So erklärt Jürgen Klopp, warum er VfB-Profi Deniz Undav nicht nominiert hat
Frankfurt/Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat noch ein Bundesliga-Spiel vor der Brust, ehe eine dreiwöchige Länderspielpause ansteht. Am Samstag (19.09.) treffen die Schwaben auf Borussia Dortmund, danach machen sich die vielen Stuttgarter Nationalspieler auf die Reise. Für den DFB wurden unter anderem Finn Jeltsch und Josha Vagnoman nominiert, aber nicht Deniz Undav. So erklärt Bundestrainer Jürgen Klopp seine Entscheidung.
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VfB Stuttgart: Bundestrainer Klopp nominiert vier Spieler
Vier Spiele in der Nations League stehen für die deutsche Nationalmannschaft Ende September und Anfang Oktober auf dem Plan. Das DFB-Team spielt gegen die Niederlande (24.09.), trifft dann auf Griechenland (27.09.), duelliert sich mit Serbien (01.10.) und spielt denn erneut gegen Griechenland (04.10.). Es ist eine ungewöhnlich lange Länderspielpause, weshalb Jürgen Klopp auch einen sehr großen Kader für die Partien zusammengestellt hat.
44 Spieler stehen im DFB-Aufgebot für die Nations League, aufgeteilt in zwei Kader. So groß war der DFB-Tross noch nie. „Wir wollen so viele Spieler wie möglich sehen“, erklärte Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz seinen Ansatz. Vom VfB Stuttgart sind Finn Jeltsch, Josha Vagnoman, Maximilian Mittelstädt und Chris Führich dabei. Die große Überraschung: Jamie Leweling, Deniz Undav und Angelo Stiller, die alle bei der WM im Sommer dabei waren, wurden nicht nominiert. Auch Dzenan Pejcinovic, der Neuzugang vom VfL Wolfsburg, steht nicht im Kader, dafür aber wohl im Aufgebot der U21.
Bundestrainer Jürgen Klopp: „Ich habe mit Deniz gesprochen“
Er habe insgesamt rund 60 Telefonate geführt, erklärte der Bundestrainer in der DFB-Zentrale in Frankfurt. Davon auch die unschönen Telefonate mit den Spielern, die in dieser Länderspielperiode nicht dabei sind. „Ich habe mich bemüht, es richtig zu machen“, so Klopp. „Wenn man jemanden nicht persönlich kennt und man überbringt eine schlechte Nachricht, kann man das nicht als vergnügungssteuerpflichtig bezeichnen.“ Alle Spieler hätten die Absage aber gut aufgenommen, darunter auch Deniz Undav.
„Mit Deniz habe ich gesprochen“, erklärt der Bundestrainer. Der VfB-Profi habe aktuell „seine kleinen Probleme“, Undav habe „noch nicht richtig in die Saison gefunden“. Daher reisen mit Younes Ebnoutalib, Jonathan Burkardt, Kai Havertz und Nick Woltemade vier andere Stürmer zum DFB-Team. „Es ist für keinen Spieler eine endgültige Entscheidung, sondern nur für den Moment“, so Klopp.
Jamie Leweling wegen seiner Verletzung nicht beim DFB dabei
Generell sei es dem Bundestrainer wichtig gewesen, die Gespräche offen und auf Augenhöhe zu führen. „Ich habe nicht gesagt, du bist nicht dabei, weil du mir nicht gefällt. Es ging um die Dinge, um die es wirklich geht, und die kriegen sie gesagt.“ Jamie Leweling derweil habe eine Absage bekommen, weil es für den VfB-Angreifer „durch die Verletzung noch nicht richtig rund gelaufen“ sei.



