VfB Stuttgart

Rückendeckung für Tayfun Korkut

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VfB-Trainer Tayfun Korkut. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Nach dem fast schon traditionell verpatztem Saisonstart stehen der VfB Stuttgart und Trainer Tayfun Korkut im Heimspiel gegen die noch ungeschlagenen Bremer gehörig unter Druck. Für den Stuttgarter Coach ist das nichts Besonderes: „Kritik gehört zu meinem Job. Es gibt nicht nur rosige Tage“, weiß der 44-Jährige das Rumoren im Umfeld einzuschätzen. Rückendeckung erhält der 44-Jährige von Sportvorstand Michael Reschke.

„Es gilt jetzt, endlich Fahrt aufzunehmen und Konstanz in unser Spiel hineinzubringen“, gibt Reschke die Marschroute vor. Auch in Leipzig habe es gute Phasen gegeben, in denen zu erkennen war, welche Substanz in der Mannschaft steckt, so der Sportdirektor weiter.

Nun gelte es, das Team perfekt auf die kommende Aufgabe vorzubereiten, so Trainer Korkut: „Ich bin nun gefragt, sodass meine Spieler in der täglichen Arbeit dranbleiben und alles für den Erfolg geben.“

Den Trainer werde man „definitiv nicht infrage stellen“, betonte Reschke mehrfach. Der 60-Jährige ist überzeugt, den Posten des Cheftrainers mit dem Deutsch-Türken ideal besetzt zu haben. „Tayfun ist total fokussiert auf die anstehenden Aufgaben. Dazu hält er eine super Kabinenansprache“, lobte Reschke seinen Trainer.

Lob für Borna Sosa: „Er hat für Schwung gesorgt und sich viel zugetraut“

Über nette Worte wie diese dürfte sich der öffentlich in der Kritik stehende Korkut zumindest nach innen freuen. Kommentieren möchte der 44-Jährige seine persönliche Situation aber nicht: „Mein Fokus liegt gar nicht zu sehr darauf, ob ich nun Rückendeckung habe oder nicht. Ich weiß um meinen Job und versuche, diesen so gut es geht auszuüben“. Der ehemalige Profi und erfahrene Trainer hat in seiner Laufbahn zu viel erlebt, um solchen Worthülsen eine allzu große Bedeutung beizumessen.

Nun sei es wichtig, für das ausverkaufte Heimspiel gegen den Tabellenzweiten aus Bremen eine „Aufstellung im Sinne der Mannschaft“ zu wählen, so Korkut. Linksverteidiger Borna Sosa, der in Leipzig sein Startelf-Debüt für den VfB machte, darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen erneuten Einsatz in der Anfangsformation machen.

Der junge Kroate erhielt Lob von allen Seiten für seinen couragierten Auftritt am gestrigen Abend. „Borna hat für Schwung gesorgt und sich viel zugetraut. Das war ein sehr ordentliches Spiel von ihm“, attestiert sein Trainer. Auch Reschke sprach von einer „erfreulichen Leistung“ des 20-Jährigen, der vor allem durch seine Flanken gefiel.

Spielmacher Daniel Didavi weiter fraglich

Ob Spielmacher Daniel Didavi das Offensivspiel der Schwaben im nächsten Spiel wieder mit ankurbeln kann, steht noch nicht fest. „Wir müssen bei ihm von Tag zu Tag schauen, ob es für den Kader reicht“, sagt Korkut.

Gut für den Trainer ist, dass der VfB nach der intensiven Partie in Leipzig keine weiteren Verletzten zu beklagen hat. „Bis auf ein paar kleinere Blessuren ist nix Schlimmeres passiert. Davon werden sich meine Spieler schnell erholen“, so der Trainer.

Bei allen positiven Ergebnissen, die man sich in den kommenden Wochen erhofft, gehe es nun auch darum, den nächsten – wenn auch kleinen – Schritt nach vorne zu machen, ergänzte Reschke. Dies soll nun am Samstag gegen Werder Bremen endlich gelingen.