VfB Stuttgart

Umworbener Stürmer des VfB Stuttgart: Das sagt Sasa Kalajdzic zu den Wechselgerüchten

Sasa Kalajdzic
Zuletzt gab es unter anderem Gerüchte um ein Interesse von Champions-League-Sieger FC Chelsea an VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic. © Danny Galm

Hinter Sasa Kalajdzic liegen zwei intensive Jahre. 2019 ein Totalschaden im Knie, 16 Tore für den VfB Stuttgart in der abgelaufenen Bundesliga-Saison und in diesem Sommer das EM-Turnier mit der österreichischen Nationalmannschaft. Und was kommt nun? Die Liste mit potentiellen Interessenten ist lang und voller namenhafter Clubs. Im Trainingslager in Kitzbühel hat sich der 24-Jährige nun zu den Wechselgerüchten um seine Person geäußert.

So ist der aktuelle Stand

Der 1,99 Meter große Angreifer will sich keinesfalls aus der Ruhe bringen lassen. Chelsea, Mailand, Leipzig, Tottenham … all die kolportierten Interessenslagen beschäftigt den Wiener ganz offensichtlich nur am Rande: „Ich denke eigentlich wenig darüber nach. Ich bin jetzt einfach gerade hier, habe Spaß mit meinen Freunden und versuche, mich auf jedes einzelne Training vorzubereiten.“

Und das ist dem Schlaks in den Tagen von Tirol auch deutlich anzumerken. In jeder Einheit gibt Kalajdzic Vollgas. Wird nach dem Training noch locker geflankt und auf den Kasten gebolzt, Kalajdzic ist stets gut gelaunt mittendrin.

Vorzeitiger Abschied? Vertragsverlängerung? Alles scheint möglich

Dennoch scheint ein vorzeitiger Abschied in dieser Transferperiode möglich. „Aber es müsste was kommen, was einfach passen würde, und dann schauen wir weiter“, sagt Kalajdzic. „Wenn es etwas gibt, das mich wirklich beeindruckt, wo ich sage, das möchte ich machen, dann mach ich das auch.“ Derzeit liege ihm aber nichts vor - und unter Zeitruck stehe er auch nicht: „Es gibt keine Deadline in der Art und Weise, das wäre nicht sehr sinnvoll.“

Pellegrino Matarazzo im Gespräch mit Sasa Kalajdzic
Trainer Pellegrino Matarazzo im Gespräch mit Stürmer Sasa Kalajdzic. © Danny Galm

Auch eine Vertragsverlängerung beim VfB will er nicht ausschließen: „Natürlich kann ich mir vorstellen, meinen Vertrag zu verlängern. Warum sollte ich das nicht können? Aber das müsste auch passen. Das entscheide nicht nur ich, das entscheiden auch andere.“

Die EM als bisheriges Karriere-Highlight

Bei all den Gerüchten um seine sportliche Zukunft gerät fast schon in Vergessenheit, dass der Mittelstürmer mit dem ÖFB-Team einen märchenhaften Sommer bei der EM verleben durfte. Im Achtelfinale gegen den späteren Turniersieger Italien erzielte er sogar seinen ersten EM-Treffer - natürlich per Kopf.

„Es war ein unvergessliches Turnier für mich. Ein richtig großes Highlight“, sagt der sympathisch bodenständige Profi. Im anschließenden Kroatien-Urlaub versuchte er gemeinsam mit Familie und Freundin das Erlebte zu verarbeiten: „Ich habe mich gefragt: Sasa, weißt du eigentlich, was du erreicht hast, was alles passiert ist? Schau mal, wo du noch vor zwei Jahren warst!“

Von Höhen und Tiefen

Im Krankenhaus dürfte die Antwort lauten. Als er im Sommer 2019 zum damals in die 2. Liga abgestiegenen VfB gewechselt war, verletzte er sich kurz vor dem Saisonstart schwer. Kreuzbandriss, Innenbandriss und Außenbandriss. Acht Monate Zwangspause waren die Folge. Nur weil durch die Corona-Krise die Saison verspätet fortgesetzt wurde, konnte Kalajdzic im Zweitliga-Endspurt noch einmal eingreifen und sein Potential andeuten.

Nach dem Aufstieg spielte er schließlich eine überragende Bundesliga-Saison und erzielte sagenhafte 16 Tore. Wie schnell das alles ging, kann er selbst kaum begreifen: „Es ist immer diese klassische Floskel, dass es im Fußball schnell gehen kann. Ich habe aber sehr, sehr gut zu spüren bekommen, wie schnell es tatsächlich sein kann. Innerhalb von zwei Jahren habe ich so gut wie alles erlebt, von Tiefen bis Höhen.“ 

Kein klares VfB-Bekenntnis

All diese Erfahrungen seiner ersten Profi-Jahre haben den Stürmer wachsen lassen. „Das hat mich persönlich weiterentwickelt“, sagt Kalajdzic. Ob er sich in der kommenden Spielzeit auch beim VfB sportlich weiterentwickelt, bleibt hingegen offen. Ein klares Bekenntnis zum Schwabenland, wo ihm die Herzen der Fans schon längst zugeflogen sind, gibt es vom Österreicher jedenfalls nicht.