VfB Stuttgart

Pfeiffer-Platzverweis und Chancenwucher: VfB erkämpft sich einen Punkt in Köln

Fußball Bundesliga 1. FC Köln vs. VfB Stuttgart
Chancenwucher von Silas: Der Stürmer hätte den VfB Stuttgart gegen Köln mehrmals in Führung schießen müssen. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart und der 1. FC Köln trennen sich in einem hitzigen Bundesliga-Spiel mit 0:0 (0:0). Die Schwaben waren dem Sieg vor allem in den ersten 60 Minuten näher, Angreifer Silas scheiterte aber mehrmals an Köln-Keeper Marvin Schwäbe. Nach der völlig unnötigen Roten Karte von Luca Pfeiffer (56.) stemmte sich der VfB in Unterzahl gegen die Niederlage – mit Erfolg. Wataru Endo und Co. nehmen einen hochverdienten Punkt aus der Domstadt mit. Trainer Pellegrino Matarazzo musste nach heftigem Protest auf die Tribüne.

Chancenwucher beim VfB: Silas vergibt mehrere Großchancen

Die Vorbereitung auf die Partie lief aus Stuttgarter Sicht alles andere als optimal. Stürmer Sasa Kalajdzic teilte Pellegrino Matarazzo am Samstag mit, dass er nicht bereit ist, um gegen Köln zu spielen. Der Österreicher wird mit den Wolverhampton Wanderers in Verbindung gebracht, ein Wechsel steht kurz bevor. Der VfB-Coach musste die Entscheidung wohl oder übel akzeptieren, weil Kalajdzic „nicht frei genug im Kopf ist, um auf dem Platz zu performen.“

Deshalb musste der VfB-Coach seine Startelf umstellen. Anstelle des wechselwilligen Angreifers kam Luca Pfeiffer zu seinem ersten Einsatz von Beginn an. Ansonsten stand gegen den Effzeh die gleiche Elf auf dem Feld, wie gegen Freiburg. Auch Borna Sosa, an dem Atalanta Bergamo interessiert sein soll, startete in der Domstadt.

Der VfB startete gut in die Partie und machte direkt zu Beginn Druck. Vier Ecken in den ersten zehn Minuten – ein klarer Beweis für einen wachen Start der Schwaben. Die Kölner hatten wenig Struktur in ihrem Spiel und wirkten müde. Kein Wunder, schließlich qualifizierte sich der Effzeh am Donnerstagabend in Ungarn noch für die Conference League.

Wilde Schlussphase: Pfeiffer sieht glatt Rot, Matarazzo muss auf die Tribüne

Nach 22 Minuten hätte der VfB dann in Führung gehen müssen, doch Angreifer Silas scheiterte nach einem schönen Konter an Torhüter Schwäbe. Köln gestaltete das Spiel nun deutlich offensiver, dadurch boten sich dem VfB mehr Freiräume. Das Problem: Die Schwaben spielten ihre Konter zu unsauber aus. Silas scheiterte in der 39. Minute erneut völlig freistehend an Schwäbe scheiterte. Köln hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff die erste gefährliche Chance, Mavropanos kratzte einen Kopfball von der Linie. Die Führung für den VfB wäre verdient gewesen, es ging aber mit einem 0:0 in die Pause.

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Die Partie startete, wie sie endete: Großchance Silas, aber kein Tor (48.). Wieder vereitelte Schwäbe den Kölner Rückstand. Nach 56 Minuten war der VfB dann nur noch zu Zehnt. Stürmer Luca Pfeiffer sah nach einer unnötigen und überharten Grätsche im Zentrum die Rote Karte. Der Angreifer flog völlig zurecht vom Platz und erwies seinem Team beim Startelf-Debüt einen Bärendienst.

Was folgte, war eine emotionale und hektische Schlussphase. Schiedsrichter Harm Osmers trug seinen Teil zur hitzigen Atmosphäre teil. Mit teils nicht nachvollziehbaren Entscheidungen brachte er vor allem Pellegrino Matarazzo auf die Palme. Nach einem emotionalen Ausbruch bekam der VfB-Coach von Schiri Osmers die Quittung: er musste auf die Tribüne. Zu Zehnt stemmten sich Wataru Endo und Co. gegen die drohende Niederlage - und wurden belohnt. Torhüter Florian Müller rettete mit einer Glanzparade den späten Rückstand (90.+5). Die Schwaben entführten einen hochverdienten Punkt aus der Domstadt, es wäre aber auch deutlich mehr drin gewesen.

1. FC Köln - VfB Stuttgart 0:0 (0:0)

Köln: Schwäbe - Hector, Chabot (52. Chabot), Kilian, Schmitz - Martel (60. Kainz), Skhiri - Thielmann, Olesen (17. Duda), Schindler (60. Ljubicic) - Dietz (46. Adamyan)

Stuttgart: Müller - Ito, Anton, Mavropanos - Sosa (61. Karazor), Endo, Ahamada (90.+4 Millot), Führich (61. Perea), Vagnoman - Silas (76. Stenzel), Pfeiffer

Tore: -

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Gelbe Karten: Kilian, Ljubicic / Karazor, Millot

Besondere Vorkomnisse: Luca Pfeiffer sieht nach grobem Foulspiel die Rote Karte (56.). Trainer Pellegrino Matarazzo muss nach Gelb-Roter Karte auf die Tribüne (72.).