VfB Stuttgart

Starke Dreierkette, schwaches Offensivspiel: Die Einzelkritiken zum VfB-Sieg in Gladbach

Fußball Bundesliga  Borussia Mönchengladbach  vs. VfB Stuttgart
War gegen Gladbach lange kaum zu sehen, stand vor dem 2:1 aber goldrichtig: VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic. © Pressefoto Baumann

Mit 2:1 hat der VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen - und dabei die Mithilfe der Hausherren benötigt. Lange Zeit agierten die Schwaben zu harmlos und ideenlos im Angriff, zu wenig sprang bei den Offensivaktionen heraus. Am Ende traf der VfB aber trotzdem zweimal ins Tor, Grund war eine deutliche Leistungssteigerung in den letzten 30 Minuten - und eine Borussia, die den Faden verlor.

Wie sich die VfB-Profis geschlagen haben, erfahren Sie in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Kehrte nach seiner Rückenverletzung wieder zurück ins VfB-Tor. Hatte in Halbzeit eins so gut wie nichts zu tun, konnte den einzigen richtigen Torschuss durch Stindl aber nicht klären (45.). Hielt in Halbzeit zwei seinen Kasten sauber - Note: 2

Marc Oliver Kempf: Legte einen unaufgeregten und abgeklärten Auftritt hin. Bei seinem Ausrutscher und dem anschließend zaghaften Klärungsversuch gegen Kramer sah er aber nicht gut aus (45.). Brachte 88 Prozent seiner Pässe an. In dieser Form ein Verlust für den VfB, nachdem er ein neues Vertragsangebot ablehnte - Note: 2,5

Waldemar Anton: Machte eine klasse Partie. Klärte in der 18. Minute eine Hereingabe von Hofmann in starker Manier, hielt auch sonst den Stuttgarter Defensivladen zusammen. Gewann 62 Prozent seiner Zweikämpfe, starke Passquote (92 Prozent) - Note: 2

Dinos Mavropanos: Hatte seine rechte Seite und Flügelspieler Marcus Thuram weitestgehend im Griff, wurde nach rund 30 Minuten aber von seinem Körper im Stich gelassen. Knickte in der gegnerischen Hälfte weg und konnte nicht weiterspielen - Note: 3

Roberto Massimo: Machte viel Tempo über die rechte Seite und wurde vom aufgerückten Bensebaini oft blank gelassen. Leistete sich aber wie so oft zu viele Unkonzentriertheiten und erstickte einige Kontersituationen durch schlampiges Passspiel. Ackerte aber unermüdlich und arbeitete viel nach hinten mit - Note: 3

Wataru Endo: Führte den VfB wieder als Kapitän aufs Feld und schmiss sich wie gewohnt in jeden Zweikampf. Traf sehenswert zum zwischenzeitlichen Ausgleich, gewann aber nur 33 Prozent seiner direkten Duelle - Note: 3

Philipp Förster: War wie immer viel unterwegs und beackerte jeden Quadratmeter im Borussia-Park. Wirkte aber wie die gesamte Stuttgarter Offensive zu schlampig und unkonzentriert. Viele Aktionen verpufften durch unsauberes Passspiel, er gewann nur 31 Prozent seiner Zweikämpfe - Note: 4,5

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Atakan Karazor: Stand das erste Mal seit der 1:3-Niederlage gegen Wolfsburg in der Startelf. Machte einen ruhigen und sachlichen Eindruck, ließ aber oft das nötige Tempo im Umschaltspiel vermissen. Starke Zweikampfführung (67 Prozent) und viel Laufarbeit (11,63 km) - Note: 2,5

Borna Sosa: Sein erster Einsatz nach dem gescheiterten Nationenwechsel zum DFB. Hatte laut Pellegrino Matarazzo im Anschluss daran ein paar schlechte Tage, das merkte man ihm gegen Gladbach auch noch an. Gewann nur 20 Prozent seiner Zweikämpfe, hatte kaum Offensivaktionen und wirkte angeschlagen – der Junge kann einem wirklich leidtun - Note: 5,5

Erik Thommy: Kam zu seinem dritten Startelf-Einsatz gegen die Borussia und sollte neben Sasa Kalajdzic Wirbel machen. War viel unterwegs und spulte viele Kilometer ab, wirkte in seinen Aktionen aber oft zu fahrig und schlampig. Konnte kaum offensive Akzente setzen, wurde nach 63 Minuten ausgewechselt - Note: 4,5

Sasa Kalajdzic: Wirkte sichtlich müde und abgekämpft. Konnte sich gegen Elvedi und Ginter kaum durchsetzen und schoss nur zweimal aufs Tor. Stand beim 2:1 aber goldrichtig und hielt nur den Fuß hin, sein 16. Treffer - Note: 2,5

Pascal Stenzel (ab der 34. Minute für Dinos Mavropanos):  Kam für Mavropanos in die Partie und machte einen unaufgeregten Eindruck. Hielt seine rechte Seite dicht, gewann aber laut Datenerfassung 0 Prozent seiner Zweikämpfe. Wirkte trotzdem wie ein solider Auftritt, bereitete das 2:1 vor - Note: 3

Gonzalo Castro (ab der 63. Minute für Erik Thommy): Saß über 60 Minuten auf der Bank und übernahm nach der Einwechslung die Kapitänsbinde. Konnte das Spiel mit einigen guten Aktionen beleben - Note: Ohne Bewertung

Darko Churlinov (ab der 63. Minute für Borna Sosa): Konnte trotz knapp 30 Minuten Spielzeit keine Akzente setzen - Note: Ohne Bewertung

Daniel Didavi (ab der 83. Minute für Philipp Förster): Ohne Bewertung

Hamadi al Ghaddioui (ab der 83. Minute für Sasa Kalajdzic): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form