VfB Stuttgart

Undav-Doppelpack und Seimen-Comeback: Was beim VfB-Test gegen Fürth wichtig war

Deniz Undav lässt sich feiern: Beim 5:0 im Test gegen Greuther Fürth trifft der VfB-Stürmer doppelt.
Deniz Undav lässt sich feiern: Beim 5:0 im Test gegen Greuther Fürth trifft der VfB-Stürmer doppelt. © Julia Rahn

Großaspach. Es war ein Testspiel, aber manchmal sind auch Testspiele kleine Fingerzeige. Der VfB Stuttgart bekam an diesem Donnerstagabend in Großaspach gleich zwei davon: Dennis Seimen stand nach mehr als zwei Monaten Verletzungspause wieder im Tor – und Deniz Undav fand zumindest für 45 Minuten zurück zu dem Gefühl, das einem Stürmer besonders gut gefällt. Zweimal traf der Angreifer beim 5:0 (3:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth.

3876 Zuschauer sahen einen VfB, der die Angelegenheit in der ersten Halbzeit erstaunlich schnell regelte. Cheftrainer Sebastian Hoeneß schickte eine Mannschaft auf den Rasen, die bis auf den U-19-Spieler Colin Schramm ziemlich genau so auch in einem Pflichtspiel hätte antreten können. Angelo Stiller, Atakan Karazor und Grischa Prömel bildeten gegen den Zweitligisten eine interessante Mittelfeldordnung, vorne spielte Undav als alleinige Spitze.

Undav und Prömel sorgen früh für klare Verhältnisse

Und Undav brauchte nicht lange, um sich bemerkbar zu machen. In der 15. Minute steckte Chris Führich den Ball in den Lauf des Stürmers, der aus spitzem Winkel zum 1:0 vollstreckte. Zwei Minuten später stand es bereits 2:0. Stiller eroberte im hohen Pressing den Ball, Prömel bekam ihn und dessen Schuss wurde unhaltbar abgefälscht. Der VfB spielte mit einer Schärfe, die man bei einem Testspiel nicht zwingend erwarten muss. Fürth dagegen fand gegen das Pressing und die bewegliche Stuttgarter Offensive kaum Mittel. Nach einer halben Stunde tauschten Führich und Jamie Leweling die Seiten, ansonsten blieb Hoeneß zunächst bei seiner Ordnung.

Und dann kam noch einmal Undav. In der 37. Minute zwang der VfB Fürths Torhüter Silas Prüfrock mit aggressivem Anlaufen zu einem riskanten Pass. Der landete direkt bei Undav, der nur noch ins leere Tor schieben musste. 3:0, Doppelpack, Feierabend für die wichtigste Frage des Abends: Für den Stürmer, der in der Bundesliga noch auf sein erstes Saisontor wartet, war das jedenfalls ein durchaus brauchbarer Zwischenstand.

Noch wichtiger aus VfB-Sicht war das Comeback im Tor. Dennis Seimen hatte Ende Juli einen Sehnenriss im hinteren Oberschenkel erlitten, nun durfte die designierte neue Nummer eins erstmals wieder ein komplettes Spiel bestreiten. In der 50. Minute musste er sich bei seiner ersten Parade strecken, ansonsten blieb sein Arbeitstag überschaubar.

VfB-Youngster Masanka Bungi muss verletzt runter

Seimen hielt bis zur 72. Minute durch, dann machte er Platz für Marius Funk. Damit ist zumindest ein weiteres Häkchen auf dem Weg zurückgesetzt. Ob Seimen beim Bundesliga-Neustart am 10. Oktober in Paderborn wieder im Tor stehen kann, bleibt die spannendere Frage.

Nach der Pause wurde der Abend allerdings zunehmend zu dem, was er auf dem Papier ohnehin war: ein Testspiel. Fürth wechselte komplett durch und kam nun etwas besser in die Partie. Hoeneß nahm unter anderem Prömel, Chabot und Schramm vom Feld und brachte Tim van der Leij, Joyeux Masanka Bungi und Lorenz Assignon. Der belgische Leihspieler Masanka Bungi musste später verletzungsbedingt wieder runter; für ihn kam Josha Vagnoman. In der 77. Minute sorgte der auffällige van der Leij aus der VfB-Reserve nach toller Vorarbeit von Führich für das 4:0, ehe Jamie Leweling in der 86. Minute für den Schlusspunkt sorgte.

So hat der VfB Stuttgart gespielt: Seimen (72. Funk) – Schramm (46. Assignon), Hendriks, Chabot (46. Masanka Bungi/67. Vagnoman), Stergiou – Stiller, Karazor, Prömel (46. van der Leij) – Führich, Leweling – Undav

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