VfB Stuttgart

Transfergerüchte beim VfB Stuttgart: Diese Zugänge und Abgänge werden diskutiert

Sasa Kalajdzic
VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic. © Danny Galm

Am Wochenende legt auch der VfB Stuttgart wieder los. Auf die obligatorischen Leistungstests folgt am Montag (27.06.) die erste Trainingseinheit. Wird dann vielleicht schon der erste Neuzugang mitmischen? Und welche Spieler könnten den Verein noch verlassen? Vor dem Vorbereitungsstart haben wir den aktuellen Stand der Transfergerüchte zusammengetragen:

Potenzielle Zugänge

Josha Vagnoman: Mit dem Spieler ist sich der VfB bereits einig, ein Vierjahres-Vertrag liegt bereit. Aktuell wird aber noch mit dem HSV um die Ablösesumme gefeilscht. Hamburg will wohl sieben bis acht Millionen Euro, der VfB bietet die Hälfte. Eine Einigung bei rund vier bis fünf Millionen Euro scheint realistisch. Am Samstag (25.06.) fahren die Hanseaten ins Trainingslager nach Österreich - und zwar mit dem 21-jährigen Außenverteidiger. Laut dem Hamburger Abendblatt ist der Wechsel ins Stocken geraten. Noch ist also nicht klar, ob die VfB-Fans am Montagnachmittag den ersten Neuzugang der Sommer-Transferperiode zu Gesicht bekommen werden.

Eduard Löwen: Laut Medienberichten war der VfB an einer Verpflichtung des Hertha-Profis interessiert. Letztlich wird sich der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler jedoch dem neugegründeten MLS-Klub St. Louis City FC anschließen, der ab 2023 in der höchsten nordamerikanischen Spielklasse an den Start gehen wird. In den USA baut Manager Lutz Pfannenstiel ein interessantes Projekt mit einigen ehemaligen Bundesliga-Profis (u.a. Roman Bürki und Joakim Nilsson). 

Dion Drena Beljo: Der junge Kroate könnte, sofern Sasa Kalajdzic den VfB verlässt (siehe unten), beim VfB in die Fußstapfen des Österreichers treten. Das wurde zumindest vor wenigen Wochen berichtet. Am Mittwoch (22.06.) schob der 20 Jahre alte Angreifer den Gerüchten aber selbst einen Riegel vor. In einem Interview mit seinem aktuellen Verein NK Osijek erklärte er, dass er auch die nächste Saison in Kroatien spielen will. 

Jackson Muleka: Der Stürmer aus dem Kongo soll ebenfalls als potenzieller Kalajdzic-Ersatz in den Fokus der Stuttgarter gerückt sein. Aktuell steht der 22-Jährige bei Standard Lüttich unter Vertrag, war in der letzten Saison jedoch an den türkischen Erstligisten Kasimpasa verliehen, der ihn gerne für rund drei Millionen Euro fest verpflichten würde. Im Rennen sind auch Besiktas, Galatasaray sowie Toulouse und Lyon. Der VfB dürfte somit - falls er überhaupt in die Verhandlungen einsteigt - nur Außenseiterchancen haben.  

Evangelos Pavlidis: Ein weiterer Name aus der Gerüchteküche. Und noch ein möglicher Nachfolger für Kalajdzic. Der 23 Jahre alte Grieche spielt bei AZ Alkmaar in Holland und erzielte in der letzten Saison 25 Tore. "Ich glaube, er ist jetzt bereit, den nächsten Schritt zu machen", sagte der griechische Sportjournalist Konstantinos Spyropoulos dem SWR. Bislang wurde jedoch lediglich in Griechenland über das VfB-Interesse an dem Mittelstürmer spekuliert. 

Potenzielle Abgänge

Sasa Kalajdzic, Borna Sosa, Orel Mangala: Das Tafelsilber des VfB Stuttgart steht weiter im Schaufenster. Ein konkretes Angebot ist dabei immer noch nicht im Postfach von VfB-Sportdirektor Sven Mislintat gelandet. An zahlungskräftigen Interessenten soll es nicht mangeln, allerdings steht das Trio wohl nicht ganz oben auf der Liste der Top-Klubs. Das Transferfenster ist noch bis zum 01. September geöffnet. In allen drei Fällen könnte es also noch ein paar Wochen dauern, bis eine Entscheidung fällt.

