VfB Stuttgart

Polizei Stuttgart zieht Bilanz nach VfB-Spiel gegen Köln: Verletzte und Verhaftungen

Platzsturm nach Last-Minute-Klassenerhalt des VfB Stuttgart / Polizei / Bereitschaftspolizei / Polizeieinsatz
Die Polizei versuchte die beiden Fanlager zu trennen. © Danny Galm

Weitgehend ruhig während der dramatischen 94 Minuten, dafür aber alle Hände voll zu tun vor und nach dem Abpfiff: So lautet die Bilanz der Stuttgarter Polizei zum Einsatz beim Heimspiel des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln (2:1).

Pfefferspray, Pyrotechnik und Flaschen

Mehrere hundert Polizeibeamtinnen und -beamte sowie Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz waren demnach am Samstag (14.05.) rund um die Mercedes-Benz-Arena im Einsatz. Bereits vor dem Anpfiff, gegen 14 Uhr, versuchten laut einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Stuttgart vermummte mutmaßliche VfB-Fans auf der Mercedesstraße Anhänger des 1. FC Köln anzugreifen.

„Mehrere Polizeikräfte trennten die Fanlager. Die Heimfans warfen dabei offenbar Flaschen und Pyrotechnik in Richtung der eingesetzten Beamten, eine Kollegin wurde hierbei leicht verletzt“, heißt es weiter im Polizeibericht.

Die Polizisten setzten Pfefferspray ein und nahmen vor Ort einen 23-Jährigen vorläufig fest. Darüber hinaus schlugen laut der Polizei gegen 14.45 Uhr unbekannte mutmaßliche VfB-Fans im Bereich der Mercedesstraße zwei 27 und 29 Jahre alte Gästefans und raubten einen Schal sowie eine Jacke.

Vorfälle vor dem Gästeeingang

Im Bereich des Gästeeingangs versuchten anschließend mehrere Köln-Fans unkontrolliert in das Stadion zu gelangen und überstiegen laut Polizei „gewaltsam die Durchlassstellen des Einganges“. Zunächst wurden die Zugänge geschlossen, um ein unkontrolliertes Eindringen in das Stadion zu verhindern.

Hierbei drückten zahlreiche Personen in Richtung des Tors. „Um die hohe Personendichte zu reduzieren und etwaige Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden, entschied die Einsatzleitung gemeinsam mit der Veranstaltungsleitung, ein Fluchttor zu öffnen“, schildern die Beamten die Vorfälle.

Während des Spiels zündeten dann die Kölner Fans mehrfach Pyrotechnik ab. „Die Beamten haben die Situation videografiert und werten die Aufnahmen nun aus“, heißt es dazu. Die Ermittlungen gegen "die Täter selbst, aber auch gegen ihre Unterstützer," wurden aufgenommen. 

Platzsturm nach Abpfiff

Nach Abpfiff, gegen 17.30 Uhr, stürmten schließlich tausende Stuttgarter Fans den Platz. Die Polizei trennte innerhalb des Stadions die beiden Fanlager und musste punktuell einige Fans zurückdrängen. Hierbei kam auch die Reiterstaffel zum Einsatz.

Platzsturm nach Last-Minute-Klassenerhalt des VfB Stuttgart / Polizei / Bereitschaftspolizei / Polizeieinsatz / berittene Polize
Die Reiterstaffel auf dem Rasen der Arena. © Danny Galm

„Während des Platzsturmes kam es zu mehreren medizinischen Notfällen. Die Beamten sicherten die verletzten Personen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte ab“, teilte das Polizeipräsidium mit. In einem Fall soll ein 48-Jähriger einen bislang unbekannten Mann zu Boden geschlagen haben, woraufhin dieser bewusstlos am Boden liegen blieb. Die Beamten nahmen den Tatverdächtigen fest, während Rettungskräfte den Verletzten zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus brachten.