VfB Stuttgart

Startelf-Debüt gegen Köln? VfB-Youngster Lilian Egloff ist "nah dran"

Lilian Egloff
Lilian Egloff könnte gegen Köln zum ersten Mal in einer Bundesliga-Startelf des VfB Stuttgart stehen. © Danny Galm

20 Minuten in Bremen, 19 gegen Freiburg. Und am Sonntag (28.08.) im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln? Es sind kleine Schritte, die Lilian Egloff derzeit macht. Aber sie hinterlassen Spuren.

Eigengewächs Lilian Egloff steht bei VfB-Fans hoch im Kurs

Der 20-Jährige tastet sich beim VfB Stuttgart immer näher an die Startelf heran. «Er ist nah dran», sagte Trainer Pellegrino Matarazzo am Freitag. Der Youngster mache «einen guten Job», so der Coach. «Ich freue mich, dass er gesund bleibt aktuell.»

Egloff gehört neben Naouirou Ahamada und Enzo Millot zu den «Küken» im Kader des Bundesligisten, wie Sportdirektor Sven Mislintat es unlängst formulierte. Ahamada ist schon ein Stück weiter, spielte in dieser Saison bislang immer von Beginn an.

Der zuletzt zweimal als Joker eingesetzte Egloff steht bei den Fans aber besonders hoch im Kurs. Eigengewächs, feiner Fußballer, Versprechen für die Zukunft: Der Schwabe bringt viel mit von dem, was der Anhang sich wünscht. Und könnte der bisher wenig durchschlagskräftigen Offensive des VfB, der nach drei Spieltagen bei zwei Punkten steht, neue Impulse geben.

VfB-Trainer Matarazzo: Egloff soll "Druck machen"

Es freue ihn, wie Egloff und Co. «ihren Mann stehen», sagte Mislintat nach dem 0:1 gegen Freiburg am vergangenen Samstag. Fast hätte der junge Mittelfeldspieler die Niederlage seiner Mannschaft noch verhindert, doch sein Schuss in der Nachspielzeit flog knapp am Tor vorbei.

Es wäre der vorläufige Höhepunkt gewesen für Egloff auf einem Weg, der zuletzt doch sehr holprig verlief. Syndesmosebandanriss, Mittelfußbruch, Rückenprobleme - die Liste an Blessuren, mit denen er in den vergangenen zwei Jahren zu kämpfen hatte, ist lang.

Ohne die gesundheitlichen Rückschläge hätte sich Egloff womöglich schon als Stuttgarter Stammspieler etabliert. So hat er aktuell die «Herausforderer-Rolle», wie Matarrazo vor einer Woche sagte.

Egloff, der eine gute Vorbereitung bestritten hat und körperlich robuster geworden ist, «soll Druck machen auf die Spieler, die auf dem Platz stehen» und «performen, wenn er reinkommt», erklärte der VfB-Coach da. «Wenn das der Fall ist, gewinnt er immer mehr Spielzeit.» Es ist durchaus denkbar, dass es jetzt in Köln schon wieder mehr wird.

Bekommt Chris Führich eine Pause - und startet Egloff?

Bereits nach seiner Einwechslung in Bremen habe Egloff gezeigt, «dass er in der Lage ist, ein Spiel entscheidend zu beeinflussen», so Matarazzo. Egloff hat den Blick für den Pass in die Tiefe, aber auch Zug zum Tor. Vorwiegend als offensiven Achter oder auch als Zehner plant Stuttgarts Trainer den feinen Techniker derzeit ein. Künftig könnte er bei Matarazzo auch weiter außen, als «Wingback» spielen.

Aktuell hat Egloff im Kampf um die Plätze in der Offensive noch Chris Führich, den der Trainer als «sehr, sehr wichtigen Spieler für uns» bezeichnet, vor sich. Tiago Tomás wird infolge einer Mandelentzündung hingegen auch in Köln fehlen. Die Einsatzchancen des «Küken» steigen.