VfB Stuttgart

VfB erkämpft Remis beim FC Bayern: Der erste Bundesliga-Sieg - zumindest gefühlt

Fußball Bundesliga FC Bayern München vs. VfB Stuttgart
Atakan Karazor brachte dem Stuttgarter Spiel die erhoffte Stabilität im Zentrum. Im Hintergrund liegt begraben unter seinen Teamkollegen Last-Minute-Torschütze Serhou Guirassy. © Pressefoto Baumann

Das Warten auf einen Sieg des VfB Stuttgart in der neuen Bundesliga-Saison geht zwar auch nach dem 6. Spieltag weiter, doch nach dem 2:2 gegen den FC Bayern München durften die Schwaben den Platz immerhin als gefühlter Sieger verlassen. Auf die mutige Leistung beim Rekordmeister soll nun im kommenden Heimspiel gegen Frankfurt aufgebaut werden. Und dann endlich auch der erste Dreier aufs Punktekonto wandert.

Diese VfB-Profis ragten am Samstag heraus

In der Allianz Arena ragten am Samstagnachmittag (11.09.) vor allem drei Stuttgarter heraus: Im Tor bestätigte Keeper Florian Müller die gute Form der letzten Wochen, im Mittelfeldzentrum brachte Atakan Karazor die erhoffte Stabilität und vorne im Sturm überzeugte Neuzugang Serhou Guirassy bei seinem Startelf-Debüt nicht nur aufgrund seines Last-Minute-Treffers. Aber auch der eingewechselte Chris Führich (Treffer zum 1:1) und der leidenschaftliche Konstantinos Mavropanos (Vorlage zum 1:1) wussten zu gefallen.

Thomas Müller nach nächstem Bayern-Remis bedient

Was wiederum bei FCB-Stürmer Thomas Müller nach dem Abpfiff für richtig schlechte Laune sorgte. Er habe „ne richtig schöne Krawatte heute“, so das Bayern-Urgestein. „Heute habe ich das erste Mal das Gefühl, dass wir was hergeschenkt haben.“ Für die Bayern war es in der Bundesliga bereits das dritte Unentschieden in Folge.

„Hier holt nicht jeder einen Punkt“, freute sich hingegen Sven Mislintat: „Das Spiel tut uns gut, weil wir belohnt worden sind für einen guten Auftritt.“ Der VfB-Sportdirektor schob noch hinterher: „Wir waren von allen Heimspielen, die Bayern bisher spielen musste, der schwerste Gegner.“ Mit nun fünf Punkten aus den ersten sechs Liga-Spielen können die Stuttgarter Verantwortlichen leben. Auch wenn Mislintat sagt: „Wir haben sicherlich zwei, drei Punkte zu wenig für das, was wir geleistet haben.“

Borna Sosa nach vielen Wochen endlich schmerzfrei

Nach überstandenen Adduktoren-Problemen findet derweil Linksaußen Borna Sosa langsam zu alter Stärke. Der Kroate ist nach vielen Wochen schmerzfrei und hat sich nach dem Ablauf der Transferperiode klar zum Klub bekannt - und geht in seine mittlerweile fünfte Saison am Neckar. Zwar hat es Gespräche mit Atalanta Bergamo aus der Serie A gegeben, doch letztlich entschied sich Sosa für den Verbleib im Schwabenland. „Stuttgart ist wie eine zweite Heimat für mich“, sagte er nun nach dem Bayern-Spiel.

Und auch wenn durch den Abgang von Sasa Kalajdzic zu Wolverhampton das Traumduo der letzten Jahre gesprengt wurde, so konnte mit Serhou Guirassy ein ganz ähnlicher Stürmer-Typ verpflichtet werden, der künftig die Sosa-Flanken veredeln soll. „Für unser Spiel ist es sehr wichtig, vorne drin einen Zielspieler zu haben“, so Sosa.

Und vielleicht klappt es ja schon am kommenden Spieltag zuhause gegen Eintracht Frankfurt zum ersten Mal mit dem Muster: Flanke Sosa, Kopfball Guirassy, Tor. Damit nach dem gefühlten ersten Saisonsieg vom Samstag endlich auch der erste richtige Erfolg eingefahren wird.