VfB Stuttgart

Schützenfest zum Bundesliga-Auftakt: Der VfB fertigt Greuther Fürth mit 5:1 ab

Fußball VfB Stuttgart vs. SpVgg Greuther Fürth
Torschützen unter sich: Hamadi al Ghaddioui, Marc Oliver Kempf und Wataru Endo (von links nach rechts) trafen beim dominanten Stuttgarter Heimsieg gegen Greuther Fürth. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart ist erfolgreich in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Gegen den Aufsteiger Greuther Fürth feierten die Schwaben vor heimischem Publikum ein Schützenfest und siegten deutlich mit 5:1. Die Tore für die dominant auftretenden Stuttgarter, die die Fürther vor allem in Halbzeit zwei an die Wand spielten, erzielten Wataru Endo (30.), Philipp Klement (36.), Doppelpacker Marc Oliver Kempf (55./76.) und Hamadi Al Ghaddioui (61.). Für die Gäste war Jamie Leweling erfolgreich (90.+2).

Fans im Stadion, perfektes Sommerwetter: Alles angerichtet für ein Fußballfest

Schon vor Anpfiff war zu spüren, dass der Bundesliga-Auftakt des VfB in die Saison 2021/22 ein ganz besonderer ist: Die Ränge der Mercedes-Benz Arena waren zum ersten Mal seit einem Jahr wieder gefüllt, rund 18.000 Fans feuerten ihre Mannschaft euphorisch an. Während die Stuttgarter Anhänger also Grund zur Freude hatten und das Thermometer sommerliche 30 Grad anzeigte, hatte Cheftrainer Pellegrino Matarazzo einige Sorgenfalten auf der Stirn.

Grund: das Personal. Dabei war alles vorbereitet für ein großes Fußballfest. Neben den Corona-Erkrankten Sasa Kalajdzic, Nicolas Nartey und Tanguy Coulibaly muss der Italo-Amerikaner nach wie vor auf seine Stammkräfte Orel Mangala und Silas Wamangituka verzichten. Zudem stand der Einsatz von Roberto Massimo auf der Kippe.

Vor Spielbeginn gab es dann aber grünes Licht: Der junge Außenbahnspieler konnte spielen. Ebenso wie die Olympia-Teilnehmer Florian Müller und Kapitän Wataru Endo, die beide direkt in der Startelf standen. Im Sturm lief Hamada Al Ghaddioui als Kalajdzic-Ersatz auf, an seiner Seite der junge Argentinier Mateo Klimowicz anstelle des routinierten Daniel Didavi.

Endo und Klement treffen - VfB spielt Fürth teilweise an die Wand

Bereits nach sieben Minuten verwandelte sich die Mercedes-Benz Arena in ein Tollhaus, als Mateo Klimowicz nach schöner Vorarbeit von Roberto Massimo das 1:0 erzielte. Die schlechte Nachricht: Dem Tor war eine Abseitsposition vorausgegangen. Nur eine Minute später wurde die Personalnot von Pellegrino Matarazzo noch größer, Atakan Karazor musste mit muskulären Problemen vom Feld.

Für ihn rückte Philipp Klement auf die zentrale Mittelfeldposition. Trotz der beiden Stuttgarter Rückschlägen war die Gemengelage klar: Der VfB dominierte die Partie zu Beginn deutlich, kombinierte sich ein ums andere Mal gekonnt vors Fürther Tor. Einzig im Abschluss hakte es noch. Das änderte sich in der 30. Spielminute, als Wataru Endo den VfB in Führung brachte. Nach feinem Zuspiel von Philipp Förster lupfte der Kapitän den Ball sehenswert über den heranstürmenden Keeper Sascha Burchert. Diesmal keine Abseitsposition, sondern purer Jubel auf den Tribünen.

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Angetrieben von seinen euphorischen Fans spielte der VfB die Gäste nun an die Wand. Erst scheiterte Klimowicz aus rund 16 Metern, in der 36. Minute belohnten sich die Schwaben dann für ihren Powerfußball: Der erst eingewechselte Philipp Klement schweißte den Ball aus halblinker Position ins lange Eck, ein sehenswerter Treffer des 28-Jährigen. Die Bilanz nach den ersten 45 Minuten war eindeutig: Neun zu drei Torschüsse und 61 Prozent Ballbesitz. 

Klassenunterschied in Halbzeit zwei, Verletzung trübt das Schützenfest

In Halbzeit zwei bot sich das gleiche Bild: Der VfB dominierte die Partie und ließ die Gäste aus Fürth kaum ins Spiel kommen. Vor allem das Stuttgarter Zentrum um die beiden Torschützen Endo und Klement strotzte nur so vor Spielfreude - wobei der Aufsteiger den Schwaben auch nicht viel entgegenzusetzen hatte.

So war ein deutlicher Klassenunterschied zu erkennen, der sich dann auch auf der Anzeigetafel widerspiegelte: Marc Oliver Kempf köpfte eine kurz ausgeführte Ecke von Borna Sosa zum 3:0 wuchtig in die Maschen (55.), Hamadi Al Ghaddioui erhöhte nur ein paar Minuten später nach einer Flanke von Borna Sosa auf 4:0 (61.). In der 76. Spielminute trug sich Marc Oliver Kempf erneut in die Torschützenliste ein, der Abwehrspieler war erneut nach einer Ecke zur Stelle und sorgte für das 5:0. Jamie Leweling betrieb in der Nachspielzeit mit dem 1:5 nur noch Ergebniskosmetik aus Fürther Sicht.

Getrübt wurde der euphorische Nachmittag nur durch die schwere Verletzung von Mohamed Sankoh. In der 66. Spielminute lief der erst kurz vorher eingewechselte Youngstar alleine aufs Fürther Tor zu und prallte beim Abschluss mit Schlussmann Sascha Burchert zusammen. Der 17-Jährige musste nach minutenlanger Behandlung mit einer Trage vom Platz getragen werden, nach ersten Informationen sind mehrere Bänder im Knie kaputt. Trainer Pellegrino Matarazzo sagte nach dem Spiel: "Mo wird um die sechs Monate ausfallen." Die Stimmung konnte die Verletztung trotzdem nicht trüben - und so schwappte seit langem mal wieder die Laola-Welle durchs Stadion.

VfB Stuttgart - Greuther Fürth 5:1 (2:0)

Stuttgart: Müller - Kempf, Anton, Mavropanos - Massimo, Förster, Karazor (9. Klement), Endo, Sosa - Klimowicz (65. Didavi) - Al Ghaddioui (65. Sankoh, 69. Thommy)

Fürth: Burchert - Itter, Hoogma, Bauer, Meyerhöfer - Seufert (58. Sarpei), Green (70. Fein), Jung, Seguin - Hrgota (85. Leweling), Nielsen (58. Abiama)

Tore: 1:0 Endo (30.), 2:0 Klement (36.), 3:0 Kempf (55.), 4:0 Al Ghaddioui (61.), 5:0 Kempf (76.), 5:1 Leweling (90.+2)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 18.009

Gelbe Karten: / Seguin (54.)