VfB Stuttgart

Späte 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim: Der VfB kann einfach nicht mehr gewinnen

Fußball TSG 1899 Hoffenheim vs. VfB Stuttgart
Der VfB Stuttgart kann einfach nicht mehr gewinnen. Gegen Hoffenheim setzte es eine 1:2-Niederlage. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart muss den nächsten bitteren Rückschlag hinnehmen: Gegen die TSG 1899 Hoffenheim setzte es eine späte 1:2-Niederlage. Wie schon gegen Bochum verspielten die Schwaben in der Schlussphase wichtige Punkte im Abstiegskampf. Obwohl das Team von Trainer Pellegrino Matarzzo bis zur 85. Minute in Führung lag, standen nach einer wilden Schlussphase null Punkte auf dem Konto. Ein später Doppelschlag von Christoph Baumgartner (85./90.) traf den VfB Stuttgart tief ins Mark.

"Das ist extrem bitter", meinte Pellegrino Matarazzo nach dem Spiel. Der VfB-Trainer saß sichtlich angeschlagen auf der Pressetribüne. "Die Mannschaft ist down, aber sie lebt. Wir werden wieder aufstehen und nächste Woche gegen Gladbach in der Verfassung sein, das Spiel zu gewinnen." Es ist bereits die neunte Partie in Folge ohne Sieg, die Stuttgarter taumeln dem dritten Abstieg innerhalb von sechs Jahren entgegen. Den Gästetreffer erzielte Wataru Endo (58.).

Führich mit dem Fehlschuss des Jahres - Hoffenheim verpasst das 1:0

Der VfB stand vor der Partie im Kraichgau gehörig unter Druck. Gegen den Tabellenfünften mussten unbedingt drei Punkte her, um nicht vollends im Keller abzurutschen. Die Schwaben mussten kurzfristig auf Linksverteidiger Borna Sosa verzichten, der mit einer Knieprellung in Stuttgart blieb. Dafür könnte das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo auf die Unterstützung der VfB-Fans zählen. Mehrere tausend Anhänger reisten nach Hoffenheim, um die Profis auf dem Rasen anzufeuern.

Die Heimmannschaft startete gut in die Partie und übernahm die Spielkontrolle. Der Plan der Schwaben war klar ersichtlich, in der Defensive sicher stehen und über Konter Nadelstiche setzen. In dieser Manier hätte der VfB nach 20 Minuten in Führung gehen müssen. Nach einem Konter über die rechte Seite spielte Tiago Tomas den Ball im Strafraum quer, Chris Führich hätte am langen Pfosten nur noch einschieben müssen. Aus unerklärlichen Gründen setzte der Angreifer den Ball aber an den Pfosten. Ganz schwacher Abschluss, das hätte die Führung sein müssen.

Nur eine Minute später hatte der VfB im Gegenzug Glück, dass die Hoffenheimer nicht in Führung gingen. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Hübner im Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball, Keeper Florian Müller parierte aber stark. Den Nachschuss hätte Kaderabek nur noch ins leere Tor schieben müssen, knallte den Ball aber an die Latte. Verrückte und wilde Minuten in der PreZero-Arena.

In der Folge entwickelte sich eine unterhaltsame Partie mit vielen Torraumszenen. In der 29. Minute gab Omar Marmoush nach einem Freistoß den nächsten gefährlichen Torschuss ab, Keeper Baumann konnte aber klären. Auf der anderen Seite prüfte Baumgartner Keeper Müller mit einem Schuss aus 15 Metern (40., Kramaric schoss aus aussichtsreicher Position über das Tor (41.).

Kalajdzic kommt in Hälfte zwei - Baumgartner trifft die Schwaben ins Mark

In der 43. Minute ertönte dann die Torhymne in der Arena, Hübner drückte den Ball nach einer wilden Strafraumszene zur Hoffenheimer Führung über die Linie. Doch Referee Matthias Jöllenbeck entschied nach Rücksprache mit der Videoassistenten völlig zurecht auf Abseits und nahm das Tor zurück. Gut für den VfB, dass es in dieser Phase in die Pause ging, denn die Hoffenheimer waren am Drücker.

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Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo seinen Stürmer Nummer 1: Sasa Kalajdzic. Die Hereinnahme des Österreichers machte sich direkt bemerkbar und sorgte für das 1:0: In der 58. Spielminute verlängerte der Stürmer eine Ecke von Omar Marmoush per Kopf, am langen Pfosten musste Wataru Endo nur noch einschieben. Die viel umjubelte Führung für die Gäste.

Die Hoffenheimer starteten nun wütende Angriffe und brachten mit Munas Dabbur einen weiteren Stürmer. Der VfB verteidigte mit viel Leidenschaft, konnte die Führung aber wieder nur bis kurz vor Schluss halten. In der 85. Minute tankte sich Christoph Baumgartner auf der rechten Seite durch, legte sich den Ball auf den linken Fuß und traf per Schlenzer sehenswert in den Winkel. Doch es kam noch bitterer: In der 90. Spielminute drehte die TSG das Spiel komplett auf den Kopf. Nach einer Hereingabe über die linke Seite traf Baumgartner die Stuttgarter ins Mark und stellte auf 2:1 für das Heimteam.

TSG 1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart 2:1 (0:0)

Hoffenheim: Baumann - Posch, Grillitsch, Hübner - Kaderabek (70. Stiller), Baumgartner, Geiger (56. Rudy), Raum - Bebou (70. Dabbur), Rutter (81. Bruun Larsen), Kramaric

Stuttgart: Müller - Stenzel (73. Massimo), Mavropanos, Anton, Ito - Karazor, Endo, Mangala (37. Förster) - Marmoush, Führich (46. Kalajdzic) - Tomas

Tore: 0:1 Endo (58.), 1:1 Baumgartner (85.), 2:1 Baumgartner (90.)

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg)

Zuschauer: 18.099

Gelbe Karten: Geiger, Baumgartner, Hübner / Anton