VfB Stuttgart

Trainer Tayfun Korkut zieht Bilanz

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VfB-Cheftrainer Tayfun Korkut: „Wir haben unser Ziel noch nicht erreicht.“ © Danny Galm

Stuttgart. Die Bundesliga-Saison ist vorbei. Höchste Zeit, Bilanz zu ziehen. VfB-Trainer Tayfun Korkut nahm sich am Freitagnachmittag rund eine Stunde Zeit, um in lockerer Runde über die abgelaufene Spielzeit zu plaudern. Zudem äußerte sich der VfB-Coach zur Europa League und einer vorzeitigen Vertragsverlängerung.

Zunächst einmal freut sich der 44-Jährige auf den nun kommenden Urlaub mit der Familie. „Ich werde versuchen, den Schalter umzulegen“, sagte der sichtlich entspannte Stuttgarter Cheftrainer. „Ich weiß aber nicht, ob mir das gelingen wird.“

Die Saison, die am vergangenen Samstag mit einem furiosen 4:1-Sieg in München ihren krönenden Abschluss gefunden hatte, hätte für Korkut durchaus noch ein paar Wochen länger gehen dürfen. „Ich hätte jetzt ruhig noch weiter arbeiten können. Was ganz normal ist, wenn man erfolgreich ist“, so Korkut.

Korkut blickt entspannt aufs DFB-Pokalfinale

Im Hinblick auf den „Bonus“, der in Form der Europa-League Qualifikation noch auf den VfB Stuttgart zukommen könnte, gibt sich der VfB-Coach ganz entspannt. „Wir können es so oder so nicht beeinflussen“, sagt Korkut. 

Gewinnen die Bayern am Samstagabend (20 Uhr/ARD) das DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt, dann dürfen die Schwaben erstmals seit fünf Jahren wieder auf der internationalen Bühne auftreten. Korkut versichert: "Wir werden auf beide Szenarien gut vorbereitet sein. Was den Kader angeht – und auch was die Vorbereitung auf die neue Saison betrifft.“

Viel lieber blickt der gebürtige Stuttgarter auf seine ersten 14 Spiele auf der VfB-Trainerbank zurück. 31 Punkte holten die Schwaben unter Korkut. Im Schnitt also 2,2 Punkte pro Partie. Zudem stellt der VfB mit nur 36 Gegentoren die beste Defensive eines Aufsteigers in der Ligahistorie. „Mit Blick auf die Statistiken war es sicherlich meine erfolgreichste Spielzeit“, so Korkut.

„Diese Spiele kann uns keiner mehr nehmen“

Dass die Saison mit solch einem furiosen Endspurt ihr Ende fand, sei „außergewöhnlich“. In der Truppe habe sich ein ganz besonderer Geist entwickelt. „Den Glauben der Mannschaft habe ich immer gespürt.“ 

Im Bundesliga-Schlussspurt überraschten die Schwaben mit Siegen gegen Leverkusen, Hoffenheim und Bayern ganz Fußball-Deutschland. „Diese Spiele kann uns keiner mehr nehmen“, findet Korkut, „das sollten wir wertschätzen und in gesundem Maß genießen.“

Korkut soll nach noch in der Sommerpause seinen Vertrag vorzeitig verlängern. Davon will der dreifache Familenvater allerdings nichts wissen: „Ich brauche das nicht. Ich habe noch einen Vertrag bis 2019."

„Mario Gomez tut jeder Mannschaft gut“

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Russland hofft Korkut, dass VfB-Torjäger Mario Gomez auch für den endgültigen WM-Kader berufen wird: „Weil Mario jeder Mannschaft gut tut, nicht nur sportlich, sondern auch persönlich“, erklärt Korkut. „Mario ist ruhig, gelassen und weiß ganz klar, was er will.“

Gomez ist einer von 27 Spielern im vorläufigen WM-Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw. Bis spätestens zum 4. Juni muss Löw den Kader auf 23 Spieler reduzieren.

Neben Gomez lobte Korkut auch Innenverteidiger Benjamin Pavard, der es in den französischen WM-Kader geschafft hat: „Wenn man sieht, auf welchem Level sich der französische Fußball individuell bewegt ist das schon außergewöhnlich.“