VfB Stuttgart

Platz sieben und die Conference League: Wie es der VfB Stuttgart nach Europa schaffen kann

VfB Eckfahne Symbolbild
Symbolbild. © ZVW/Benjamin Büttner

"Stuttgart international, kann man nur besoffen sehn" - wohl jeder Fan des VfB Stuttgart kann sich an diesen einprägsamen Fangesang aus den Jahren 2012 und 2013 erinnern. Nachdem die jüngste Stuttgarter Vergangenheit durch zwei Auf- und Abstiege geprägt war, könnten es die Schwaben in diesem Jahr wieder nach Europa schaffen. Wir erklären, wie.

Reicht Platz sieben für Europa?

Es scheint nicht unwahrscheinlich, dass der VfB am Ende einer der laufenden Bundesliga-Saison wirklich das Ticket für den europäischen Fußball bucht. Mit 36 Punkten rangiert das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo aktuell auf dem achten Tabellenplatz, nur zwei Punkte von Platz sieben entfernt. Dieser ominöse Tabellenplatz könnte für Europa reichen - vorausgesetzt, der DFB-Pokal spielt mit.

Wie immer gilt, dass der Sieger des Pokalwettbewerbs automatisch in der Gruppenphase der Europa League startet. Qualifiziert sich der Pokalsieger bereits über die Bundesliga fürs internationale Geschäft, geht die Europa-Teilnahme auf den Bundesliga-Siebten über. Mit Borussia Dortmund und RB Leipzig könnten zwei potenzielle CL-/EL-Teilnehmer im Pokafinale stehen, Platz sieben könnte also für Europa reichen.

Ab der nächsten Saison gibt es aber eine wichtige Änderung. Seither galt: Tritt das beschriebene Szenario ein, startete der Bundesliga-Siebte in der zweiten Quali-Runde für die Europa League. Ab sofort gilt: Der Siebte qualifiziert sich für die Playoffs der neu geschaffenen Europa Conference League (ECL). Tritt das beschriebene Szenario nicht ein, rutscht der Bundesliga-Sechste in die ECL, nur der Fünfte kommt dann in die Europa League.

Was ist die Conference League?

Die neu gegründete Conference League ist der dritte europäische Wettbewerb neben der Champions League und der Europa League. Der Plan der UEFA ist leicht zu durchschauen: Mehr Europapokal-Spiele für mehr Clubs = mehr Geld. Durch den neuen Wettbewerb sollen mindestens 34 Nationalverbände in einer oder mehreren Europapokal-Gruppenphasen vertreten sein. Außerdem profitiert davon die Europa League, die von 48 auf 32 Teams begrenzt wird.

Wie ist der neue Wettbewerb aufgebaut?

Insgesamt nehmen an der Conference League 184 Mannschaften aus allen 55 UEFA-Mitgliedsverbänden teil. In drei Quali-Runden und einer Playoff-Runde werden die 32 Teams für die Gruppenphase ermittelt. Der Bundesligist steigt erst in der letzten Playoff-Runde ein. Zehn der 32 Teams kommen aus den gescheiterten Playoffs für die Europa League.

Es gibt acht Vierergruppen. Die acht Gruppensieger qualifizieren sich direkt fürs Achtelfinale. Die acht Gruppenzweiten spielen mit den acht Gruppendritten der Europa League in einem Playoff-System die restlichen acht Achtelfinalisten aus.

Wann finden die Spiele statt und wer hat die TV-Rechte?

Die Spiele der Europa Conference League finden parallel zu den Partien der Europa League statt - sprich donnerstags um 18.45 Uhr und zur Primetime um 21 Uhr. Für den Bundesligist startet die Playoff-Runde am 19. August, das Rückspiel ist eine Woche später. Die Gruppenphase ist zwischen September und Dezember, das Finale findet am 25. Mai in Tirana (Albanien) statt.

Der Fernsehsender RTL hat sich die Free-TV-Rechte gesichert, genauso wie die Pay-TV-Rechte. Die Spiele werden bei RTL, bei Nitro und dem Videoportal TV Now gezeigt.