VfB Stuttgart

VfB erledigt Pflichtaufgabe: Knapper 1:0-Sieg gegen Dresden in Unterzahl

Fu§ball DFB Pokal SG Dynamo Dresden vs. VfB Stuttgart
Angreifer Silas und der VfB Stuttgart retteten ein knappes 1:0 gegen Dynamo Dresden über die Zeit. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Dynamo Dresden mit 1:0 (1:0) gewonnen. Den goldenen Treffer in einer hitzigen Partie erzielte Darko Churlinov (33.). Obwohl die Gäste das Duell lange unter Kontrolle hatten, machte Waldemar Anton das Spiel nach seinem Platzverweis (68.) wieder spannend. Die Schwaben stemmten sich in den Schlussminuten aber mit viel Moral gegen den Sturmlauf der Dresdner, erledigten ihre Pflichtaufgabe und zogen in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.

VfB in der Favoritenrolle: Trainer Matarazzo will "Fight annehmen"

Sich bloß nicht blamieren – das ist das Motto eines jeden Bundesligisten in der ersten Runde des DFB-Pokals. Zuletzt scheiterte der VfB Stuttgart im August 2018 am damaligen Drittligisten Hansa Rostock (0:2). Mit Dynamo Dresden bekamen die Schwaben eine ähnlich undankbare Aufgabe zugelost: einen ambitionierten Drittligisten.

Das Team von Trainer Markus Anfang hat nach dem Zweitliga-Abstieg ein klares Ziel vor Augen: den direkten Wiederaufstieg. Dafür rüstete das Team von der Elbflorenz fleißig auf. Mit Ur-Dresdner Stefan Kutschke und Manuel Schäffler hat Dynamo zwei erfahrene Zweitliga-Stürmer im Kader, zudem pflegt die Anfang-Elf einen mutigen Spielstil. Ein klassischer Underdog sind die Dresdner also nicht.

Auf den VfB Stuttgart wiederum wartete nach einer nahezu reibungslosen Vorbereitung mit fünf Siegen aus fünf Testspielen der erste Härtetest. „Wenn wir den Kampf nicht annehmen, werden wir es schwer haben“, analysierte Pellegrino Matarazzo das Aufeinandertreffen mit Dynamo Dresden. Der VfB-Coach sah seine Mannschaft aber gut vorbereitet auf den Fight im Rudolf-Harbig-Stadion: „Wir sind scharf und wissen, worum es geht.“

Darko Churlinov bringt den VfB verdient in Führung 

Direkt nach Anpfiff zeichnete sich ab, was die VfB-Profis im Rudolf-Habig-Stadion erwarten würde: Eine hitzige und giftige Partie, befeuert durch die lautstarken Dynamo-Fans. Wataru Endo und Co. ließen sich davon aber nicht beeindrucken und übernahmen direkt die Spielkontrolle. Dresden versuchte, mit Härte und Entschlossenheit in den Zweikämpfen dagegenzuhalten. Trotz deutlich mehr Ballbesitz und mehr Spielanteilen taten sich die Schwaben aber schwer, Chancen herauszuspielen. 

In der 33. Spielminute brachte eine Co-Produktion der Neuzugänge den VfB in Führung: Wataru Endo setzte sich vor dem Strafraum durch, sein abgefälschter Pass erreichte Josha Vagnoman auf der rechten Außenbahn. Der Neuzugang brachte den Ball scharf ins Zentrum, wo Darko Churlinov nur noch zum 1:0 einschieben musste. In der 37. Minute stellte Tiago Tomas fast auf 2:0, sein Abschluss aus zentraler Position landete aber am Pfosten. Die Gäste waren nun deutlich besser und kontrollierten die Partie nach Belieben, mit etwas mehr Entschlossenheit hätte es mit einer 2:0-Führung in die Pause gehen können.

Waldemar Anton sieht Gelb-Rot: Spannende Schlussphase in Dresden

Auch in der zweiten Halbzeit waren die Schwaben das klar bessere Team, gingen aber zu fahrig mit ihren Konterchancen und Tormöglichkeiten um. Dadurch blieben die Dresdner in der Partie und kombinierten sich immer gefährlicher vors Tor. Einwechselspieler Conteh scheiterte aus spitzem Winkel (63.), doch der VfB nahm den Weckruf nicht an.

Denn nur knapp fünf Minuten später kippte die Partie zugunsten der Heimmannschaft. Innenverteidiger Waldemar Anton flog in dämlicher Manier mit Gelb-Rot vom Platz und holte Dynamo Dresden endgültig zurück in die Partie. Die Schwaben stemmten sich mit aller Kraft gegen den drohenden Ausgleich, mit etwas mehr Aluminium-Glück hätte es schon früher 2:0 stehen können. Am Ende rettete der VfB die 1:0-Führung aber über die Zeit. 

SG Dynamo Dresden - VfB Stuttgart 0:1 (0:1)

Dresden: Müller - Becker (62. Stark), Kammerknecht, Knipping - Park, Akoto (56. Will), Meier (73. Kutschke) - Arslan (56. Conteh), Kade - Schäffler, Borkowski

Stuttgart: Bredlow - Ito, Anton, Mavropanos - Silas (74. Perea), Endo, Ahamada (64. Millot), Führich (85. Mola), Vagnoman - Tomas (85. Egloff), Churlinov (74. Stenzel)

Tore: 0:1 Churlinov (33.)

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Nürnberg)

Gelbe Karten: Akoto / Anton, Millot, Endo

Besondere Vorkomnisse: Waldemar Anton fliegt mit Gelb-Rot vom Platz (67.)