Roberto Massimo und Mateo Klimowicz: Beiden Spielern trauen die VfB-Verantwortlichen noch einen Entwicklungsschritt zu, weshalb ein Leihgeschäft favorisiert wird. Bei Massimo könnte der Weg laut dem kicker zurück an die Ausbildungsstätte Arminia Bielefeld führen, für Klimowicz gibt es mit Charlotte FC (USA), Sampdoria Genua (Italien) und dem FC Elche (Spanien) gleich mehrere Interessenten. Bei einem passenden Angebot würde Mislintat die Youngsters aber auch verkaufen.

Darko Churlinov: Der Nordmazedonier war in der vergangenen Spielzeit ohne Kaufoption an den FC Schalke 04 verliehen und würde gerne auch in der neuen Saison für die Knappen auflaufen. Allerdings kann der Revierklub die vom VfB geforderte Ablöse (drei Millionen Euro) aktuell nicht stemmen. „Es ist Fakt“, so der Schalker Sportchef Rouven Schröder, „dass wir Darko halten wollen. Aber zu Konditionen, die wir können.“ Sprich: Schafft sich Schalke durch Spieler-Verkäufe neuen Handlungsspielraum, können die Verhandlungen über die weitere Zukunft von Churlinov noch einmal angegangen werden. Zunächst einmal wird der Angreifer jedoch beim VfB trainieren.

Philipp Förster: Weiterhin gilt der VfL Bochum als potenzieller Abnehmer für den 27-Jährigen. In Stuttgart wird fürs zentrale Mittelfeld mit Naouirou Ahamada (20) und Nikolas Nartey (22) geplant, weshalb der Klub Förster keine Steine in den Weg legen würde. Im Raum steht eine Ablöse zwischen 500.000 Euro und einer Million Euro. Zwar soll auch der Zweitligist 1. FC Nürnberg am gebürtigen Brettener interessiert sein, doch Förster will auch in der nächsten Saison in der 1. Liga auflaufen.

Philipp Klement: War vergangene Rückrunde an den SC Paderborn in die 2. Liga verliehen worden und kehrt fürs Erste wieder zurück nach Bad Cannstatt. Die Ostwestfalen wollen den Mittfeldmann nun gerne fest verpflichten. Und da der VfB seinen Kader verkleinern will, wäre man im Fall Klement wohl auch bereit, den Spieler ziehen zu lassen. 2019 kam er für 2,5 Millionen Euro ins Schwabenland. Diesen Betrag dürfte Mislintat jetzt nicht mehr erzielen, aber mit einer Summe zwischen 500.000 Euro und einer Millionen Euro könnten sicherlich auch die Stuttgarter ohne all zu große Verluste leben.

Ömer Beyaz, Lilian Egloff, Clinton Mola und Wahid Faghir: Während es für Eigengewächs Egloff und den türkischen U-Nationalspieler Beyaz zum Spielpraxis sammeln per Leihe zu einem anderen Verein gehen könnte, zieht es Mola und Faghir laut dem kicker fest zurück in ihre Heimatländer. Vor allem bei Faghir, der 2021 für rund 4,5 Millionen Euro verpflichtet worden war, droht ein Verlustgeschäft.

Antonis Aidonis, Alou Kuol und Maxime Awoudja: Das Trio war in der abgelaufenen Spielzeit verliehen. Für Awoudja gibt es nach einem Jahr bei der WSG Tirol in Stuttgart wohl keine Perspektive mehr. Aidonis und Kuol, die zuletzt im Aufgebot von Dresden bzw. Sandhausen standen, könnten künftig für die zweite Mannschaft des VfB zum Einsatz kommen bzw. als Back-Up für die Profis bereit stehen – oder bei einer passenden Offerte erneut verliehen werden.

Der VfB-Kader zum Vorbereitungsstart – Stand 24.06.

  • Tor: Florian Müller, Fabian Bredlow, Florian Schock
  • Abwehr: Waldemar Anton, Konstantinos Mavropanos, Pascal Stenzel, Borna Sosa, Hiroki Ito, Antonis Aidonis, Maxime Awoudja
  • Mittelfeld: Wataru Endo, Clinton Mola, Atakan Karazor, Tanguy Coulibaly, Enzo Millot, Philipp Förster, Chris Führich, Orel Mangala, Lilan Egloff, Nikolas Nartey, Robert Massimo, Mateo Klimowicz, Naouirou Ahamada, Ömer Beyaz, Laurin Ulrich, Philipp Klement
  • Angriff: Sasa Kalajdzic, Silas, Tiago Tomas, Mohammed Sankoh, Wahid Faghir, Alou Kuol, Thomas Kastanaras