenen Sommer hatte sich der FC jedoch überraschend von ihm getrennt.

Vor seiner Zeit in Köln hatte Kaufmann als Journalist unter anderem fürs RBB-Fernsehen in Potsdam, die Jüdische Allgemeine Wochenzeitung in Berlin und den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet, zuletzt als Mitglied der Chefredaktion. Er ist verheiratet und hat drei Töchter.