VfB Stuttgart

Trotz überzeugender Vorbereitung: Warum VfB-Torhüter Fabian Bredlow die Nummer zwei bleibt

Fabian Bredlow
Fabian Bredlow wird sich auch in der kommenden Saison mit dem Platz auf der Ersatzbank begnügen müssen. © Danny Galm

Fabian Bredlow hat in den letzten Wochen überzeugt. Der Torhüter des VfB Stuttgart trainierte fleißig, zeigte starke Leistungen in den Testspielen und hat in der Mannschaft ein hohes Standing. Dennoch wird der Berliner nicht als Nummer eins in die Saison gehen. Dieser Platz gebührt Florian Müller - und das obwohl der Neuzugang aus Mainz weite Teile der Vorbereitung verpasst hat.

Keine falschen Versprechungen

Im Gegensatz zu den Feldspielern konnte Bredlow die Sommer-Vorbereitung nicht nutzen, um Argumente für einen Platz in der Startelf zu sammeln. Die Rollenverteilung im Stuttgarter Kasten war von Anfang an klar: Müller ist gesetzt, Bredlow der zuverlässige Back-up. Falsche Versprechungen wurden nicht gemacht.

„Jeder Spieler hat die Berechtigung anzugreifen. Das tut Fabi auch. Man merkt es in jedem Training“, hatte Trainer Pellegrino Matarazzo nach dem siebentägigen Trainingslager in Kitzbühel gesagt, „aber es ist klar kommuniziert, dass wir mit Florian eine Nummer eins geholt haben.“

„Man wechselt den Torhüter nicht Woche für Woche“

Bredlows Motivation tat das keinen Abbruch. In den Einheiten und Freundschaftsspielen überzeugte der Keeper auf ganzer Linie. Matarazzo kann sich auf den 26-Jährigen verlassen, hat - was die Besetzung zwischen den Pfosten angeht - aber auch eine klare Meinung: „Man wechselt den Torhüter nicht Woche für Woche.“

Dennoch gab es im Trainings-Camp in Tirol von Sportdirektor Sven Mislintat ein dickes Lob für den Ersatzmann: „Bredlow ist ein extrem kompletter Keeper. Er hat einen unfassbaren linken Fuß und einen super Spielaufbau. Es nur eine Frage der Zeit, bis Fabi die Nummer eins wird – bei uns oder wo anders.“

Florian Müller zurück in Stuttgart 

Nach dem Aus bei Olympia mit der deutschen Auswahl ist Florian Müller inzwischen wieder zurück in Stuttgart. Am Dienstagvormittag (03.08.) absolvierte erstmals wieder eine Einheit von Torwarttrainer Steffen Krebs.

Höchstwahrscheinlich wird er auch am Samstag im DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Berlin im Tor stehen - in den vergangenen Spielzeiten hatte sich im Pokalwettbewerb noch Bredlow zeigen dürfen. Doch schon eine Woche später steht der Bundesliga-Start gegen Greuther Fürth auf dem Programm. Da Müller das Trainingslager und zahlreiche Trainings verpasst hat, muss jede Einsatzminute, um sich mit der Abwehrreihe einzuspielen, genutzt werden.

Wer wird die neue Nummer drei?

Während der Rangfolge zwischen Müller und Bredlow klar geregelt ist, ist noch unklar, wer die neue Nummer drei werden und somit in die Fußstapfen von Jens Grahl treten wird.

Zuletzt trainierten die Nachwuchskeeper Sebastian Hornung und Florian Schock mit den Profis. „Die zwei Jungs haben eine gute Energie in die Gruppe reingebracht“, lobte Matarazzo. Ob einer der beiden 20-Jährigen den Platz bekommt, ist noch nicht entschieden. Der Trainer hatte auch eine externe Lösung für diese Position nicht ausgeschlossen.